BÄMM.

Immer immer wieder ist es das Thema Freundschaft, das mich so nachhaltig beschäftigt, mir so zu schaffen macht. Und gerade nicht nur das Thema, sondern auch und vor allem die Definition selbiger.

Da ist diese Freundin, die ich hier in der Gegend habe (und ja, quasi Einzahl, so viele gibt es davon nicht), über die ich hier auch schon häufiger geschrieben hatte.

(Falls jemand nachlesen möchte: Hier, wie ich sie kennengelernt habe. Hier, als sie länger nichts von sich hat hören lassen. Und hier, nicht konkret über jene Freundin, sondern wieder mal Gedanken über Freundschaft generell und was mir fehlt.)

Nun ist es so, dass wir uns schon wirklich länger nicht mehr gesehen haben. Mal ging es ihr nicht gut, wie zB im Winter als ich so lange keine Reaktion von ihr auf meine Mails bekam und dann auch später nochmal im Frühling und mal ging es mir nicht gut. Und dann noch das allgemeine dauernd-ist-was-anderes-und-man-kommt-zu-nichts, was mich in diesem Jahr wirklich heftig in den Fängen hat und das alles zusammen führte dazu, dass immer abwechselnd bei einer von uns irgendwas war, Zeitmangel oder Einigelungsbefinden und wir mailten sporadisch, versuchten uns ein paar Mal zu verabreden, was aber dann wechselseitig nicht hinhaute. So weit so blöd, aber so ist das Leben eben manchmal. Was mir die ganze Zeit schon ein bisschen Bauchweh gemacht hat ist ihre Wahrnehmung dieser Begebenheiten und dass sie für sich mit Selbstverständlichkeit (und das ist auch in Ordnung) in Anspruch nimmt, sich nicht zu melden, wenn es ihr nicht gut geht, mir das aber nur schwer nachsehen kann und mir da mit ihrer Reaktion mindestens ein schlechtes Gewissen macht. Ich weiss natürlich, dass meine Wahrnehmung auch nur subjektiv ist, aber ich glaube und hoffe zumindest, dass ich ziemlich frei von solchen ‚Schwiegermutterallüren‘ bin, Freunden ein schlechtes Gewissen zu machen, wenn sie sich eine Weile nicht melden. Irgendwann ist mir aufgegangen, wie dämlich das nämlich ist ich das nämlich finde, weil das Erwachsenwerden vermutlich mitbringt, dass man nicht mehr so frei über seine Zeit verfügen kann, wie man gerne würde und dass ich mich lieber freuen möchte, wenn sich jemand die Zeit nimmt, sich bei mir zu melden, als erst mal rumzumiepen, dass das ja auch eher hätte passieren können. Mag ich auch nicht so gerne, wenn mir jemand ein schlechtes Gewissen macht, weil das Leben nunmal so ist, wie das Leben nunmal so ist. Wenn sie sich bei mir länger nicht auf meine letzte Mail hin gemeldet hat und ich habe dann wieder Kontakt aufgenommen, habe ich immer versucht, ohne Wertung anzuknüpfen („hey, ist ja schon eine Weile her, dass wir voneinander gehört haben“ und dergleichen) und wenn es umgekehrt war, dass ich mich nicht gemeldet habe (und von ihr zu lesen bekam, dass ich mich ja so lange nicht gemeldet hätte), habe ich mich entschuldigt und das so hingenommen und lächelnd darauf gehofft, dass sie vielleicht irgendwann merkt, dass ich ihr keine Vorwürfe mache. Und wenn nicht, dann eben nicht. Ich mag sie ja wirklich und das ist eben eine ihrer Eigenheiten.

Dann letzte Woche, habe ich versucht, mich spontan für diese Woche mit ihr zu verabreden und ihr auch freie Auswahl über Tag, Tageszeit und Ort gelassen, weil ich sie wirklich gerne endlich wieder mal sehen mag und das am liebsten auch noch bevor ich wegfahre, weil sonst der Juli quasi auch schon wieder rum ist. Und dann kam heute eine Mail zurück, die mich erst mal rat- und fassungslos zurückgelassen hat. Sie wisse nicht, ob das überhaupt noch Sinn machen würde, weil unser Kontakt so sporadisch geworden sei und immer, wenn sie dächte, wir könnten einen ‚Neustart‘ schaffen, würde ich mich länger nicht melden und das würde sie dann auch animieren mit der Antwort länger zu warten und dass sie solche losen Kontakte eigentlich nicht will und wenn ich nicht sicher wäre, dass ich hinbekäme, dass wir uns in Zukunft häufiger schreiben, dann lieber gar nicht. Und ohnehin stellt sie ihr Leben gerade um und würde sich lieber am Wochenende treffen, aber da würde ich ja nicht wollen, was sie verstehen könne.

