Brave new world

Vor ein paar Wochen hatte ich im Maileingang den auf Spanisch geführten Mailwechsel mit dem ersten Hotel unserer Rückreise.

Heute Morgen beim Aufstehen dachte ich, ich sollte mal nachsehen wie das Wetter am Hotelort am entsprechenden Tag werden soll, weil das Hotel doch schon deutlicher im Norden liegt als wir es hier sind.

Eben gerade sehe ich, dass google now mir die Wetterdaten für diesen Ort seit heute automatisch am Handy anzeigt.

Und jetzt weiss ich wieder mal nicht, wo diese Grenze ist, zwischen geilem Shice, weil das ja schon sehr praktisch ist, wenn mir bei manchen Fragen der Rechercheaufwand so vorausschauend abgenommen wird und echtem Grusel, weil es mindestens im gleichen Maße erschreckend und beängstigend ist, was da an persönlichen Daten aus Mails und überhaupt aus meinem Internetverhalten gezogen und verarbeitet wird.

Bei aller praktischen Bequemlichkeit frage ich mich gerade wieder einmal, wie sinnvoll ich mich da verhalte, einem einzigen Unternehmen so viele meiner Daten anzuvertrauen. Aber noch entscheidender ist die Frage, ob eine breitere Verteilung tatsächlich besser wäre, oder ob das auch nur Augenwischerei wäre, weil die Daten lediglich nicht so dermaßen offensichtlich genutzt werden wie bei Google.

Ich will keine Technikpessimistin sein. Ich finde es fantastisch, welche Möglichkeiten das Internet eröffnet hat. Aber es macht mir auch Bauchweh, wenn ich das Gefühl habe, irgendwie sehenden Auges ins Unglück zu rennen…

Katja

4 Kommentare zu “Brave new world

  1. Hat dies auf Wunderwaldverlag rebloggt und kommentierte:
    1. Reblog wegen „geilem Shice“.
    2. Reblog wegen: Seit ein paar Monaten suche ich bei Google hin und wieder „unnützes Zeug“, nur um meine Datensammlung bei Mr. Brave New World interessanter zu gestalten. Z. B. heißt „Drogensucht“ auf Türkisch madde bağımlılığı. (dict.cc macht’s möglich). Schließlich können wir auch Spielchen spielen.

  2. @Anette: Eigentlich schlimm, dass man’s – obwohl man sich komisch dabei fühlt – trotzdem alles weiterhin nutzt… Ich ärgere mich da oft über meine eigene Bequemlichkeit. Es ist geradezu banal einfach, an Daten (=Wissen/Macht) zu kommen. Man muss mir nur einfache, gut bedienbare, komfortable Webdienste zur Verfügung stellen und der Verstand scheint auszusetzen… *soifz*

    @Doris: Willkommen im Club. 😀

    @Wunderwaldverlag: Danke für’s Rebloggen!

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