mitohne

Vor ein paar Monaten waren wir zum Essen eingeladen und es gab dort ein unheimlich leckeres Gericht mit Hühnchen und natürlich musste ich den Gastgebern hinterher das Rezept abschwatzen. Das musste ich einfach nachmachen!

Beim ersten Mal hatte ich mich genau ans Rezept gehalten, heute gab es das wieder und ich habe nach Gutdünken ein bisschen abgewandelt und das war so gut, dass ich die Abwandlung jetzt hier festhalten muss, damit ich sie nicht wieder vergesse.

Das Rezept ist für Chicken Tagine und eigentlich für die Zubereitung in einem solchen Gefäß (Klick für Wikipedia) gedacht, aber sowas habe ich natürlich nicht. Die Freunde hatten es aber auch in einer ganz normalen Pfanne zubereitet und das schmeckt auch wunderbar. Man sollte allerdings einen Deckel für die Pfanne haben, es köchelt sehr lange und sonst verkocht die ganze Soße.

Hühnchen mit Feigen mitohne Tagine

Man braucht dafür:

Hühnerfleisch, am besten Hähnchenschenkel ohne Haut und Knochen, pro Person 1 Schenkel oder etwa 2 Oberschenkel
1 mittelgroße Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 TL Salz
1 TL gemahlenen Kümmel
1 TL gemahlenen Kreuzkümmel
1 TL Chilipulver
1 TL Garam Masala
1 TL Zimt
400 ml Geflügelfond (wer keinen hat, kann auch Brühe nehmen, aber mit Fond wird’s besser!)
1 EL Honig
3 EL Zitronensaft
250 g getrocknete Softfeigen (vielleicht ein paar weniger)
optional 1 Handvoll Rosinen (ich hatte beim letzten Mal drin, dieses Mal nicht und sie fehlten mir nicht)
optional 1 Handvoll Cashewkerne (die hatte ich noch nie drin, könnte sie mir aber gut darin vorstellen und notiere sie deswegen hier schon mit, damit ich daran denke)
Salz, Pfeffer
2 EL Mehl
Olivenöl und Butter zum Braten

Und so geht’s:

Das Hühnerfleisch sollte entbeint und gehäutet sein, falls es das noch nicht ist, muss man das zuerst machen. Die Oberschenkelfilets bleiben dann einfach im Ganzen. (Falls man Hühnerbrust nimmt, was auch geht, aber vermutlich nicht so zart wird, sollte man sie in gröbere Würfel schneiden.) Das Mehl in einen Teller oder eine kleine Schale geben und kräftig pfeffern uns salzen und das Hühnerfleisch darin wenden, sodass es rundum leicht mehliert ist.

Zwiebel, Ingwer und Knoblauch schälen und fein würfeln. Das Olivenöl und die Butter in einer Pfanne (für die man einen Deckel hat) erwärmen und bei mittlerer Hitze Zwiebel, Ingwer und Knoblauch darin anschwitzen. (Will man Cashewkerne mit reingeben, kommen die auch an dieser Stelle rein) Währenddessen die Gewürze vom Salz bis zum Zimt abmessen und bereitstellen. Wenn die Zwiebeln glasig sind, die Gewürze dazugeben und für 2 Minuten unter Rühren mitbraten. Dann das Hühnerfleisch dazu geben, mit dem Zwiebel-Gewürzbrei vermengen und für ein paar Minuten von allen Seiten anbraten. Es sollte aber nur ganz leicht Farbe bekommen, gegart wird es erst im anschließenden Kochvorgang.

Den Geflügelfond zum Fleisch geben und ebenso Honig und Zitronensaft. Den Deckel auf die Pfanne und das ganze für 1 Stunde köcheln lassen (bei mir auf Stufe 4 von 9 des Kochfeldes). Dabei das Fleisch mehrfach wenden, wenn es nicht komplett von Soße bedeckt ist.

Will man Rosinen dazu geben, so werden die jetzt für eine halbe Stunde eingeweicht. Die Feigen kann man auch einweichen, muss man aber nicht. Nach der Hälfte der Kochzeit die Feigen (und optional Rosinen) mit in die Soße geben. Ist die Soße am Ende noch zu flüssig, noch ein paar Minuten ohne Deckel und mit etwas größerer Flamme weiterkochen bis sie die gewünschte Konsistenz hat. Ich brauchte das heute nicht und musste auch nichts mehr nachwürzen.

Bei uns gibt es Reis dazu, das passt sehr gut.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAKatja

3 Kommentare zu “mitohne

    • @Fred: Die Feigen machen für mich auch den Reiz des Gerichts aus, die passen großartig. Berichtest du bitte mal von deinem Ergebnis, wenn du getestet hast?
      Oh und: danke für’s Kommentieren und herzlich Willkommen auf meinem Blog! 🙂

  1. Pingback: Wieder mal Gäste bekochen, heute: orientalisch – Gedankensprünge

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