BÄMM.

Ich gebe das hier nicht aus Respektlosigkeit ihr und ihrer Mail gegenüber so einigermaßen originalgetreu wieder, sondern weil ich Angst habe, beim Umformulieren, irgendetwas reinzubedeuteln, was nicht drin war, irgendwas falsch wiederzugeben oder zu interpretieren statt zu erzählen.

Und seit ich das gelesen habe, habe ich unzählige Tränen vergossen über eine Freundschaft, die vielleicht nie eine gegenseitige war, zumindest niemals das, was ich mir ersehnt hatte, weil unser Verständnis von Freundschaft anscheinend ganz unterschiedlich ist. Das macht mich so traurig, weil ich irgendwann in dieser Zeit dachte, wir ticken da ziemlich ähnlich. Unter anderem als sie sich beklagte, ihre andere Freundin, hätte überhaupt kein Verständnis dafür, dass sie nicht so unternehmungslustig sei, wenn es ihr nicht gut geht und das kenne ich ja von mir auch gut. Erst mal einigeln und mit sich selber ausmachen.

Ich weiss gerade gar nicht mehr was wahr ist bzw. war. Wir haben ähnliche Tendenzen uns einzuigeln, wenn was ist. Ihre Freundin, die das nicht akzeptiert, versteht sie nicht und nervt. Ich, die ich das nachvollziehen kann, mir aber auch für mich die gleiche Akzeptanz wünsche, bin in ihren Augen die, die es nicht hinbekommt, den Kontakt weniger lose zu haben. Aber für mich ist loser Kontakt oder Freundschaft gar keine Frage der Kontakthäufigkeit sondern eigentlich eine der Wellenlänge und des Verstehens. Meine Freunde bleiben das für mich auch dann und das Gefühl ihnen gegenüber ändert sich für mich nicht, wenn ich länger keinen Kontakt habe. Bei ihr scheint das anders zu sein und mit Verfügbarkeit zusammenzuhängen. Das ist in Ordnung, ich will das gar nicht (be-)werten, es macht mich nur traurig, weil das, was ich für eine gemeinsame Wellenlänge hielt, jetzt so wenig kompatibel zu sein scheint.

Und das, was ich ihr wirklich übel nehme ist, dass sie mir quasi ein Ultimatum stellt, denn die Mail geht weiter, dass ich mir das überlegen soll und ihr dann mitteilen. Das hat etwas von ‚entweder du biegst dich jetzt so, dass du in mein Freundinraster passt oder das war’s dann‘. Ich hätte es fair(er) und ehrlich(er) gefunden, wenn sie die Entscheidung einfach getroffen hätte, denn im Grunde hat sie das mit ihrem Ultimatum. Aber so bin ich diejenige, die sagen muss, dass ich nichts versprechen kann, weil das Leben nunmal so ist, wie das Leben nunmal so ist. Ich weiss nicht, ob ich mich beim nächsten Depressionsschub bei ihr melden kann. Ich weiss nicht, ob ich es schaffe, alle paar Tage lange Mails zu schreiben, wenn mir sowohl äussere Zeit als auch innere Ruhe dafür fehlen. Ich weiss, dass dafür jetzt ausserdem denkbar schlechte Voraussetzungen bestünden, wenn ich das Gefühl habe, das jetzt machen zu müssen, weil ich irgendein ominöses Versprechen dafür abgegeben hätte und mich damit selber unter Druck gesetzt hätte (was üblicherweise ein guter Garant dafür ist, dass ich in reglose Starre verfalle).

Ich bin traurig, weil ich sie wirklich gerne mag und weil das aber anscheinend nicht ausreicht, was ich an Freundschaft geben kann.

