Hamburg liegt ja von hier aus kurz vorm Meer #1

Mittlerweile ist es schon wieder 4 Wochen her, dass ich für ein paar Tage unterwegs war, aber irgendwie scheint das mit der fehlenden und vorbeirasenden Zeit immer schlimmer zu werden. Hier also ein paar knappe Eindrücke und ein paar viele Bilder – bevor ich noch tiefer in der Erinnerung kramen muss.

Los geht’s bei Mistwetter im Rhein-Main-Gebiet, dafür aber ausnahmsweise tatsächlich mal so pünktlich wie geplant. (Klick macht alle Fotos groß.)

IMG_20140524_085832Geplant war das natürlich alles, um exakt _die_ richtige Ankunftsuhrzeit zu treffen.

IMG_20140524_090741Irgendwo in der Nähe von Soltau schickt das Navi uns zur Stauumfahrung von der Autobahn und das ist nicht nur schön, weil die Umleitungsstrecke zum größten Teil Allee ist

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und zudem dort die Orte schon sehr norddeutsch aussehen mit ihren roten Klinkerbauten, es ist zudem an einer Stelle auch ziemlich witzig, weil man genau sehen kann, wer von den Umgeleiteten mit einem TomTom unterwegs ist und wie mutig die jeweiligen Fahrer*innen sind; da führt die Naviumleitung nämlich über eine nun wirklich schmale Straße, die eigentlich eher das Wort Feldweg verdient. Dreiviertel der Wagen in der Kolonne blinkt erst mal links, doch ausser uns biegt nur ein weiterer dann auch wirklich in den Feldweg ab.

Dann irgendwann mittags in Hamburg ankommen und Herrn Lehmann im Parkhaus der Europapassage abstellen. (Empfehlenswert, das hat eine gute Lage, ist so groß, dass man einfach einen (geräumigen) Platz findet und durchaus bezahlbar.) Und dann erst mal für ein paar Stunden durch die Stadt schlendern.

Samt Rathaus,

IMG_2953 IMG_2951Rathausinnenhof (unbedingt mitangucken! Ich wusste bis vor kurzem gar nicht, dass man da rein kann.) [Man sieht übrigens deutlich wie anders die Farben bei den Handyfotos aussehen]

IMG_2964 IMG_2993 IMG_3001 IMG_2969 IMG_2975 IMG_20140524_140742 IMG_20140524_140806und ich bin völlig fasziniert von dem strahlend blauen Himmel, den ich so in Hamburg noch nie erlebt hatte und grummele ein bisschen, weil die Sonnenbrille im Auto liegt. Aber wer kann denn bitte auch ahnen, dass man in Hamburg eine Sonnenbrille braucht?

Dann wieder zurück zum Platz vorm Rathaus (heisst der eigentlich Rathausplatz?) Rathausmarkt und zur Schleuse

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, wo dröhnende Musik und ein riesiger Menschenauflauf darauf hindeuten, dass es da um mehr als das schöne Wetter geht. Weil die alle wie die Bekloppten mit Chipsdosen rumwedeln, geht es wohl um Werbung? Hinterher stellt sich das als richtige Annahme heraus, denn die haben dort einen Werbespot zur WM gedreht.

Ein Stück weiter dann, an der Binnenalster (dieses Mal ist auch die Fontäne da :)) und auf dem Jungfernstieg, gleich mehrere Demos und Polizeibegleitungen, die beim Aufeinandertreffen mit ihren jeweiligen Teilnehmerzahlen prahlen. Das sind dann wirklich diese Momente, in denen ich denke, dass das Stadtleben doch ganz unterhaltsam sein könnte. Naja, zumindest das in Hamburg – die vermutlich einzige größere deutsche Stadt in der ich mir zu leben vorstellen könnte.

IMG_3075 IMG_3076 IMG_3077 IMG_3081 IMG_3084 IMG_3088Und weil die Sonne immer noch unheimlich knallt, futtern wir Eis in den Collonaden! Sehr tolles Eis (was ich nicht so oft sage), leider weiss ich den Namen des Eiscafés nicht, aber es ist, wenn man vom neuen Jungfernstieg kommt, auf der linken Seite und diese beiden Gebäude auf dem unteren Foto (also vom Text aus natürlich genau hier drüber), sind genau gegenüber und man hat sie im Blick, wenn man draussen sitzt.

IMG_20140524_151322Dann weiter durch die Straßen, irgendwann über den Gänsemarkt, der zu der Zeit gerade komplett aufgebaggert war, zurück Richtung Rathaus und ein bisschen in die andere Richtung, Mönckebergstraße, Alsterstor…

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Dabei feststellen, es gibt – tatsächlich noch flache Mülleimersprüche, die ich beim letzten Hamburgbesuch nicht erwischt hatte…IMG_3114 IMG_3115 IMG_3117 IMG_3120 IMG_3123 IMG_3130 IMG_3132

…ehrliche Künstler…

 

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…Typen mit Luftballonkrakenhüten…IMG_3138 IMG_3141

 

…die vermutlich obligatorischen Junggesellinnenabschiedsgesellschaften…IMG_3143 IMG_3146 IMG_3148…und leider nicht im Bild, weil ich viel zu fasziniert zum Knipsen bin: die drei Jungs, die auf der Brücke am Jungfernstieg eine Mischung aus Breakdance und Capoira aufführen. Unfassbar gut! Denen könnte ich stundenlang zusehen.

