Jetzt aber Schluss mit Abstinenz!

Diese mistkrötige Grippe hat mich wirklich so schlimm wie schon lange nichts mehr umgehauen und ich war nicht nur ungewohnt blogabstinent, sondern auch 2 Wochen lang nicht vor der Tür und ebenso lange habe ich nicht gekocht. Wer micht kennt, weiss, dass es das normalerweise nicht gibt, dass ich so lange die Finger vom Kochlöffel fern halte. Ich koche eigentlich fast täglich und Fertigpamps in welcher Form auch immer kommt nicht auf den Tisch. Aber es ging hier wirklich gar nichts. In die Küche schleppen, Tee kochen und dann erst mal 5 min wie Emma, die Lok von Lukas dem Lokomotivführer schnaufen. Da bleibt keine Luft und Energie für mehr. Also gab es, ganz ungewohnt, Ravioli oder Hühnersuppe aus der Dose und dergleichen. (Und jetzt weiss ich auch dringend wieder, weswegen ich frisch koche und es so Dinge hier eigentlich nicht gibt. Mir kommt’s sowas von zu den Ohren raus.)

Heute war ich dann zum ersten Mal draussen und einkaufen und obwohl ich hinterher fix und fertig war, musste ich doch die eingekauften Schätze kleinschnippeln und in einen Topf werfen. Und weil das Ergebnis ziemlich gut war und ich ausserdem auch schon viel zu lange die Finger von der Tastatur gelassen habe (was sich ähnlich schräg anfühlt, wie nicht zu kochen), hier jetzt schnell das Rezept.

Es gab einen Eintopf mit Kürbis, Hühnerbrust und Chorizo und für einen großen Topf davon braucht man:

1 kleinen Hokaidokürbis
ca. 400 g Hühnerbrust
100 g Chorizo
3 Stangen Sellerie
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
1 kleine Dose stückige Tomaten (ich glaube, da sind 400 g drin)
ca. 100-150 ml Sherry (bei mir war es ein Oloroso, den ich gerade zum Kochen offen habe)
500 ml Hühnerbrühe
2 EL Mehl
Pfeffer und Salz, möglichst frisch gemahlen
1 Zweig Rosmarin oder 1-2 TL getrockneter, gemahlener Rosmarin
1 Zweig Thymian oder 1 TL getrockneter Thymian
1 TL Garam Masala
1/2 TL Cumin
1 TL scharfes Paprikapulver (ich nahm das tolle geräucherte, das ich aus Spanien habe)
Olivenöl zum Braten

Und so geht’s:

Die Hühnerbrust und den Kürbis in etwa 1,5 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebel und den Knobi fein würfeln, die Kräuter fein hacken und die Selleriestangen und die Chorizo in dünne Scheiben schneiden. In einem großen Topf Öl erhitzen. In einer kleinen Schüssel oder einem tiefen Teller das Mehl mit Salz und Pfeffer vermischen und die Hühnerbrustwürfel darin wälzen. Hühnerbrust und Chorizo bei mittlerer Hitze im Öl anbraten bis das Huhn rundum ein wenig gebräunt ist. Es muss aber nicht durchgebraten sein, weil der Eintopf noch lange genug kocht später. Huhn und Chorizo aus dem Topf nehmen und als nächstes die Zwiebel und den Knoblauch kurz anschwitzen, dann Kürbis und Sellerie dazugeben und einige Minuten unter Rühren anbraten.

Dann Chorizo und Hühnerbrust wieder mit in den Topf geben und mit dem Sherry ablöschen. Ein bisschen einköcheln lassen, damit sich der Bratensatz vom Boden löst, dann die Tomate, die Hühnerbrühe und die Gewürze dazugeben und ca. 45 min mit aufgelegtem Deckel bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Dabei zwischendrin immer mal umrühren. Evtl. nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann freuen, dass es endlich, endlich wieder mal was Selbstgekochtes statt ekliger Dosensuppe gibt!

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Mjam!

