Noch mehr feine Unterschiede

Was mir hier gerade wieder einmal deutlich auffällt: ich mag diese spanische unverkrampfte und unkomplizierte Art. Besonders deutlich fällt mir die in der Gastronomie auf. Man wird hier quasi immer zuerst gefragt, ob man auch etwas essen möchte. Wenn ja, kommen kurz darauf die Karte und Brot, manchmal auch noch Oliven oder was anderes auf den Tisch. Wenn nicht, dann ist das genauso OK und man bestellt einfach nur Getränke, ohne dass man dafür komisch angeguckt wird.

Das ist so ganz anders als diese ‚draußen nur Kännchen‘-Mentalität, bei der die Gastfreundschaft oft so wenig mit Freundlichkeit zu tun hat.

Katja

Katja knipst Sonnenuntergänge, die 138.

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Zum Beispiel jenen vorhin am Strand vor der Haustür, mit den Füßen im Meer, das sich abends temperaturmäßig sehr nach Badewanne anfühlt.

Bitte verzeiht, dass ich, obwohl ich häufig twittere und gelegentlich hier ein paar Sätze schreibe, gerade keine Kommentare beantworte! Das ist so nervig mit dem Tablet. Das kommt aber spätestens, wenn ich wieder zuhause bin.

Katja

Innerer Schluckauf

Eigentlich bin ich gar kein sehr ordentlicher Mensch. Trotzdem hat bei mir jedes Dings seinen festen Platz und ich muss so gut wie nie etwas suchen. Obwohl ich auch im Suchen oder eigentlich eher im Finden von Sachen echt gut bin. Da ist irgendein Programm in meinem Kopf, das immer im Hintergrund mitläuft und das dafür sorgt, dass ich dauernd im Alltag unterbewusst mitschneide, wo Dinge sich befinden. Ich muss deswegen fast nie physisch etwas suchen, sondern nur in meiner Erinnerung graben, wo ich das Dings zuletzt gesehen habe.

Ich kann nicht gut mit Veränderungen umgehen und Reisen, so sehr ich es liebe, ist immer ganz viel Veränderung. Üblicherweise gibt es mir dann, gerade unterwegs bei der langen Anreise nach Spanien mit vielen fremden Orten, Menschen, Hotels und Betten, Halt, dass auch in den Taschen für unterwegs jedes Ding einen festen Platz hat. Jetzt haben wir vorm Urlaub einen neuen Rucksack mit einer anderen Fächereinteilung gekauft und auch ansonsten bekam ich es dieses Mal nicht gut hin, mir zu merken, wo die einzelnen Sachen waren und ich musste dauernd suchen – also so richtig mit Kram durchwühlen.

Und ich merke,  dass mich das wirklich mitgenommen hat und wie es in mir gerade noch trotz der tollen Umgebung schluckauft, weil mir dieser Halt fehlt, der mich auch innerlich sortiert.

Katja

Feine Unterschiede

Gestern Abend bemerkt und sehr grinsen müssen: in Italien wird man nach dem Essen gefragt, ob man ein Dessert möchte. Der Spanier hält sich nicht mit solchen (sind wir mal realistisch: rhetorischen :mrgreen: ) Fragen auf.  Hier wird nur gefragt, was man möchte.  😀

Katja (gerade unterwegs zwischen Irun und Salamanca und mit spanischer SIM-Karte im MiFi)

Schreibt ihr mir mal?

Ich glaube, das gab es schon häufiger mal auf anderen Blogs, mir fehlt nur leider gerade die Zeit, zu suchen, wo das gewesen ist, um zu verlinken, weil wir gleich losfahren.

Aber vielleicht hat ja die eine oder der andere, die hier lesen Lust, während ich weg bin, hier eine Runde rückwärts zu bloggen. Das heisst: ich schreibe hier in Folge gleich ein paar Kommentare, ihr denkt euch einen Blogtext aus, der zu einem der Kommentare passt oder auch zu mehreren Kommentaren oder auch mehrere Texte, für jeden Kommentar einen. Es geht nicht darum, auf die Kommentare zu antworten, sondern sich einen Text auszudenken, auf den einer der Kommentare passen könnte und den Text dann hier ins Kommentarfeld zu schreiben (oder aber natürlich auch ins eigene Blog, dann lasst mir bitte einen Link hier, damit ich auch nichts übersehe. :)).