Dann zurück zum Auto und ab nach Poppenbüttel, wo die Freunde von Karlsruhe aus hingezogen sind – was einerseits toll ist, weil wir sie jetzt in Hamburg besuchen können ( 😀 ), andererseits aber furchtbar schade, weil sie jetzt so weit weg sind. (Und ich damit meine willigen Opfer für Küchenexperimente verloren habe.)

Katja

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15 Kommentare zu “Hamburg liegt ja von hier aus kurz vorm Meer #1

  1. @Robert: Dankeschön! Es gibt ja auch wirklich viel Unterschiedliches zu sehen in deiner tollen Stadt! 🙂 Liebe Grüße!

    @Jane Blond: Das ist noch beneidenswerter, wenn das Meer dichter ist als Hamburg. 🙂

    • Hm, darf ich schreiben, dass ich gerade in diesem Moment aus dem Fenster sehe und Segelboote zähle, oder ist das böse? 😉

      • Lach … es sind nur sieben. Zumindest was ich so sehen kann. Normal ist das Gewusel zum Zählen zu wild aufm Wasser. Ich habe die auch nur zählen wollen, weil ich die Anzahl der Dussel wissen wollte, die bei aufziehenden Gewitter draußen sind. Also nichts Strandwetter heute :-/
        Aber mal abwarten wer recht hat, die Vögel, die verstummten, oder die sieben, die dem Wettergott trotzen wollen. Ich pack den Bikini vorsichtishalber noch nicht wieder weg …

      • Wie isses denn ausgegangen? Haben die Dussel dich doch noch im Bikini zu Gesicht bekommen oder kam wirklich was runter?
        Wir haben hier seit über 3 Wochen keinen Tropfen Regen abbekommen. Am WE soll’s dafür welchen geben – den Garten würde es freuen und mich auch, damit ich mal nicht gießen muss.

      • Naja. Unentschieden würde ich sagen, mit leichtem Vorteil für die Dussel. Das Donnerwetter blieb aus, aber die Sonne kam nicht zurück :-/
        Das mit dem Gewitter ist direkt am Wasser immer so eine Sache. Es scheppert bisweilen über Stunden (heute lange bei strahlend blauen Himmel) und manchmal löst es sich dann, trotz dicker schwarzer Wolken, mirnichtsdirnichts in Wohlgefallen aus. Faszinierend irgendwie.

      • Aber schlechtes Wetter am Meer lässt sich – finde ich zumindest – auch viel besser aushalten als irgendwo mitten im Land. Hier ist es einfach nur grau, regnet und ist doof. Am Meer gibt’s Wellen und Möwen, die sich gegen den Sturm lehnen und ordentlich Wind im Gesicht… Hachz. Jetzt hab ich schon wieder Meerweh…

  2. Stimmt auch wieder. So schlecht kann das Wetter gar nicht sein, dass man dem Meer nicht irgendwas Schönes abgewinnen könnte … aber nun Schluss damit, nachher kriege ich noch ein schlechtes Gewissen ob deiner Sehnsucht 🙂

  3. Ich lese viel zu spät nach, wüsste aber gern, falls du das in wenige Worte packen kannst, warum Hamburg die einzige größere Stadt in D ist, in der du dir zu wohnen vorstellen könntest! 🙂 🙂 ?

    • In aller Kürze: Viel Wasser in der Stadt, viel Grün, viele Klinkerbauten. Letzteres wirkt auf mich viel heimeliger und weniger städtisch. Wenn die Umgebung sich gut für mich anfühlt, bereiten mir die vielen Menschen, die Städte so mitbringen, viel weniger Probleme.
      Dazu kommt, dass es von Hamburg aus nur noch ein Katzensprung bis zur Küste ist.

      Hm, ich kann’s nicht so leicht in Worte fassen, weil es viel mit Gefühl zu tun hat. Wenn ich in einer Stadt oder fremden Umgebung bin, dann schlendere ich gerne einfach ein bisschen ziellos durch die Straßen und beobachte, wie sich das anfühlt, halte nach Mustern Ausschau, die die Stadt für mich ausmachen und von anderen unterscheiden. Hamburg fühlt sich einfach gut an und richtig. Und nicht zuletzt lässt mich die hanseatische Sprachfärbung jedesmal ‚hachzen‘ – das sind alles viele Kleinigkeiten, die mir das Gefühl vermitteln, ich könnte mich dort wohlfühlen und das hatte ich in Deutschland ansonsten in noch keiner größeren Stadt. (Wobei ich natürlich nur von denen ausgehen kann, die ich kenne und das sind längst nicht so viele.)

      Haha! Das war jetzt in aller Kürze! 😀

      • Danke! … und kurz konntest du ja noch nie, entschuldige, dass ich gefragt hatte 😉 :P!

        Und ich fühle genauso mit den Klinkern! ❤

      • Bei dir ist das mit den Klinkern aber tatsächlich Heimat, oder? Also du bist in einer Klinkergegend aufgewachsen?

      • Das weiß ich ehrlich gesagt nicht so genau, also, ob das in OL tatsächlich sehr üblich ist – mein Elternhaus hat jedenfalls rote Klinker ;)!

Und jetzt du! Deine Gedanken, Worte, Punkte, Smilies, Bilder, Gesänge... Danke dafür!

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