Katja

en apuntes #25

  1. Ich habe (schon seit ein paar Wochen) endlich ein neues Handy, nachdem auf meinem alten S1 so gut wie keine App mehr richtig funktioniert hat. Noch sind das Nexus 5 und ich uns nicht so ganz grün, aber das liegt primär daran, dass ich mir noch nicht die Zeit genommen habe, mich intensiver mit dem Spielzeug zu beschäftigen.
  2. Letztens von Besuchern ein Buch und ein Gewürz mitgebracht bekommen – auf bessere Geschenke kann man mich ja kaum reduzieren. 😀
  3. Um’s mal erwähnt zu haben: mich gibt es nach Jahren der strikten Weigerung jetzt doch seit einiger Zeit auf Facebook. Was bisher niemandem überredungstechnisch gelang, schaffte der Lieblingsneffe recht spielend. Er hätte da gerne Kontakt zur ollen Tante (so nennt er mich aber freundlicherweise nie :D).
  4. Ich bin völlig hin- und hergerissen, ob ich Weihnachtskekse backen soll bzw. möchte. Irgendwie bin ich ja schon spät dran, der November ging erstaunlich schnell vorbei und am einen Tag könnte ich sofort loslegen, aber dann reicht die Lust und Energie doch nicht mal dazu, die Sorten auszusuchen, die ich backen möchte und die Zutaten dafür auf einen Einkaufszettel zu kritzeln.
  5. Und um noch was erwähnt zu haben: mich gibt es seit einiger Zeit, bisher eher experimentiermäßig, auch auf Tumblr. Irgendwie fehlte mir bislang immer eine Möglichkeit im Netz, um ein paar Dinge aufzuheben, auf die ich gestoßen bin. Mal sehen ob Tumblr sich da auf Dauer als für mich passend erweist.
  6. Ich weiss ja nicht, ob ihr’s schon wusstet, aber Ingwer schält man am einfachsten mit einem Teelöffel. Das klappt sehr viel besser als mit jedem Messer, weil man in jede kleine Ecke reinkommt. Am Ende ist man schneller als mit dem Messer und hat viel weniger weggeschnitten, weil der Löffel nur die ganz dünne Haut aussenrum abkratzt.
  7. Gerade in der Küche hat bei mir jedes Ding einen festen Platz, sonst werde ich irre, wenn ich dauernd suchen muss. Deswegen war ich letztens höchst irritiert, weil die Knoblauchpresse nicht an dem Ort war, wo ich sie vermutete. Die benutze ich tatsächlich so selten (lies: weniger als einmal pro Jahr), dass es durchaus sein kann, dass ich mich von der letzten getrennt habe, weil sie doof war und eh nur rumlag ohne eine neue zu kaufen. Aber erinnern kann ich mich weder daran, noch wo ich sie sonst hingeräumt haben könnte. Letztendlich brauche ich eigentlich gar keine, weil ich für’s Schneiden nicht länger brauche als beim Pressen und anschließenden Presse auskratzen. Aber misteriös ist das schon, dass sie einfach verschwunden ist.
  8. Ich habe im November schon wieder nur ein einziges Buch zu Ende gelesen und insgesamt habe ich in diesem Jahr viel weniger gelesen als in den vergangenen, was vermutlich auch daran lag, dass ich kein so gutes Händchen bei der Auswahl hatte und sich einige der Bücher so zäh anfühlten, dass ich wenig Lust hatte, abends früher ins Bett zu gehen, um noch zu lesen. Ich sollte die einfach wieder konsequenter beiseite legen, statt mich dann durchzuquälen. Meine Wunschliste quillt ohnehin über und ich bräuchte vermutlich mehr als ein Leben um das alles lesen zu können.
  9. Äh ja. Den Rest hatte ich schon eine Weile gesammelt, momentan herrscht hier gerade nur Krankheit und Seuche. Grippe-Mimimi. Den ganzen Tag immer abwechselnd zu kalt, zu heiss, zu kalt und der Kopf und so ziemlich jedes Körperteil tun weh und der Mist löst sich nach Tagen immer noch nicht richtig, sodass sich jeder Hustenanfall nach gleich ersticken anfühlt. Määäh. Reicht jetzt. Das Schlimmste dran: Der Kaffee schmeckt nicht und ich kann langsam keinen Tee mehr sehen. Das Beste dran: Ich hab endlich mal die beiden Filme mit den Minions geguckt. 🙂
  10. Seit ein paar Tagen habe ich einen youtube-Tab offen und habe keine Idee mehr, wo ich auf den Song (oder den Künstler und ich hab mich durchgeklickt?) gestoßen bin. Auf jeden Fall läuft das hier gerade häufig und speziell abends mag ich das furchtbar gerne. Jetzt zB.
    Bin ich da bei einem von euch drauf gestoßen? Klingt ein bisschen als könnte es bei Rüdiger gewesen sein. Vielleicht auf Twitter?
  11. Ich sagte das schon auf Twitter und auch in den Kommentaren, aber ich möchte das hier auch nochmal schreiben: Dankeschön, dass so viele von euch meinen letzten Artikel gelesen, rebloggt oder den Link weitergegeben haben! Und vielen Dank für eure durchweg freundlichen Reaktionen (das ist ja längst nicht selbstverständlich)!
    Und erst recht und viel viel wichtiger: Vielen Dank an alle, die jetzt ein bisschen genauer hinschauen und nachfragen! ♥
  12. Und bei euch so?

Katja