Very British

Manchmal brauche ich ein bisschen länger bis ich Dinge endlich mal ausprobiere, die ich eigentlich beim ersten Sehen sofort würde machen wollen und ich weiss gar nicht mal genau, weswegen das so ist.

Lemon Curd ist eines davon. Schon vor über 2 Jahren bin ich mal irgendwo auf ein Rezept gestoßen und wollte es damals direkt ausprobieren, aber irgendwie ist das immer wieder in Vergessenheit geraten. Vor ein paar Tagen habe ich es jetzt dann endlich doch zum ersten Mal gemacht und notiere hier mal wie, weil es letztendlich ein Mix aus diversen Rezepten war.

Wer jetzt – wie ich bis vor kurzem – keine genaue Vorstellung davon hat, hier der Link zum Wikipedia-Eintrag. Die Konsistenz ist tatsächlich erstaunlich puddingähnlich, nur flauschiger und die Creme schmeckt sauer und süß zugleich. Der Mitesser dachte zuerst, es sei eine Nachspeise, kein Brotaufstrich. Pur wäre es mir da zu arg, aber ich muss demnächst mal ein bisschen damit rumprobieren, was sich daraus machen lässt. Mit einer Joghurt- oder Quarkcreme könnte ich mir das gut vorstellen und auch beim Backen mag ich’s mal verwenden.

Jetzt aber das Rezept.

Man braucht dafür:

2 große Biozitronen, davon
*Schalenabrieb (komplett)
*70-80 ml Saft
150 g Zucker
70-80 g weiche Butter
3 sehr frische Eier

Und so geht’s:

Von den Biozitronen die Schale dünn abreiben und dabei darauf achten, dass man die weisse Innenhaut nicht mit erwischt. Dann den Saft aus den Zitronen pressen und abmessen. Bei mir war das der Saft aus 3 Hälften, aber das ist sicherlich unterschiedlich, je nach Größe und Saftigkeit.

In einer großen, wasserbadtauglichen Schüssel den Zitronensaft mit dem Zucker verrühren, dann die Eier, die Zitronenschale und die Butter in kleinen Stücken dazu geben.

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In einem passenden Topf Wasser erhitzen und über’m heissen Wasserbad die Creme so lange mit den Rührstäben des Handmixers auf niedriger Stufe rühren bis eine dickflauschige hellgelbe (zabaioneartige) Creme entstanden ist. Man kann das im Prinzip auch mit dem Schneebesen machen, aber es hat bei mir 25 Minuten gedauert und das fand ich schon mit dem Mixer anstrengend genug.

Wenn man den Mixer benutzt, sollte die Schüssel wirklich ausreichend groß sein. Meine ist ein bisschen knapp für die Menge gewesen und ich hatte ihn zuerst direkt zu stark eingeschaltet und hatte dann hinterher ordentlich viele zuckergußartige Flecken rund um den Herd und auf Klamotten und Brille.

Die Creme wird dann warm in saubere Schraubgläser gefüllt und kommt, wenn sie ein bisschen abgekühlt ist, in den Kühlschrank. Ich hab’s noch nicht getestet, aber die verschiedenen Angaben sprechen von einer Haltbarkeit von 1 bis 3 Wochen. Ich glaube aber nicht, dass ich dazu komme, das mit den 3 Wochen wirklich auszuprobieren. 😀

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Die Menge oben hat bei mir ein 400 ml Schraubglas ergeben und noch ein halbvolles mit gut 200 ml Fassungsvermögen und bis auf’s lange Rühren ist das wirklich sehr einfach zu machen.

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Katja

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2 Kommentare zu “Very British

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