Gedankengeschwurbel über Freundschaften und ein Umdenkversuch

Immer wieder piekst das Thema, mal deutlicher mal weniger schlimm, aber immer irgendwie präsent. Mir fehlt hier eine Freundin in direkter unmittelbarer Umgebung, jemanden mit dem ich mich gelegentlich an einen Tisch setzen, einen Kaffee schlürfen, quatschen kann.

Vor ein paar Tagen gab es so einen tiefen Stich. Ich habe eine Mail bekommen und bin beim Lesen der Absenderin fast vom Stuhl gefallen. Meine Freundin aus Kindertagen, jene für die ich, seit sie seit ein paar Jahren auf keinen meiner Kontaktversuche mehr reagiert hatte, jedes Jahr zu ihrem Geburtstag hier Geburtstagsgrüße im Blog hinterlasse (zB hier), weil es für mich einfach undenkbar ist, ihr an ihrem Geburtstag nicht zu gratulieren. Es war der erste nach meinem eigenen, den ich auswendig wusste.

Und ich mache die Mail auf und sie ging nicht nur an mich, sondern ohne BCC (was mich üblicherweise völlig irre machen würde) scheinbar an ihr gesamtes Adressbuch, mich und weitere 85 Empfänger und zwischen einem Christoph und einem Eugen taucht da auch mein Name und meine (alte) Mailadresse auf und darin findet sich nichts ausser einem sinngemäßen ‚öffnet keine Anhänge in Mails von mir, irgendwas ist hier bei meinem Mailkonto komisch‘.

Nach dem Lesen sitze ich da, weiss nicht, ob ich lachen oder weinen soll, kann zweiteres aber nicht zurückhalten. Ein Lebenszeichen, es gibt sie noch, sie hat noch ihre alte Mailadresse – also vermutlich auch meine Mails bekommen, nur nicht beantwortet und ich kann mir nicht mehr länger vormachen, dass sie vielleicht einfach nicht angekommen sind.

Seitdem bin ich ratlos, weiss nicht, ob ich die Mail einfach ignorieren kann (soll) oder vielleicht darauf antworten und doch nochmal einen letzten Versuch unternehmen, sie zu erreichen. Warum macht sie sowas? Warum hebt sie meine Mailadresse auf und lässt die nicht wenigstens bei den Empfängern solcher Massenmails raus, wenn sie sonst auf keinem Kanal auf meine Kontaktversuche reagiert? Das reisst soviele Wunden (und soviel Sehnsucht) auf einmal auf. (Bitte macht das besser! Solltet ihr mal jemanden aus eurem Leben streichen, dann streicht sie/ihn auch als Empfänger aus solchen Massenmails!)

*

Fast 2,5 Jahre ist es her, dass ich via Onlineanzeige nach einer Freundin hier in der Gegend gesucht hatte. Ungefähr ein Jahr ist es her, dass jene Freundin, die ich über diese Anzeige gefunden hatte, mir ein Ultimatum gestellt und damit die noch frische Freundschaft wieder beendet hat. Und auch das nagt immer noch, auch wenn ich mittlerweile denke, dass es so vermutlich besser war. Seit ich vor ein paar Wochen mit Ralph bei Twitter auf das Thema kam, überlege ich, ob ich das einfach nochmal versuchen soll, mit einer solchen Anzeige, aber ich traue mich nicht.

