Das können Sie jetzt versichern!

Eben in der Postfiliale der Kleinen Stadt.

ich: Guten Tag. Ich hab hier eine Rücksendung, dann diese zwei Päckchen…

Postfrau: Sollen die als versichertes Paket oder einfach als Päckchen?

ich: Als einfache Päckchen bitte. Und dann habe ich hier noch einen Brief.

P: Soll der als einfacher Brief oder als versichertes Einschreiben?

ich: Äh. Als ganz normaler Brief natürlich.

P (guckt streng): Darf ich mal fragen, was da drin ist?

ich: Die Frage finde ich etwas seltsam…

P: Wollen Sie das ganz wirklich als normalen Brief versenden?

ich: Äh ja! Also gut. *soifz* Darin sind nur (NamevonDingen) – kein Geld. Falls sich Ihre Frage darauf bezog.

P (ganz vertieft darin, auf dem Umschlag rumzudrücken und den Inhalt hin- und herzubewegen): Dass es kein Geld ist, hatte ich ja jetzt auch gemerkt! Das fühlt sich anders an. Ihre (NamevonDingen) sind ja etwas fester.

ich: …

P: Wissen Sie, Geld sollten Sie nämlich nicht so verschicken! Es gibt ja jetzt auch die Möglichkeit, das in versicherten Einschreiben zu versenden.

ich: Dieses Gespräch ist jetzt nicht gerade sehr vertrauenerweckend…

P: Naja, Geld ist immer so oft weggekommen.

ich: …also vertrauenerweckend in das Unternehmen für das Sie arbeiten und in Ihre Kollegen meine ich.

P: Na jetzt passiert das ja nicht mehr so leicht. Also wenn man das versichert versendet. Bis zu 100 Euro gehen.

ich: Aber das ist ja nicht einfach ‚weggekommen‚. Das ist ja, während es sich irgendwo in den Händen von Ihnen und Ihren Kollegen befand, von einem Postmitarbeiter geklaut worden. Das ist ein bisschen was anderes.

P: Ihre (NamevonDingen) sind auf jeden Fall sicher. Die, die das professionell machen, die tasten ja eh nicht nur, die durchleuchten das richtig. (Hält den Umschlag hoch und guckt gegen das Licht durch.)

ich: Geld versende ich sowieso nicht mit der Post.

P: Würde ich ja auch nicht machen! Da kommt ja soviel weg und es hat ja heute eh jeder ein Konto. Aber, wenn Sie mal was verschicken wollen, dann wissen Sie ja jetzt, dass Sie das versichert verschicken können. Mit Einschreiben. Bis zu 100 Euro.

ich: …
ich: Äh ja. Danke. Auf Wiedersehen.

Hier schrieb ich schonmal ein überaus skurriles Erlebnis in der örtlichen Postfiliale. Vielleicht würde es ja schon reichen, wenn bei der Auswahl der Postmitarbeiter einfach nur annähernd solch penible Gründlichkeit an den Tag gelegt würde wie bei der Unterschriftenkontrolle beim Postident-Verfahren?

Katja

Sommerduftkonserve

Der süße Duft, den Erdbeeren abgeben, wenn sie von der Sonne aufgewärmt sind.

Frisch gemähtes Gras durch’s geöffnete Fenster.

Knoblauch, Thymian und fruchtiges Olivenöl, in dem Oliven marinieren.

Sommerfliederduft, der in der Nase kitzelt. (Oh, ein Schmetterling!)

Grillgeruch, der aus dem Nachbargarten rüberzieht.

Und dann fast schon erlösend: der Duft vom eigenen Grill.

Süß. Sehr reife Wassermelone. Eisgekühlt.

Am Abend ein Hauch von Lavendel, vom Wind getragen.

Zitronig im Glas und von der Mückenabwehrkerze.

Nochmal süß: der blubbernde Marmeladentopf auf dem Herd.

Sommerregen auf heissem Asphalt.

Frische Kräuter: Rosmarin, harzig. Thymian, Basilikum.

Sonnencreme auf sonnenwarmer Haut.

Nachts, die kühle Frische eines Gewitters – tief einatmen.

(Nicht explizit Sommer, einer meiner ganzjährigen Lieblingsdüfte: die leicht salzige, leicht fischige Brise, die vom Meer kommt. Im Sommer riecht sogar manchmal der Rhein so.)

*

Ich habe ein unheimlich gutes Geruchsgedächtnis und kann mir, wenn ich die Augen schließe und tief einatme, viele Gerüche so intensiv vorstellen als würde ich gerade daran schnuppern.

Hier zum Nachriechen für die kalte Jahreszeit aufbewahrt und damit ich nicht vergesse, sie noch ein paarmal tief ‚in echt‘ einzuatmen, so lange das geht. Was fehlt noch? Wie riecht Sommer für dich?

Katja

Es gibt da bestimmt auch so Kurse für!

Einen guten Cocktail mixt man nicht alleine dadurch, dass man die richtigen Zutaten zusammen in ein Glas kippt.
Es muss schon auch das richtige Mengenverhältnis und (zumindest meistens) gut vermischt sein.

