Aufruhr

Gut am letzten Wochenende war, dass ich jetzt (nach einem halben Jahr ohne) wieder einen funktionierenden Backofen habe und noch dazu einen coolen neuen Herd bzw. Kochfeld und beides ist eingebaut und funktioniert.

Alles, was das Wochenende sonst noch so ausgemacht hat, kocht in meinem Inneren rum und ich merke, dass ich das nicht mal richtig formuliert bekomme, weil es so unbeschreiblich und unerklärlich ist, dass es schwer ist, eine Vorstellung davon an jemanden zu vermitteln, der nicht dabei war. Die Szenen des Wochenendes marschieren immer wieder vor meinem inneren Auge vorbei, laufen in Endlosschleife ab und es werden immer mehr. Der emotionale Preis für die Hilfe beim Einbau war zu hoch und ich hoffe wahrlich, dass mir das beim nächsten Mal vorher so klar ist wie jetzt hinterher.

Ich merke, wie mich das jetzt immer noch nicht los lässt, in mir tobt, obwohl es jetzt schon länger vorbei ist als es überhaupt angehalten hat. Und das wirklich schlimme daran ist, dass ich nicht mal so genau zu fassen bekomme, was es mit mir macht. Welchen Nerv das bei mir getroffen hat. Gerade weiss ich nicht mal, ob ich da noch länger drüber nachdenken und mich damit auseinandersetzen möchte, um das herauszufinden, oder ob ich nicht einfach versuchen sollte, es wegzuschließen.

Ich habe jetzt einen neuen Backofen und noch dazu einen coolen Herd und beides ist eingebaut und funktioniert. Ich hoffe, dass ich mich bald auch richtig darüber freuen kann.

Katja

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8 Kommentare zu “Aufruhr

  1. Ohne nun genau zu wissen, was in dir diesen Aufruhr verursacht hat – ich denke, Dinge, die einen solch hohen wie-auch-immer-gearteten emotionalen Preis verlangen, sollten durchaus gründlich durchdacht und nicht einfach beiseite geschoben werden, und wenn es allein dafür ist, daß du beim nächsten Mal eben wirklich schon vorher weißt, was es dich kosten wird.

    Aber bis dahin… dauert es hoffentlich noch ganz lange… bis dahin hat sich der Aufruhr in dir hoffentlich wieder gelegt… und ich wünsche dir natürlich ganz viel Spaß mit deinem neuen Küchenwunder… Moment… das bist ja DU… also ich wünsche deinem Herd bzw. Backofen bzw. Kochfeld ganz viel Spaß bei dir, sie sind in gute Hände gekommen, sag ihnen das.

    Liebe Grüße… hab(t) noch einen schönen Abend, liebe Katja…

  2. Oh.

    Ich bin sicher, dass Du es bei einem nächsten Mal vorher bedenken würdest. Zum Glück lernen wir ja aus unseren Irrtümern.

    Denken oder verdrängen – vielleicht gibt es ja auch den Weg, es erst einmal zu vertagen und etwas Ruhe zu finden und zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal nachzufühlen, was genau der wunde Punkt ist. Damit gewinnst Du vielleicht die nötige Klarheit, um besser auf Deine Bedürfnisse achten zu können.

    Ich wünsche Dir, dass Du bald Freude an Deinem Herd hast. Erobere Dir die Freude am Kochen und Backen zurück!

    Und Magrat hat es schön gesagt: Das Küchenwunder bist Du! Das klann Dir niemand nehmen, egal, welche Spuren er (temporär) vielleicht hinterlassen hat.

    Fühl Dich fest umarmt, liebe Katja!

  3. @Anette: Ja, das ist er in der Tat. 🙂

    @Mandy: Ich glaube, das ist auch der Grund, weswegen ich doch wenigstens versucht habe, das gedanklich aufzudröseln und aufzuschreiben – damit ich es beim nächsten Mal vorher präsenter habe und nicht wieder komplett verdränge…
    Küchenwunder. 😀 Wenn man das danach beurteilen kann, dass ich’s besonders gerne mache (und jetzt mal nicht nur an den Fähigkeiten) dann bestimmt.
    Und ich glaube, die ‚Neuen‘ wissen auch, dass es ihnen hier ganz gut geht. Ich hab sie eifrig mit Spülmaschine und Kaffeemaschine flüstern hören als ich unerwartet in die Küche kam. :mrgreen:

    @WdW: Die ganze Zeit dachte ich noch, ich hätte diesen wunden Punkt noch gar nicht gefunden und gerade als ich deinen Kommentar nochmal gelesen habe und antworten wollte, fiel mir wie Schuppen aus den Haaren ( :mrgreen: ), dass es vermutlich einfach wieder genau der gleiche wie meistens ist: das Gefühl der Missbilligung, die sich ja irgendwie auch wieder auf Ablehnung (ganz oder in Aspekten) reduzieren lässt. Das Gefühl falsch zu sein, nicht liebenswert zu sein. *soifz*
    Same same but different…

    Ich drück dich zurück! 🙂

    • ♥ Danke, meine liebe Welt.
      Es ist nichts, was von aussen kommt, nicht so, dass mir wirklich jemand das Gefühl gäbe und ich einen konkreten Anlass für diese Gefühle hätte.
      Ich glaube, es gibt Dinge, die kann man als Erwachsener nur schwer (ich will nicht glauben, dass überhaupt nicht) nachholen kann und eines davon ist es, eine Art Urvertrauen in sich selbst zu entwickeln. Das Wissen, dass man ohne Wenn und Aber liebenswert ist, einfach weil man man selber ist. Wenn man das nicht in früher Kindheit vermittelt bekommt, fehlt dieses Stück im Selbstwertgefühl immer, und man beginnt sofort an sich zu zweifeln.
      Das Schlimme ist, dass mir das Wissen darüber und das Verstehen, weswegen ich so ticke, leider gar nichts nützt, weil es mein Fühlen (noch) nicht ändern kann.
      Im Grunde weiss ich, dass ich ein eher freundlicher Mensch bin. Aber solche Begegnungen – auch wenn das eigentlich überhaupt nichts mit mir zu tun hatte – pieksen in diese alte Wunde und wecken sofort wieder dieses Monster, das mich dann im Inneren verschlingt.
      Es ist kompliziert…

Und jetzt du! Deine Gedanken, Worte, Punkte, Smilies, Bilder, Gesänge... Danke dafür!

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