Lunch for two

„Oh. Ich möchte auch mal von jemandem bekocht werden.“ sagte sie vor einer Weile mal.

Na bitte, das kann man ja machen. Man lädt sich ja eh viel zu selten mal jemanden zum Mittagessen ein.

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🙂

Katja

Neulich am Kühkopf

Als gestern nach dem Frühstück die Sonne durch die ziemlich schmuddeligen Fenster ins Wohnzimmer lachte, war klar, dass wir dringend vor die Tür wollten. Keine Frage, dass sie natürlich wenige Minuten später, als wir das Haus verließen, wieder hinter dunstigen Wolken verschwunden war. Das passiert mir gerade wirklich andauernd: Himmel klar – Katja macht sich fertig zum rausgehen – Haustür auf – Plopp – Wolken da, alles trüb.
Naja egal. Wir waren ja nunmal in warme Klamotten gewickelt und vor der Tür.

(Klick macht groß)

Gerade scheint die Sonne vorm Fenster und ich gucke durch die recht schmuddeligen Scheiben nach draussen. Lieber mal drinnen bleiben und nicht stören, sonst ist das gleich wieder vorbei mit der Helligkeit! 😀

Katja

Gesucht: Blogger*innen, die Michael Zoll kannten

Vielleicht kann sich der eine oder die andere, die hier schon länger lesen, erinnern, dass ich im letzten Herbst darüber gebloggt hatte, dass ich mir Sorgen um einen Blogger machte, der ganz plötzlich wie vom virtuellen Erdboden verschluckt war. Seitdem ich ihm damals zuletzt gemailt hatte und versucht hatte, herauszufinden, ob bei ihm alles in Ordnung ist, sind über 4 Monate vergangen und auch wenn ich immer nochmal an ihn gedacht habe, habe ich nicht mehr damit gerechnet, eine Antwort zu erhalten.

Bei dem Blogger, über den ich damals schrieb, handelte es sich um Michael Zoll und seit gestern weiss ich, dass schon meine eMail im September ins Leere ging, denn Michael ist Anfang Juli 2013 verstorben.

Ich weiss das von Michaels Tochter, die gestern Kontakt zu mir aufnahm und Sandra ist auch der Grund, weswegen ich diese Nachricht hier öffentlich mache. Sie wandte sich an mich, in der Hoffnung, jemanden zu finden, der ihren Vater gut kannte und ihr ein bisschen von ihm bzw. über ihn erzählen kann, weil die beiden in den letzten Jahren keinen Kontakt hatten. Sie hat selber auch erst gestern von Michaels Tod erfahren und ich würde ihr auf diesem Weg gerne bei ihrer Suche helfen.

Liebe Blogger*innen, ich kannte Michael nur flüchtig, durch gegenseitige Kommentare auf den jeweiligen Blogs, aber hauptsächlich durch seine Fotos und damit ein bisschen mit seinem Blick auf die Welt. Ich bin sicher, es gibt in Klein Bloggersdorf Menschen, die ihn deutlich besser kannten (vielleicht sogar Bescheid wissen über die Umstände seines Todes?) und die vielleicht bereit sind, ein paar ihrer Erinnerungen – und wenn es auch nur Schnipsel sind – mit Sandra zu teilen.

Ich bin traurig über Michaels Tod. Ich habe ihn als freundlichen, aufgeschlossenen und besonnenen Menschen mit vielfältigen Interessen kennengelernt.

Michael bloggte auf:

Spree-Athen
Photo-Blog Michael Zoll
Fotos zur Architektur
Gräber, Gruften, Gotteshäuser und Gedenkstätten
Schwarzweiss-Fotografie

Ich weiss nicht, ob er noch weitere Blogs hatte. Das sind jene, die ich in meinem Feedreader abonniert habe.

Falls ihr Michael kanntet und seiner Tochter etwas über ihn erzählen könnt und möchtet, bitte meldet euch in den Kommentaren oder bei mir per eMail [ajtak33(arroba)gmail(punto)com], damit ich für einen direkten Austausch Kontaktdaten vermitteln kann. Ihr könnt natürlich auch ohne weiteren und direkten Kontakt einfach eure Gedanken in die Kommentare schreiben.

Bitte verbreitet die Nachricht auch, falls ihr andere Blogger kennt, die Michael kannten.

Vielen Dank!

Katja

So nicht!

Wer schonmal online ein Konto eröffnet hat, hat vielleicht auch in diesem Rahmen Bekanntschaft mit dem Postident Verfahren gemacht. In Kürze geht das so: Man meldet sich online mit seinen Daten bei der gewünschten Bank an und muss in keine Filiale rennen (was bei reinen Onlinebanken ohnehin schwierig wäre), dann druckt man einen Bogen mit den eingegebenen Daten aus und geht mitsamt dem Bogen und dem eigenen Personalausweis (evtl. auch mit einem anderen Ausweispapier, aber das weiss ich gerade nicht sicher) zu einer Postfiliale, die Mitarbeiter dort drucken einen weiteren Bogen für das Verfahren aus, gucken sich den Ausweis an, gucken einem ins Gesicht, lassen einen unterschreiben und drücken dann einen Stempel auf die Papiere, der bestätigt, dass man das auch selber ist, der da online versucht, ein Konto auf den entsprechenden Namen zu eröffnen und leiten die Papiere dann direkt an die Bank weiter. Das Verfahren ist für den Nutzer kostenlos. Man hat ein neues Konto. Alle sind glücklich.

So weit die Theorie.