Heute habe ich eine Mail von dem Kleinanzeigenportal bekommen, wo ich damals die Anzeige veröffentlicht hatte. Die ist tatsächlich immer noch online, nur sehr nach hinten durchgerutscht und heute hat tatsächlich noch jemand darauf geantwortet. Diese Frau hat 54 Seiten mit je 20 Anzeigen durchgeklickt bis sie bei meiner angekommen war und hat nach fast 2,5 Jahren noch darauf geantwortet. (Deprimierend übrigens: viele der Anzeigen, die jetzt aktuell unter Bekanntschaften in der Gegend drin stehen, gab es fast wortgleich vor 2,5 Jahren schon so und diese Leute suchen scheinbar auch immer noch nach Freunden.) Seitdem ich die (leider sehr kurze und quasi nichtssagende) Nachricht gelesen habe, dreht sich wieder alles in mir. Da ist so viel Hoffnung und Angst gleichzeitig und ich begreife zum ersten Mal wirklich, weswegen Menschen, die schlechte Erfahrungen gemacht haben, manchmal solche Schwierigkeiten haben, wieder zu vertrauen und sich auf andere Menschen einzulassen. Natürlich betrifft das meist Beziehungen, aber für mich fühlt es sich genauso schwierig und frustrierend an, eine Freundin zu finden.

Und ich merke, wie fest und tief immer noch dieses selbst Niedermachen sitzt. Meine Angst ist immer nur einseitig, immer nur in die Richtung, dass ich nicht genügen könnte, zu feige, zu wenig unternehmungslustig, zu verschlossen, zu ruhig, zu klein, zu schüchtern, zu aufgeregt, zu depressiv, zu gestört, zu alles sein könnte und deswegen falsch bin und nicht in das Raster Freundin passe.

Ich kann nicht denken „ok, ich antworte mal auf die Nachricht und wenn sich rausstellt, dass die Frau doof ist, dann muss ich sie ja nicht treffen“ – in meinem Kopf gibt es nur „oh je und was ist, wenn sie mich doof findet und es dann wieder nichts wird?“.  Und wenn ich wenigstens weiterdenken würde (ohne mich hier jetzt bewusst dazu zu zwingen das aufzuschreiben, sondern als natürliche Folge des letzten Gedankens) „oh ok, wenn sie mich doof findet, dann wäre sie ja eh nicht die richtige Freundin für mich gewesen“, aber dafür fehlt mir das Bewusstsein, dass ich ja gar nicht doof bin. Wenn sie mich doof findet, hat sie recht und es liegt an mir.

Umdenkversuch:

(Vielleicht kommt es ja tatsächlich irgendwann bei mir an, wenn ich endlich anfange, mich dahingehend zu korrigieren – auch wenn ich das selber (noch) gar nicht glauben kann.)

Ich bin kein schlechter Mensch und keine schlechte Freundin. (Ich weiss nicht, ob etwas dran ist, aber ich habe mal gelesen, das Hirn blendet Verneinungen aus, deswegen besser andersrum.)
Ich bin ein guter Mensch und eine gute Freundin. Ich bin freundlich, großzügig, fürsorglich, warmherzig, empathisch und manchmal sogar lustig. Ich kann gut zuhören und Verschiedenartigkeit annehmen ohne sie zu (be-)werten. Ich bin offen und ehrlich und ich lüge nicht aus Bequemlichkeit. Was ich sagen will, sage ich eher in den Zeilen als dazwischen.

Ufff. Ich weiss nicht, ob ich mich gleich traue, das so zu veröffentlichen. Ich glaube, ich habe noch nie so sehr versucht, mich von einer positiven Seite zu betrachten. Üblicherweise verleihe ich mir eher die Attribute naiv statt freundlich und gluckenhaft statt fürsorglich und ich komme mir gerade vor als würde ich eine Mogelpackung kreieren und mir selber falsche Werbeversprechen aufdrucken.

Aber vielleicht ist es gerade der Punkt, dass ich das nicht nur mir selber so andrehen muss, sondern zusätzlich auch noch die furchtbare Scham überwinden, so positiv öffentlich über mich zu reden bzw. zu schreiben. (Nochmal uffff.)

(Und entschuldigung für die vielen Klammern, die nicht gerade die Lesbarkeit unterstützen, aber ich habe das gerade nicht ohne hinbekommen.)

