fast car

Als ich 19 oder 20 war, war ich für eine Woche mit einer Freundin in genau jenem kleinen Dorf im Urlaub über das ich letztens hier schrieb. Wir waren damals spontan, nur mit dem Ziel irgendwo an die Ostsee zu fahren, losgefahren und nachdem wir in der Ferienzeit unterwegs waren und die ‚Zimmer frei‘-Schilder rar waren, probierten wir irgendwann unser Glück bei genau jener Familie, bei denen wir während meiner Kindheit immer in den Ferien die Wohnung gemietet hatten. Und dort war frei. Genau jene Wohnung von früher und wir bekamen sie sogar zum ewigen Familienfreundschaftspreis.

Kurz vor der Abreise hatte die Freundin ihr Auto ausgemistet und sauber gemacht und was uns auf der Fahrt erst weit hinter Kassel auffiel, war, dass sie vergessen hatte, ihre Cassetten, die sie zum Autoputzen rausgenommen hatte, nicht wieder eingeräumt hatte. Wir hatten nur die eine einzige, die gerade im Autoradio steckte und weil noch dazu ihr Radio kaputt war und nur das Cassettenteil funktionierte, hörten wir eine ganze Woche lang nur diese eine Cassette.

Das wirklich erstaunliche ist, dass mir die Musik nach der Woche Dauerberieselung nicht zu den Ohren rauskam. Stattdessen bin ich ziemlich direkt nach dem Urlaub losgezogen, um mir selber die Platte zu kaufen. Heutzutage läuft die Musik von Tracy Chapman viel zu selten bei mir, aber ich mag sie auch nach all den Jahren immer noch genauso gerne wie damals und zu der ersten Platte haben sich im Laufe der Jahre noch ein paar hinzu gesellt.

Aber die erste, die ganz simpel nach der Künstlerin benannt ist, ist mir immer die liebste geblieben. 🙂

Katja