Küchenfee­-Liebe <3

Der folgende Eintrag ist ein Gastartikel von Svü, der mich ein bisschen stolz, aber auch wahnsinnig verlegen macht, weil sie natürlich immens übertreibt. Danke Svü, ich bin echt gerührt über soviel Lob und soviele freundliche Worte. 🙂
(Und vielleicht erheitert es dich, zu lesen, dass das mittlerweile auch umgekehrt funktioniert: ich muss nämlich beim Kartoffelsuppe-Kochen immer grinsend daran denken, wie oft es die bei dir gibt.)

Svü bloggt hier über ihr Leben, hier über Bücher und hier findet man sie auf Twitter.

Viel Spaß beim Lesen!

Katja

(Was es mit den Gastartikeln auf sich hat, könnt ihr hier nachlesen. Die Rechte am Text liegen natürlich bei Svü, die ihn mich hier freundlicherweise veröffentlichen lässt.)

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Hallo ihr lieben Katja-Leser!

Als sie zu dieser Aktion aufgerufen hat war mir eigentlich klar, dass ich auf jeden Fall teilnehmen muss. Trotzdem ist es jetzt bereits der 28. September (30. September… als ich endlich dazu komme ihn fertig zu stellen) und ich habe noch keinen einzigen Satz geschrieben. Denn so ein Gastartikel muss ja irgendwie auch… gut sein. Finde ich.

Zumindest dem jeweiligen Blog angemessen und da ihr Blog ja nun mal gut ist, muss der Gastartikel ja auch gut sein, nicht wahr? Wenn nicht sogar super gut, weil Katja ja auch super gut ist… und… ihr seht das Problem, richtig? ^^

Ich könnte jetzt darüber schreiben wie ähnlich wir beide uns sind. Im „die falschen nicht hilfreichen Gedanken machen“ oder beim „sich selbst im Weg stehen“. Denn das wird es wohl gewesen sein was uns zusammen geführt hat. Für genauere Details müsstet ihr allerdings Katja fragen, denn mein Zeit-Raum-Gedächtnis ist einfach etwas…ungenau. Mal vorsichtig formuliert. (Ich werde für nichts hier die Hand ins Feuer legen, Ungenauigkeiten sind prinzipiell möglich, aber so im Groben stimmt das schon alles. Katja möge mich korrigieren, wenn nicht. ^^) Mir persönlich reicht es zu wissen: Jetzt ist Katja da. Seit irgendwann. Reicht. Hauptsache da. 😀
Ich könnte auch darüber schreiben wie unterschiedlich wir sind und dass es trotzdem großartig ist sie kennengelernt zu haben und sogar auch schon besucht zu haben. Könnte ich. Mache ich aber nicht. Ihr seid hier, ihr findet sie sicher selbst alle großartig. 😀

Stattdessen erzähle ich euch wie sie mein Leben revolutioniert hat. (Und höre sie dabei leise aufstöhnen: „Jetzt übertreibt sie aber.“) Auch hier weiß ich natürlich nicht wann es angefangen hat. Meine älteste „Hilfe!“-Mail – die ich gerade in meinem unglaublichen Nicht-System finde – ist vom 08.07.12 !

Damals war ich – so wie jetzt gerade auch – Kundin bei der Essener Tafel. Das ist eine unfassbar tolle Einrichtung über die ich jetzt auch sehr lange und ausführlich reden könnte. Fakt ist aber: Da gibt es Lebensmittel. Meistens sogar sehr reichlich. Aber natürlich nie mit einem Serviervorschlag. Das führt(e) dann wöchentlich dazu, dass ich zusehen muss(te) wie ich zum Beispiel 12 Paprika vernichte ohne jeden Tag einfach nur trockene Paprika zu essen.

Von Haus aus habe ich kochen nämlich nicht gelernt. Ich bin aus diversen Gründen mit Dosen und Tüten groß geworden und habe damit auch relativ lange sehr gut überlebt. Wenn man nicht viele andere Sachen kennt, dann vermisst man auch nichts. Dann schmeckt man keinen Unterschied zwischen Fertigtüten und selbstgemachter Tomatensoße, weil man den Vergleich einfach nicht hat.

Als dann die Tafelzeit anfing und ich mich regelmäßig mit großen Mengen Obst und Gemüse konfrontiert sah, hatte ich schon den Plan das auch alles artgerecht zu verarbeiten. Lebensmittel wegwerfen ist so gar nicht meins. Aber aus oben genannten Gründen hatte ich quasi keine Ideen im Kopf und war ja sowieso ganz fest davon überzeugt, dass ich niemals kochen könnte. Selbstbewusstsein ist hier im Haus nicht so häufig vorrätig.
Meistens hangelte ich mich an diesen gewissen Fertigtüten entlang, nahm die Gerichte als Vorlage und versuchte irgendwie aus dem was ich hatte das was ich da sah nach zu kochen. Aber auch das war irgendwann blöd… und iiirgendwann – vielleicht an diesem 08.07.12 – schrieb ich Katja die erste Nachricht und bat sie um Hilfe. Ich bat sie um Vorschläge und Ratschläge und manchmal auch um so detaillierte Kochanweisungen, dass ich an ihrer Stelle schon sämtliche verfügbaren Hände überm Kopf zusammengeschlagen hätte und gesagt hätte: „Geh dir ne Pizza kaufen.. macht weniger Stress.“. X

Als ich dann irgendwann mal wieder eine Tomatensoße nach ihrer Anleitung machte. Selbst. Ohne Fertighilfe. Fiel mir dann auf, dass Katja in meinem Hinterkopf sitzt. Wann immer ich diese Tomatensoße mache denke ich an Katja. (Und während ich diesen Artikel hier gerade schreibe, bekomme ich Hunger und überlege ob ich alles im Haus habe um heute Nudeln mit Tomatensoße zu essen… was sich für mich in dem Fall nicht mal nach Notfallessen anhört… weil es der Anfang der Revolution war.. quasi.) Sie ist in meiner Küche allgegenwärtig. Auch beim Einkauf.