Katja

Katja knipst Sonnenuntergänge, 143. #18

Zum Beispiel jenen heute am Rhein, den wir gerade noch so erwischt haben. Auf dem Rückweg aus dem Odenwald fing der Himmel irgendwann an in leuchtenden Farben zu brennen und wir waren gerade noch rechtzeitig zurück in der kleinen Stadt, um das Farbspektakel mit Blick auf den Rhein zu bestaunen. (Klick macht groß.)

Katja

Ei Ei Ei-erlikörkuchen

Man möge bitte den Beitragstitel laut nach der bekannten Melodie des Werbejingles eines bekannten Eierlikörherstellers mitsingen!

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Einer der ersten Kuchen, die ich damals™ häufiger gebacken habe war dieser Eierlikörkuchen, weil er total einfach und schnell zusammengerührt ist. Das Rezept begleitet mich in der gleichen Form schon seit meiner Jugend und ist eines jener Rezepte, die sich in meiner Loseblattrezeptsammlung in einer Schublade des Geschirrschranks finden. Die meisten Rezepte habe ich längst digital und schnell gefunden, diesen Kuchen hatte ich so lange nicht gebacken, dass ich erst mal eine ganze Weile nach dem Zettel kramen musste.

Damit es in Zukunft leichter auffindbar ist, bekommt es jetzt auch seinen Platz hier. Lecker ist der nämlich immer noch! Und schnell und einfach ebenso.

Für eine Gugelhupfform oder so eine Springform mit Mitteldingens, wie ich sie verwendet habe, braucht man:

5 Eier
250 g Puderzucker
2 Tütchen Vanillezucker
200 ml Öl (ein neutrales Pflanzenöl, ich nehme immer Raps, wenn Olivenöl nicht passend ist)
250 ml Eierlikör
125 g Mehl
125 g Speisestärke
1 Tütchen Backpulver

Margarine und Paniermehl für die Form

 

Und so geht’s:

Die Form einfetten und mit Paniermehl ausstreuen (damit löst der Kuchen sich nach dem Backen leichter aus der Form und bekommt eine leicht knusprige Kruste, was zu dem ansonsten sehr feinen Kuchen gut passt). Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.*

Den Puderzucker in eine Rührschüssel sieben und mit Vanillezucker und den Eiern zusammen mit dem Rührgerät auf starker Stufe schaumig rühren. Während des Weiterrührens Öl und Eierlikör langsam einfließen lassen. Mehl, Speisestärke und Backpulver vermischen und ebenfalls in die Schüssel sieben, unterrühren. Und schwuppdiwupp ist der Teig schon fertig.

In die Form füllen und je nach Ofen 50 bis 70 min backen bis die Oberfläche leicht gebräunt ist und bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr klebt. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben und freuen, wie saftig so ein ‚trockener‘ Kuchen sein kann. 🙂

(*In meinem tollen neuen Backofen backe ich solche Kuchen jetzt bei 160°C und Heissluft, die Einstellungen oben sind die aus meinem alten Rezept und bei einem anderen Ofen würde ich das auch so machen.)

Serviervorschlag:

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Katja

 

Fröhlichen Welttag des Buches – Hier gibt’s heute Lesefreude zu gewinnen!

Einen schönen Welttag des Buches° allen Leser*innen und heute vor allem allen Buchvernarrten!

 

Blogger_Lesefreude_2014_Logo_transIn diesem Jahr nehme ich dann auch endlich zum ersten Mal an der Aktion ‚Blogger schenken Lesefreude‚ teil. Das machen ausser mir noch fast 1000 weitere Blogs und auf allen teilnehmenden Blogs, die die Initiatorinnen der Aktion in dieser schicken Liste sammeln, gibt es heute ein Buch oder auch mehrere Bücher zu gewinnen. Hier also auch! 🙂

Was gibt es hier zu gewinnen?