Lieber Sommer, ähnlich verhält es sich ja mit tollem Sommerwetter.

Katja

Quitt

Ich bin an sich ja ein recht gastfreundlicher Mensch, aber bei Tieren, von denen ich nicht weiss, ob sie mir nachts ins Gesicht hüpfen, ist die Grenze derer erreicht, die ich gerne über Nacht in der Wohnung beherberge. Gestern Abend saß der Kleine hier, der eigentlich ein granz schön großer war, denn er ist sicher 7 oder 8 cm lang, an der Wohnzimmerdecke. Ich habe dann vorsichtig mit einen Wischdings am Stiel versucht, ihn in Richtung Terrassentür zu scheuchen, aber er ist direkt in eine meiner Pflanzen geflattert. Das erwies sich als ziemlich gute Lösung, denn so konnte ich einfach den Blumentopf schnappen und ihn mitsamt Grashüpfer nach draussen bringen. Dann fix rein, die Kamera holen und als ich rauskam saß er immer noch. Also schnell ein Foto und dann hätte ich vor Schreck fast die Kamera fallen lassen, wenn ich sie nicht ohnehin aus eben jener Befürchtung, dass sie mir irgendwann mal runterfällt, zur Sicherheit immer mit ihrer Schlaufe ums Handgelenk wickeln würde. Denn just nachdem ich geknipst hatte, ist der kleine Große direkt auf meine Kamera gehüpft, die ich direkt vorm Gesicht hatte.

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Ich vermute, mein Schrei hat ihn ebenso erschreckt, wie er mich Sekundenbruchteile vorher mit seinem Sprung.

Katja

I want to break free

Um meinen alten Mist, mitsamt der falschen (im Sinne von: für mich selbst schädlichen) Denk- und Fühlmuster irgendwie loszulassen, wäre es hilfreich, mich selber zu mögen – und dass ich an dieser Stelle beim Schreiben so holpere und nicht ‚mich selber zu lieben‘ schreiben kann, zeigt mir wieder, wie weit der Weg dahin eigentlich ist, denn dieses Konsequente, nicht nur eben so gerade, sondern innig und tief, das kann ich mir gar nicht vorstellen. Dass ich daran so scheitere, liegt, so glaube ich zumindest, unter anderem daran, dass ich mir so oft wünsche, anders zu sein als ich tatsächlich bin. Vor allem nicht immer so ängstlich und verzagt, sondern sehr viel mutiger und das vor allem, wenn es darum geht, in Interaktion und Kontakt mit anderen Menschen – ausserhalb des geschützten Raumes Internet – zu treten. Vermutlich wäre ich mutiger und nicht so ängstlich, wenn ich mehr Selbstvertrauen hätte, ganz im wörtlichen Sinne des auf mich selber vertrauens, auch und vielleicht vor allem darauf, dass ich ein irgendwie liebenswerter Mensch bin. Und da beginnt der Kreis von neuem, denn das könnte ich vermutlich viel besser, wenn ich meine alten falschen Muster loslassen könnte.

Das alles fühlt sich für mich oft an, wie ein Wollknäuel, bei dem ich einfach nicht weiss, wo die Enden stecken und von wo aus ich anfangen soll, das aufzuknibbeln.

Katja

That’s what the internet was made for!

Sound ist hier obligatorisch!

‚Wir sind Katzen!‘

 

Prustend unterm Schreibtisch,

Katja

+++Bitte vertraulich behandeln!+++

Irgendetwas stimmte nicht bei der Wunderbaren Welt des Wissens, die bekanntermaßen mit dem Wunderbaren Wiesel zusammenlebt. Erst bekamen die beiden Besuch von Osvaldo, einem weiteren Wiesel, das dem Wunderbaren Wiesel zum Verwechseln ähnlich sieht und er brachte Sternchenkekse mit. Und als ob das an sich nicht schon verdächtig genug wäre, vernahm die Wunderbare Welt des Wissens nachts ein Kichern in ihrer Wohnung und erst verschwanden die Kekse, dann die Wiesel. Jetzt ist die Wunderbare Welt des Wissens um Aufklärung der Angelegenheit bemüht. Trotz aller Widrigkeiten! Trotzdem sie seitdem massiven Gefahren ausgesetzt ist! Ich kann daher auch nicht länger schweigen und muss endlich ans Licht bringen, dass ausgerechnet mir auf anonymem Wege höchst brisantes Bildmaterial zugespielt wurde, das vielleicht Licht in die Angelegenheit bringen könnte.

Bitte behandelt die hier enthaltenen Informationen zunächst äusserst vertraulich!

Nanu? 3 statt 2? Da stimmt doch was nicht!

Nanu?! 3 statt 2? Da stimmt doch was nicht!

Moment! Wo in Hamburg soll das denn jetzt sein?

Oh je! Die Wiesel draussen unterswegs und immer noch zu dritt. Aber wo in Hamburg soll das nur sein?

Irgendwas stimmt da doch nicht! Ich hoffe, das Bildmaterial hilft bei der Aufklärung und Rekonstruktion, was mit den Wieseln los war!

Katja

 

(Quelle der Fotos: noch anonym)