fast car

Als ich 19 oder 20 war, war ich für eine Woche mit einer Freundin in genau jenem kleinen Dorf im Urlaub über das ich letztens hier schrieb. Wir waren damals spontan, nur mit dem Ziel irgendwo an die Ostsee zu fahren, losgefahren und nachdem wir in der Ferienzeit unterwegs waren und die ‚Zimmer frei‘-Schilder rar waren, probierten wir irgendwann unser Glück bei genau jener Familie, bei denen wir während meiner Kindheit immer in den Ferien die Wohnung gemietet hatten. Und dort war frei. Genau jene Wohnung von früher und wir bekamen sie sogar zum ewigen Familienfreundschaftspreis.

Kurz vor der Abreise hatte die Freundin ihr Auto ausgemistet und sauber gemacht und was uns auf der Fahrt erst weit hinter Kassel auffiel, war, dass sie vergessen hatte, ihre Cassetten, die sie zum Autoputzen rausgenommen hatte, nicht wieder eingeräumt hatte. Wir hatten nur die eine einzige, die gerade im Autoradio steckte und weil noch dazu ihr Radio kaputt war und nur das Cassettenteil funktionierte, hörten wir eine ganze Woche lang nur diese eine Cassette.

Das wirklich erstaunliche ist, dass mir die Musik nach der Woche Dauerberieselung nicht zu den Ohren rauskam. Stattdessen bin ich ziemlich direkt nach dem Urlaub losgezogen, um mir selber die Platte zu kaufen. Heutzutage läuft die Musik von Tracy Chapman viel zu selten bei mir, aber ich mag sie auch nach all den Jahren immer noch genauso gerne wie damals und zu der ersten Platte haben sich im Laufe der Jahre noch ein paar hinzu gesellt.

Aber die erste, die ganz simpel nach der Künstlerin benannt ist, ist mir immer die liebste geblieben. 🙂

Katja

 

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6 Kommentare zu “fast car

  1. Also ich bin ja (seit Jahren schon) die absolute Musik-Null – brauche eine musikalische Untermalung eigentlich fast nie in meinem Leben, aber habe immer noch unzählige Titel sofort im Ohr, wenn ich sie nur lese. So z.B. Tracy Chapman´s Revolution – komisch, Musik muss im Hirn irgendwo dauerhaft gespeichert werden, ganz anders als so vieles, was man so schnell wieder vergisst 🙂

  2. Mein absolutes Lieblingelied ist „talking about a revolution“. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie sie alleine und zerbrechlich anno 1988 im Wembleystadium auf der Bühne stand. Nur ihre Stimme und die Gitarre. Wow.

  3. @Rabea: Bei mir ist das so mit Gerüchen. Ich scheine ein unheimlich gutes Geruchsgedächtnis zu haben und manchmal genügt ein sanfter Hauch eines Geruchs, um mich etliche Jahre in die Vergangenheit zu katapultieren.

    @Anette: Mein liebster Song von ihr ist gar nicht auf der Platte, sondern auf der New Beginning.

    Sooo schön. 🙂

    @Ralf: Oh live muss sie grandios sein!

  4. Einer meiner Lieblingssongs von Tracy Chapman ist „Telling Stories“ und natürlich auch „Smoke And Ashes“. Aber eigentlich finde ich alle ihre Platten, die ich teilweise noch auf Vinyl besitze, wunderbar. Mir geht es sehr oft so, dass ein Song oder eine Schallplatte sogleich das Kopfkino in Gang setzt. Deswegen mag ich auch keine meiner alten Vinylplatten abgeben.
    LG von Rosie

  5. @Rosie: Sehr sympathisch! Ich kann mich von meinen Platten auch nicht trennen, obwohl ich sie schon seit ein paar Jahren gar nicht abspielen kann. Aber da hängen einfach zu viele Erinnerungen dran und mich überflutet pure Nostalgie, wenn ich darüber nachdenke. CDs habe ich mich damals sehr lange verweigert, die fand ich total seelenlos.
    Liebe Grüße zurück!

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