Seit zwei Jahren küre ich zu Beginn eines neuen Jahres meine Top-5-Bücher des vergangenen Jahres und heute gibt es meine persönliche größte Leseliebe aus dem Jahr 2013:

Bridie und Finn von Harry Cauley

Manche Bücher erwischen mich so sehr, dass ich sie am liebsten erst wieder aus der Hand legen möchte, wenn ich auf der letzten Seite angelangt bin und doch merke ich, wie ich zum Ende hin immer verhaltener werde im Lesen, weil beim Ankommen am Ende ja auch unweigerlich die Geschichte aus ist und wenn ich so ein Buch dann zuklappe, dann hallen die Charaktere und ihre Welt noch eine ganze Weile in mir nach und das Ende der Geschichte verursacht eine Leere, die auch keine neue Geschichte direkt im Anschluss wieder schließen kann.

Bridie und Finn ist für mich eine solche Geschichte.

In den 1940er Jahren in einer Kleinstadt in New Jersey ist die freche und aufmüpfige Bridie, die neue in Finns Klasse, der das schräge Mädchen anfangs überhaupt nicht ausstehen kann. Trotzdem schafft Bridie es mit treuer Anhänglichkeit, Finn zum Freund zu gewinnen und die beiden werden unzertrennliche beste Freunde, die gemeinsam aufwachsen und schwere Zeiten überstehen.

Cauley schafft es, nicht nur den beiden Protagonisten sondern auch den anderen Bewohnern der Livery Street, Leben einzuhauchen. Die Charaktere sind liebevoll und ungeheuer warmherzig entworfen. Es geht um Freundschaft und Liebe und Hass und das liegt manchmal – wie im echten Leben so auch in diesem Buch – sehr dicht beieinander. Genauso dicht lagen bei mir beim Lesen Lachen und Weinen zusammen.

Wenn mir ein Buch im letzten Jahr große Lesefreude bereitet hat, dann dieses und die möchte ich jetzt gerne weitergeben! 🙂

Was ihr tun müsst, um an der Verlosung teilzunehmen:

Hinterlasst bis zum 30. April 23.59 Uhr einen Kommentar unter diesem Beitrag und verratet mir darin euer persönliches Lesehighlight des letzten Jahres (oder ersatzweise auch der letzten Zeit oder einfach euer Lieblingsbuch) und in aller Kürze, was das Buch für euch ausmacht.
Verwendet zum Kommentieren bitte eine gültige eMail-Adresse, damit ich euch, falls ihr gewonnen habt, auch erreichen kann.

Das Kleingedruckte:

In den Lostopf wandern alle, die einen solchen Kommentar innerhalb der Frist hinterlassen. Weil die Portokosten bei einem Buch ja durchaus überschaubar bleiben, dürfen gerne auch Bücherwürmer aus anderen Ländern teilnehmen. Ausgelost wird am 1. Mai via random.org. Die/Den Gewinner*in benachrichtige ich per eMail, damit sie/er mir eine Adresse mitteilen kann, an die ich das Buch schicken soll. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen und mit euren eMail-Adressen passiert nichts, ausser dass ich sie für die Gewinnbenachrichtigung benötige.

Einen fröhlichen Welttag des Buches, viel Lesefreude und viel Glück bei den zahlreichen Verlosungen, die es heute ja gibt!

Katja

 

°nach dem Welttag der Puscheligkeit am 7. Februar und dem Welt-Bärchenpärchen-Tag am 8. September wohl einer der höchsten Feiertage des Jahres

