Neulich beim Einkaufen

…und dann hatte ich in Gedanken schon den Tweet formuliert, dass es in den Jahren, als ich die Wohnung nicht verlassen konnte und keinen Menschen begegnet bin, viel einfacher war, Menschen zu mögen als es das jetzt ist, wo ich dauernd auf welche treffe und dann gab’s auch noch die eine letzte Zutat für’s nächste Freunde-Bekochen am Sonntag nicht und ich musste noch in den letzten verbleibenden Laden in der kleinen Stadt und ausgerechnet jenen, den ich am wenigsten mag und dort kehrte sich dann tatsächlich alles um.

Erst besteht eine Frau darauf, dass ich vor ihr da gewesen wäre und sie also gerne warten möchte bis ich bedient worden bin, dann lächelt mich die nächste so freundlich und gänzlich grundlos, weil ich heute bestimmt ordentlich grimmig geguckt habe, an, dass ich gar nicht anders kann als zurückzulächeln, dann ist die doofe Kassiererin, die üblicherweise da ist, nicht da und stattdessen sitzt ein junger und echt freundlicher Typ an der Kasse und dann ist auch noch die Frau in der Schlange hinter mir überaus nett und fängt eine Unterhaltung an. Und das alles in weniger als 10 Minuten, die ich im Laden verbracht habe.

Bei so viel geballter Freundlichkeit ist mir zumindest schnell klar geworden, wieso ansonsten in der ganzen Stadt nur die Deppen unterwegs waren. 😀

Katja

5 Kommentare zu “Neulich beim Einkaufen

  1. @WdW: Das war auch wirklich genau das, was ich in dem Moment brauchte. Schon die Begegnung vorher mit dem Hackenfahrer war ja eher unangenehm und ich mache mir in letzter Zeit wirklich manchmal Sorgen um meine Freundlichkeit, weil ich einfach so vielen Idioten in kurzer Zeitspanne begegne und das nicht mehr immer einfach weglächeln kann. Da sind so passende 10 Minuten wirklich Balsam für die Seele. 🙂

    @Guinan: ♥

    • Aber woran liegt das denn, dass Mensch heutzutage (und/oder hierzulande) so schnell genervt ist?
      Gerade beim Einkaufen bin ich jedes Jahr auf’s neue fasziniert von den Spaniern. Gehetze und Genörgel an der Kasse gibt es da nicht. Und wenn jemand nicht schnell genug damit nachkommt, seine Einkäufe hinter der Supermarktkasse wieder in den Wagen oder in Tüten zu verfrachten, dann hilft das Kassenpersonal eben dabei aus und da mault keiner, wenn es ein, zwei Minuten nicht voran geht. Die sind da so viel entspannter und lässiger. Hier springe ich immer schon von der Kasse drei Meter nach hinten weg, um die EC-Karte wieder in den Geldbeutel zu pulen und den Geldbeutel in die Tasche, um nur ja niemandem im Weg rumzustehen.

Platz für eigene Notizen:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.