In der Praxis läuft das folgendermaßen:

ich: Guten Tag, ich würde gerne diesen Brief versenden und habe hier ausserdem die Unterlagen für ein Postident Verfahren.

Postangestellte (murmelnd): Einsfünfundvierzig.

P. klebt die Marke auf, ich lege das Geld und meinen Personalausweis vor ihr hin.

P. greift nach dem Ausweis. *Tippeditipp, tippeditipp* *ausdruck*

P.: So, hier jetzt bitte unterschreiben.

ich: *unterschreib*

P. greift nach dem Blatt, hält meinen Ausweis direkt neben das Blatt, guckt hin und her.

P.: So geht das aber nicht. Sie müssen genauso unterschreiben wie hier auf dem Ausweis.

ich: Das kann ich nicht. Das ist zum einen ja schon etliche Jahre her und meine Unterschrift hat sich verändert, zum anderen habe ich eigentlich niemals so unterschrieben wie auf dem Ausweis oder auch auf meiner EC-Karte, weil das Unterschriftenfeld da immer viel zu klein ist und meine Unterschrift passt da gar nicht rein. In winzig ist die aber nie so schwungvoll wie normalerweise.

P.: Wenn das so ist, müssten Sie sich jetzt eigentlich erst mal einen neuen Ausweis machen lassen.

ich: …

P.: Also so geht das auf jeden Fall nicht! Ich kann das so nicht annehmen! Das müssen wir nochmal machen!

ich: Aber ich stehe doch hier vor Ihnen. Sie haben meinen Ausweis in der Hand und ausserdem kennen Sie mich doch auch. Ich bin doch öfter hier. Sie wissen doch, dass ich das bin und dass das mein Ausweis ist.

P.: Ja, aaaaber… *holt tief Luft*… Das geht so nicht! Die Unterschrift muss GENAUSO aussehen wie auf Ihrem Ausweis.

ich: Genauso wie im Ausweis bekomme ich das nie im Leben hin.

P.: Wissen Sie, wir werden nämlich darauf geprüft. Darauf, dass wir darauf achten, dass die Unterschrift gleich aussieht. Und die Tester, die machen das dann mit Absicht so, dass sie ganz anders unterschreiben, um zu sehen, ob wir ausreichend aufpassen.

ich: Aber ich will Sie gar nicht testen. Ich will nur ein Konto eröffnen.

P.: Ja das würden Sie aber doch auch sagen, wenn Sie ein Testkunde wären.

ich: Aber Sie kennen mich doch und wissen, dass ich kein Tester bin.

P.: Ja, aaaber die Tester sind ja auch ganz normale Kunden, hier aus der kleinen Stadt. Und Sie würden dann genau das gleiche sagen, um das abzustreiten.

ich: Aber es geht doch darum, dass Sie bestätigen, dass ich das auch bin, die das Konto eröffnen will. Nicht darum, dass jemand kommt, der möglichst originalgetreu meine Unterschrift auf meinem Ausweis nachmalen kann.

P.: Aber darauf werden wir getestet. SO geht das auf jeden Fall nicht.

P. *ritschratsch* Zerreisst mein eben unterschriebenes Formular, druckt ein neues aus.

P.: So, jetzt strengen Sie sich aber mal richtig an, dass das genauso aussieht hinterher.

ich: *knirsch* *mal* Hier bitte. Das ist jetzt zwar nicht meine Unterschrift, aber ich hoffe, es genügt Ihren Ähnlichkeitsansprüchen.

P.: *strahlend* Na bitte, das war doch jetzt ganz einfach!

Was man so unter ganz einfach versteht…

Katja

 

It’s dark inside

Heute mal ein Ohrwurm mit Widmung. Vor ein paar Tagen zufällig zum ersten Mal gehört, seitdem bekomme ich das kaum noch aus dem Ohr.
Für J., die das hier vielleicht irgendwann entdeckt.

Und für ihre Dämonen.

When you feel my heat
Look into my eyes
It’s where my demons hide
It’s where my demons hide
Don’t get too close
It’s dark inside
It’s where my demons hide
It’s where my demons hide

Katja

2014 in Wünschen

[Das habe ich irgendwann im Dezember mal ganz vage begonnen, aber dann nicht weitergeschrieben und veröffentlicht, weil ich ja eigentlich meine Wünsche und Ziele und Dingsis konkreter formulieren wollte, damit ich sie auch anpacke. Andererseits fühlt sich das von der Richtung her aber alles ganz gut und richtig an und deswegen und weil mein Zögern, es zu veröffentlichen auch wieder genau mit meiner Hemmung zusammenhängt, einfach zu machen, klicke ich es jetzt doch noch auf Publizieren.]

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Ich möchte will bestimmter werden und weniger vage.

Ich will weniger ‚ich müsste mal‘ denken und mehr machen.

Ich will mir nicht mehr so oft selbst im Weg stehen.

Ich will loslassen lernen, Materielles und Immaterielles.

Ich will mehr draussen sein und weniger drinnen.

Ich will weniger starr sein und mich mehr einlassen.

Ich will weniger heulen und mehr lachen.

Ich will mich häufiger aufraffen, zu allem möglichen.

Ich will mehr Neues aus-probieren.

Ich will geduldiger mit mir werden, auch wenn was nicht klappt.

Ich will fokussierter werden und mich weniger ablenken lassen.

Ich will gelassener werden, die Dinge entspannter sehen.

Ich will spontaner werden und weniger zögern.

Ich will mutiger werden, in vielen Belangen.

Ich will mehr Zeit mit Menschen verbringen und weniger alleine.

(tbc, vielleicht)

Katja