en apuntes #26

  1. Anfang Januar habe ich diese Kurznotizen hier angefangen und dann irgendwie nie weitergeschrieben. Weil der alte erste, jetzt also zweite Punkt mir zu der Zeit so zugesetzt hat und der alte zweite, also jetzt dritte immer noch und immer wieder stimmt, lasse ich die beiden mal trotz ihres Alters stehen. Mittlerweile habe ich natürlich längst Herd und Backofen gefunden, über 4 Wochen auf die Lieferbarkeit gewartet, weitere 2 Wochen auf Einbauhilfe und koche schon seit 7 Wochen damit (und bin sehr verliebt, speziell in den neuen Ofen) – Time flies! Und das in einem unfassbaren Ausmaß.
  2. Einen neuen Herd und Backofen zu kaufen ist komplizierter und unübersichtlicher als einen neuen Telefontarif zu finden, wovon ich immer dachte, dass es die Königsklasse der Unübersichtlichkeiten ist. Wie einfach das doch damals beim Küchenkauf war, als ich noch nicht so exzessiv gekocht habe und einfach einen genommen habe, den es eben mit der Küche kombinierbar gab und der nicht so teuer war.
  3. Das ewig gleiche Problem, eine Woche wenig Zeit und der Feedreader läuft über und das fühlt sich dann ewig nach viel unerledigtem Kram an. Mit Blogs ist das noch uferloser als mit Büchern, es gibt zu viele lesenswerte für viel zu wenig Lesezeit. Ausserdem habe ich die doofe Angewohnheit, oft gerade die Blogs, die ich am liebsten lese, für eine wirklich ruhige Minute ‚aufzusparen‘, was dafür sorgt, dass ich da noch weiter und länger hinterherhinke. *soifz*
  4. Ich stehe unheimlich auf die Baracksdubs, die machen mir immer gute Laune.
    Das neueste ist ein Duett mit Hillary Clinton:

    Mein bisheriger Favorit ist allerdings ‚Can’t touch this‘

    Alle Baracksdubs gibt es im Youtube-Channel.
  5. Ich koche unheimlich gerne und ich koche gerne für Leute. Für meine Familie zu kochen ist trotzdem immer ein bisschen deprimierend. Das sind selber ziemliche Tütenkocher und ohne Geschmacksverstärker in Form von Knorr Aromat kommt fast nichts auf den Tisch. Was ich koche schmeckt dann schon recht anders, weil ich gar keine Pülverchen verwende. Sie essen’s, aber kommentieren nicht viel und mich verunsichert das total und ich denke hinterher immer, es hat niemandem überhaupt geschmeckt. Mir dann selber zu sagen, dass das – wenn es so ist – nicht an meinen mangelnden Fähigkeiten sondern vielleicht an deren seltsamen Geschmack liegt, ist keine leichte Übung für mich…
    Ostersonntag wieder geschehen. Ich hatte den ganzen Samstag hier Essen vorbereitet und alles in Töpfen und der großen Kühlbox ins Auto verladen und mit zu meiner Mutter geschleppt. (Dass wir die nicht kochen lassen – wenigstens darüber sind meine Schwester und ich seit Jahren einig.) Auf dem Nachhauseweg war ich dann ziemlich deprimiert, weil es war wie’s immer war.  Jedes Mal nehme ich mir vor, beim nächsten Mal Pizza beim Lieferdienst zu bestellen und dann bringe ich’s doch nicht fertig und wühle mich wieder tagelang durch Rezepte, um was zu finden, was all ihre Befindlichkeiten und Schneubigkeiten erfasst und stehe viele Stunden in der Küche – nur um hinterher an meinen Kochfähigkeiten zu zweifeln. *soifz*
  6. In den letzten 2, 3 Wochen habe ich viel Zeit im Garten und mit den Händen in Erde verbracht (was unter anderem auch Auswirkungen auf meine Zeit zum Bloggen hat) und das hat gut getan. Jetzt habe ich zum ersten Mal Pflanzen bei einem Onlinehändler bestellt. Die wurden am Samstag geliefert, wohnen seit gestern alle im Garten und ich bin so irre gespannt, ob sie sich auf den eher bescheidenen Böden hier wohlfühlen werden. Das ist jetzt doch der erste Versuch, das nicht mehr alles nur intuitiv anzupacken. (Demnächst vielleicht ein paar Fotos.)
  7. Dazu passend haben wir letztens zum ersten Mal hier, direkt vor der kleinen Stadt, an der Kompostierungsanlage, Komposterde und Mulch geholt. Falls ihr so eine Anlage in eurer Nähe und einen Garten habt: es gibt, zumindest hier, die Erde lose (man muss also Behälter mitbringen) zu echten Spottpreisen! (Aber das wissen vermutlich eh wieder mal alle ausser mir. :D) Die Zeiten, wo ich teure Blumenerde im Gartencenter gekauft habe, sind damit wohl vorbei.
  8. Das Passwortgedönse im Web macht mich irre! Ich. Kann. Mir. Keine. Passworte. Merken. Ich schaffe es, 5 Min nachdem ich ein Passwort, das ich gerade geändert habe, weil ich das alte vergessen hatte, schon wieder zu vergessen. Seit einer ganzen Weile hatte ich schon Lastpass als Addon im Firefox, bin aber nie besonders gut damit zurechtgekommen. Jetzt habe ich es nochmal probiert und mir auch die App installiert. Ich bin gespannt, ob das gut geht.
    Ich nehme übrigens auch gerne anderslautende Tipps für ein sinnvolles Passwortmanagement entgegen!
  9. Nach Wochen immer noch Spaß an Quizduell, obwohl ich eigentlich gar keine Zockerin (mehr) bin.
  10. Endlich! Es gibt Spargel. Das ist, neben dem Rhein, einer der Gründe weswegen ich wirklich gerne in der kleinen Stadt wohne. Wir sind hier nämlich umgeben von Spargel- und Erdbeerfeldern. 🙂
  11. Morgen ist Welttag des Buches und ich nehme zum ersten Mal am ‚Blogger schenken Lesefreude‘ teil und verlose hier ein Buch. (Und weil das Buch ziemlich toll ist, müsst ihr unbedingt alle mitmachen. 😀 )
  12. Das, was mir eben noch eingefallen war und ich hier notieren wollte, habe ich genauso schnell wie ein übliches Passwort vergessen und komme auch partout nicht mehr drauf, was es war.
  13. Und bei euch so?