Wenn ich den Balsamico anschaue, dann denke ich daran, wie ich im Laden stand mit ihrer Stimme im Ohr (Stimme im Ohr ist ja sowieso sehr amüsant, wenn fast alles schriftlich abläuft… aber sie kennen das … nehme ich mal an) und mir die verschiedenen Flaschen angeschaut habe, bis ich den gefunden habe den sie meinte. Ich erinnere mich an ihr „Könnte teurer sein.“ und an meine Überraschung darüber, dass er gar nicht so teuer war.

Ich weiß nicht mehr wann und wie ich angefangen habe Marmelade zu machen, aber ich bin mir sicher, dass ich sie dazu mit Fragen gelöchert habe und dass ich mich nicht getraut hätte, wenn es sie nicht gegeben hätte. Mittlerweile ist Marmelade machen fast so einfach wie Kaffee kochen. Fast. Denn Kaffee kochen geht ja auch mit geschlossenen Augen. Vor dem Wach werden. Was nichts daran ändert, dass ich dabei trotzdem ständig an sie denke. (Also auch beim Kaffee kochen. Seitdem ihre Kaffeemaschine mir eindrücklich gezeigt hat, was sie von mir hält. Püh!) Spätestens seitdem sie mir einen Marmeladentrichter empfohlen hat und Mama mir zufällig ein paar Tage später einen gekauft hat.
Irgendwann kam auch mal ein Überraschungspaket von ihr. Mit ganz viel Zeug aus ihrer Küche. So eins wie sie das hier jetzt verlosen möchte. Ich empfehle daher jedem: Nehmt das Paket! Nehmt verdammt noch mal das Paket! Kein Gutschein dieser Welt kann das ausgleichen, was sie da wundervolles fabriziert. Kein Gutschein dieser Welt ist so voller Liebe! (Ich höre sie wieder aufjaulen, dass ich nicht übertreiben soll… ihr auch? ;))

Wenn ich ehrlich bin, dann könnte ich jetzt hier noch mehrere Wochen tippen. Ich könnte erzählen wie der Oliven-Öl-Test in ihrer Küche ablief. Ich weiß nicht für wen das jetzt erschütternder war. Ich mag Oliven-Öl jedenfalls nicht. 😉 Ich könnte erwähnen, dass ich ihre Grinsen am Topfboden mit großer Regelmäßigkeit in riesigen Mengen produziere und sie selbst ein wenig neidisch ist, weil das so viel häufiger ist als bei ihr selbst. Oder diese wunderbare Butter in die ich mich reinlegen könnte… und die es seitdem wir bei ihr gegrillt haben, sehr häufig in meinem Kühlschrank gibt. Beides habe ich bereits Freunden vorgeführt und beides wurde mit Begeisterung vernichtet.

Immer wenn es um Küchenkram geht, rede ich von ihr. „Katja hat mir das und das empfohlen.“ „Katja hat gesagt, ich könnte ja mal…“ „Das Rezept hab ich von Katja!“ Als sie meine Marmelade probiert und gelobt hat, bin ich vor Stolz fast geplatzt.

Wie gesagt… ich könnte ewig tippen. Aber ich komme besser hier und jetzt zum Ende.

Wobei… möglicherweise sollte ich ganz kurz noch erwähnen, dass ich wirklich hätte Heulen können, als sie mir dieses grandiose Menü gezaubert hat. Auf den Tellern sieht man auch die Liebe, die in diesem Paket stecken wird! Schaut genau hin!

Sie hat den Job übernommen, den meine Familie nicht wollte. 😉 Der kleinen Svü das Kochen beibringen. Und ich finde sie macht ihren Job verdammt gut… und darf mich gerne adoptieren. ❤

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9 Kommentare zu “Küchenfee­-Liebe <3

  1. Hachz! Schön und treffend geschrieben! Werd‘ in Zukunft nur noch „Was die Svü damals schrieb!“ von mir geben, wenn Katja mal wieder Küchenzauberüberraschungsfee spielt. Und überhaupt und sowieso… Was die Svü gerade eben schrieb! 🙂

  2. Ich kann mich auch nur nochmal für soviel Lob und Dingens und so bedanken! ❤ (Man stelle sich hier den früheren errötenden Smilie vor. Den, der rot wurde und dabei lächelte, ganz im Gegensatz zu diesem neuen unmöglichen, der rot wird und dabei traurig guckt, weil das hier ist ja gar kein Grund traurig zu gucken.)

  3. Pingback: Sdfmsid-Aktions-Hintendranverlosungs-Auslosung | Gedankensprünge

Und jetzt du! Deine Gedanken, Worte, Punkte, Smilies, Bilder, Gesänge... Danke dafür!

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