Ufffufff

Leichtsinnigerweise habe ich mich vor ein paar Wochen mit einer Frau aus meinem Spanischkurs für heute Abend zu einem Poetry-Slam verabredet. Ich kenne etliche Videos von Slammern, hab zumindest von Mischa Anouk (der früher Mischa Sarim-Verrolet hieß) viele Texte online und eines seiner Bücher gelesen und wollte das eigentlich schon lange mal machen – mir irgendeinen Slam live ansehen, weil das natürlich etwas ganz anderes ist als Texte, die ja einem bestimmten Rhythmus folgen, selber zu lesen. (Also das stelle ich mir zumindest so vor. Ich weiss es ja eigentlich gar nicht…)

Was ich völlig verdrängt hatte ist, dass das eine ziemlich große Veranstaltung mit vielen Menschen wird  und das ist etwas, worin ich ja gar keine Übung habe. In den letzten 12 Jahren war ich auf genau 4 Veranstaltungen, wo annähernd so viele Menschen waren, davon eines ein Rummel hier im Ort, wo ich jederzeit hätte verschwinden können, eines ein Weihnachtsmarkt.

Seit Tagen geht’s mir immer schlechter bei dem Gedanken an die vielen Menschen auf einmal und ich merke, wie die Angst mir den Rücken hochkriecht und sich im Nacken breit macht. Jetzt sind es nur noch ein paar Stunden und meine Vorfreude ist fast völlig der Nervosität zum Opfer gefallen. Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren. Ich gehe da hin und wenn’s ganz schlimm wird, kann ich sicher einfach früher wieder weg.

Ein paar gedrückte Daumen nähme ich trotzdem. Denkt ihr bitte mal an mich heute Abend?

Zitternd,
Katja