Katja

Frisch verliebt…

…in ein Kochbuch! Die Lieblingscorina ist schuld und ich vermute, sie erträgt das breit grinsend. :mrgreen: Mehr über’s Buch demnächst, aber das erste Rezept daraus habe ich heute direkt ausprobiert und das war so gut, dass ich’s hier festhalten muss.

Es gab Bifteki mit Schafskäsefüllung und Zitronen-Thymian-Kartoffeln aus Käts Start-up Küche von Katerina Dimitriadis (mit leichten Abwandlungen von mir).

Dafür braucht man:

3 Scheiben Toastbrot
400 g gemischtes Hackfleisch
1 Zwiebel
1 Ei
1/2 Bund Minze (ich bekam keine und nahm ca. 1,5 EL getrocknete)
1/2 Bund glatte Petersilie
Salz, Pfeffer

100 g Schafskäse
3 Cocktailtomaten
1/2 frische Chilischote oder ein bisschen getrocknete gemahlene
1 EL fein gehackte, glatte Petersilie

für die Kartoffeln:

ca 1 Dutzend Drillinge aus neuer Ernte (das sind die ganz kleinen Kartöffelchen)
3 EL Olivenöl
2 EL Zitronensaft
3-4 Zweige frischer Thymian
1 EL getrockneter Oregano
Salz

Und so geht’s:

Das Toastbrot für ca. 15 Min in viel kaltem Wasser einweichen. Die Kräuter waschen und zum Trocknen auf Küchenpapier legen, ebenso die Kartoffeln.

Den Schafskäse in einer kleinen Schüssel mit einer Gabel fein zerdrücken, die Cocktailtomaten waschen und in winzige Stücke schneiden, die Petersilie hacken, ebenso die Chilischote, falls man frische nimmt und dann Tomaten, 1 EL Petersilie und Chili mit dem Schafskäse vermischen.