Dann habt ihr was zu tun während ich weg bin und ich was zu lesen, wenn ich wieder da bin (oder auch von unterwegs) und im Idealfall alle ein bisschen Spaß dran. 🙂

Meine Kommentare auf eure tollen Blogartikel lauten:

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Oh, cooler Bericht! 🙂
Das wollte ich schon ewig mal selber ausprobieren, aber ich hatte immer Angst, die Schlaufe könnte reissen.
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Was ist denn ein Pluschelmutsch? Den Begriff habe ich noch nie gehört.
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Mjam! Das klingt lecker! Muss ich unbedingt mal ausprobieren. 🙂
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Ich bin nicht sicher, ob das besser funktionieren würde, aber hast du es mal genau andersrum probiert?
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Waaaah! Du willst nicht wirklich sagen, dass dein Hase DAS kann! Wie geil!
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Gnihi!
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Das hast du doch gerade erfunden! Sowas passiert doch niemandem wirklich! :mrgreen:
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Oh, da war ich auch schon mal! Schön da. Ich erinnere mich noch an das kleine Café neben der Post. 🙂
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Danke für den Link! Da gibt’s ja wirklich großartige Sachen zu sehen / zu lesen.

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Ihr macht doch alle mit, ja? Ja? 🙂

(Ich pinne den Beitrag mal oben fest, falls ich tatsächlich von unterwegs aus zum Bloggen komme.)

Katja

Ich bin dann mal weg!

Das ungefähr Zweitbeste, was man an einem so durch und durch grauen und verregneten Tag machen kann, ist mit warmen Socken, heissem Ingwertee und einem guten Buch in eine kuschlige Decke gewickelt auf dem Sofa rumlümmeln.

Das Beste, was man an einem solchen Tag machen kann ist, den halben Kleiderschrank und Teile der Küchenausstattung in Taschen und Boxen zu verpacken, die ins Auto zu laden und sich auf den Weg ans Meer zu machen.

Und weil ich nicht so viel Lust auf Lesen hatte heute (*lüg*), hab ich also das zweite gemacht und jetzt versuche ich gleich noch 2-3 Stündchen Schlaf zu bekommen und dann geht’s los – ca. zweieinhalbtausend Kilometer in Richtung Süd-West.

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(Klick macht die Karte größer, Karte via Google-Maps)

B und C sind die Zwischenstops auf dem Hinweg, D ist unser Zielort, bei E und F liegen die Hotels der Heimfahrt.

Wenn das mit der spanischen SIM so hinhaut, wie ich’s gerne hätte, piepse ich vielleicht zwischendrin mal. In jedem Fall aber lasst es euch gut gehen!

Katja

Liebe E.

Manchmal frage ich mich, ob es dir vielleicht auch noch so geht. Ob du auch automatisch, wenn sich das Datum nähert, ohne nachzudenken, als erste Assoziation an diesen Tag, meinen Geburtstag im Sinn hast. Mir geht es mit dem 17. September so. Das ist dein Geburtstag und egal, ob und wieviele Einträge sich an dem Tag sonst noch so im Kalender finden. In erster Linie und ganz ohne, dass es einen Kalendereintrag bräuchte, ist das immer dein Geburtstag.

Ich hätte nie gedacht, dass du dich jemals so fern anfühlen könntest. Mit der Selbstverständlichkeit, mit der man immer Teil seiner Familie bleibt, dachte ich, wären unsere Leben miteinander verknüpft – nur dass ich mit dir selbstgewählt und freiwillig immer verknüpft sein wollte.

Vielleicht habe ich irgendwann mal wieder genügend Mut, zu probieren, ob ich dich doch auf einem der Kanäle wieder erreichen kann. Ich habe nicht verstanden, weswegen du für mich gar nicht mehr erreichbar warst, auf keinen meiner Versuche dahingehend reagiert hast.

Aber vielleicht behalte ich auch lieber die Erinnerung an das Duo, das wir mal waren. Mit dir gegen den Rest der Welt.

Happy Birthday, liebe E.! Ich hoffe, es geht dir gut und ich wünsche dir alles Glück der Welt!

Deine Katja