Sommerduftkonserve

Der süße Duft, den Erdbeeren abgeben, wenn sie von der Sonne aufgewärmt sind.

Frisch gemähtes Gras durch’s geöffnete Fenster.

Knoblauch, Thymian und fruchtiges Olivenöl, in dem Oliven marinieren.

Sommerfliederduft, der in der Nase kitzelt. (Oh, ein Schmetterling!)

Grillgeruch, der aus dem Nachbargarten rüberzieht.

Und dann fast schon erlösend: der Duft vom eigenen Grill.

Süß. Sehr reife Wassermelone. Eisgekühlt.

Am Abend ein Hauch von Lavendel, vom Wind getragen.

Zitronig im Glas und von der Mückenabwehrkerze.

Nochmal süß: der blubbernde Marmeladentopf auf dem Herd.

Sommerregen auf heissem Asphalt.

Frische Kräuter: Rosmarin, harzig. Thymian, Basilikum.

Sonnencreme auf sonnenwarmer Haut.

Nachts, die kühle Frische eines Gewitters – tief einatmen.

(Nicht explizit Sommer, einer meiner ganzjährigen Lieblingsdüfte: die leicht salzige, leicht fischige Brise, die vom Meer kommt. Im Sommer riecht sogar manchmal der Rhein so.)

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Ich habe ein unheimlich gutes Geruchsgedächtnis und kann mir, wenn ich die Augen schließe und tief einatme, viele Gerüche so intensiv vorstellen als würde ich gerade daran schnuppern.

Hier zum Nachriechen für die kalte Jahreszeit aufbewahrt und damit ich nicht vergesse, sie noch ein paarmal tief ‚in echt‘ einzuatmen, so lange das geht. Was fehlt noch? Wie riecht Sommer für dich?

Katja