Die Zwiebel schälen und auf einer Reibe grob raspeln. Ins Originalrezept kommen 2 Zwiebeln, ich nahm aber nur eine, weil die recht groß war. Beim nächsten Mal werde ich die aber nicht mehr reiben, sondern schneiden – da bin ich viel schneller und es gelingt besser. Zwiebeln in eine Schüssel geben, zusammen mit dem Hackfleisch, dem Ei, dem gründlich ausgedrückten Toastbrot, fein gehackter (oder getrockneter) Minze und fein gehackter Petersilie. Mit etwa 1,5 TL Salz und 3/4 TL schwarzem Pfeffer würzen. Die Masse mit den Händen gründlich durchkneten bis ein homogener Matschepamp entsteht. Dann in vier etwa gleich große Portionen teilen, daraus Kugeln formen und die direkt wieder groß und flach drücken. Je 1/4 der Schafskäsemasse daraufgeben und das Hackfleisch aussenrum zusammenklappen, sodass der Schafskäse als Füllung drin ist. Dabei das Hackfleisch gründlich verschließen. Ich hab das nicht richtig ordentlich gemacht und die Bifteki klappten im Ofen wieder ein Stückchen auf und ein Teil des Schafskäses lief dadurch aus. (Entschuldigung, die Fotos sind heute wieder mal in extralausiger Qualität!)

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Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Bifteki in eine eingeölte Auflaufform setzen.

Die Kartoffeln längs halbieren und mit der Schnittkante nach oben in die Zwischenräume legen. Kät nimmt übrigens im Originalrezept normalgroße geschälte Kartoffeln und schneidet sie in ca. 1 cm dicke halbe Scheiben, aber gerade die Drillinge mag ich gerne mitsamt Schale essen. Und es reduziert die Arbeit ja auch nochmal ein ganzes Stück weit.

Zitronensaft mit Öl in einem Schälchen grob vermischen und mit einem Backpinsel die Kartoffeln einpinseln, sodass sie überall Öl abbekommen haben. Kartoffeln salzen (am besten frisch gemahlen), die Thymianblättchen von den Zweigen zupfen und über dem Inhalt der Form verteilen, ebenso den Oregano. Ein bisschen Wasser in die Auflaufform füllen, sodass es ca. 2 mm hoch am Boden der Form steht und für 50 min im Ofen backen.

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Essen aus dem Ofen holen, futtern, freuen und nach dem nächsten Rezept im Buch schielen, was man ausprobieren könnte.

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Liebe Kät – und natürlich Corina ♥ – vielen Dank, den habe ich! 🙂

Katja

Zwischen Kirchen und Kaffee, Katja entdeckt Italien #11

Kunst gucken

Vom Orsanmichele sind es nur ein paar Schritte bis zur berühmten Piazza della Signoria, lt. Wikipedia einem der berühmtesten Plätze Italiens und das will ich gerne glauben, so umfangreich wie sich hier die Kunst quasi stapelt.

Irrümlicherweise habe ich anfangs gar nicht bemerkt, dass es beim Namen gar nicht um eine Frau geht, sondern dass die Signoria (nicht Signora!) die frühere Regierung der Republik Florenz war (der Name kommt wohl daher, dass da ein Signore vorstand).

Wenn man die Piazza erreicht, sticht als erstes der Palazzo Vecchio mit seinem hohen Turm ins Auge. Spätestens wer ‚Hannibal‘, den zweiten Film um Hannibal Lecter mit Anthony Hopkins gesehen hat, erinnert sich vielleicht an den Palazzo Vecchio – auf dem kleinen Balkon dort, an dem die Flaggen hängen, tötet Hannibal Inspector Pazzi im Film.

(Klick macht alle Fotos groß.)

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