Und seit ich die Mail gelesen habe, kämpfe ich damit und darum, mich nicht selber zu zerfleischen und nicht sämtliche Schuld bei mir zu suchen, weil ich einfach zu unfähig bin, eine echte Freundin zu finden, sondern ich sehe auch die Stellen, wo sie unfair mir gegenüber ist. Vielleicht kann ich irgendwann sogar mal stolz darauf sein, dass ich mich in solchen Situationen nicht mehr komplett selber fertig mache, aber momentan tut es einfach nur weh und die blöden Tränen hören nicht auf, mir über’s Gesicht zu laufen.

Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling. Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu.

(Hans Christian Andersen)

…und eine Freundin, die so nah wohnt, dass man den Kaffee ganz in echt zusammen trinken kann und nicht nur über Fotos im Web. Bitte. So sehr ich froh darüber bin, so viele großartige Menschen im Web zu kennen (ihr seid gemeint!), fehlt mir doch so sehr jemand, mit dem ich gelegentlich ohne Tastatur oder Telefon dazwischen, von Angesicht zu Angesicht reden kann.

Traurig.

Katja

 

 

18 Kommentare zu “BÄMM.

  1. Liebe Katja, das, was ich gelesen habe, tut mir sehr, sehr leid. Aber ich denke, Du hast schon klar für Dich definiert, was Freundschaft ist und was nicht. Wenn sie Dir wirklich so sehr am Herzen liegt – und das tut sie offensichlich – würde ich ihr in Ruhe genau das sagen, was Du hier geschrieben hast, warum Du ihre Freundschaft so wertgeschätzt hast. Wenn sie dann immer noch nicht weiß, was sie an Dir hat, zermürbst Du Dich nur, wenn Du an ihr festhältst. Ich wünsche Dir viel Kraft! Zu merken, dass eine Freundin keine echte ist, tut immer sehr, sehr weh! LG, H.

  2. Das ist wahrlich traurig. Steh zu dir und verbiege dich nicht, wenn sie eine witkliche Frundin ist, dann sollte sie das auch verstehen und auch deine Makel oder Fehler!!!

    LG Mathilda ♥

  3. Nun hast Du es aufgeschrieben und vielleicht geht es Dir jetzt danach bereits ein bisschen besser. Ich wünsche Dir, dass Du bald die Freundin findest, die Du suchst. Liebe Grüße Leonie

  4. Ich glaube, „Freundschaft mit nur sporadischem Kontakt“ ist bei vielen ein großes Thema. Ich bin jemand, dem es nicht leicht fällt, anderen offen meine Meinung zu sagen, aber in diesem Fall würde ich glaube ich der Freundin das, was du oben geschrieben hast, auch mal schildern, muss ja nicht vorwurfsvoll klingen. Damit sie mal sieht, wie es dir damit geht. Vielleicht ist ihr das gar nicht bewusst. Es ist natürlich sehr schade, dass sie die Erwartungen, die sie an andere stellt, selbst nicht erfüllen kann, das tut mir sehr leid für dich. Meine beste Freundin wohnt in Frankfurt, d. h. 200 km entfernt von mir, und wir telefonieren auch nur circa alle 3 Wochen und sehen uns nur ein paar Mal im Jahr, aber wir haben uns Sendepausen noch nie gegenseitig übel genommen, und wir ticken wirklich beide gleich. Ich bin sehr froh über diese Freundschaft und wünsche dir, dass du das auch findest. Wenn es dir schlecht geht, ich hab immer ein offenes Ohr für dich. *knuddel*

  5. @alle: Ihr Lieben (!) euch allen vielen vielen Dank für eure Kommentare und euren Trost! ♥

    *Ergänzung: Bitte nehmt mir nicht übel, dass ich nicht ausführlicher auf eure Kommentare eingehe. Ich wollte euch endlich antworten, weil mir euer Trost gestern schon so gut getan hat, aber das Thema muss sich erst noch ein bisschen in mir setzen, bevor ich wieder genauer darüber nachdenken und schreiben kann! (Jetzt muss ich das erst mal ausklammern und sämtliche Urlaubsvorbereitungsdinge von gestern und heute erledigen, weil gestern gar nichts ging.)

  6. liebe katja …

    ich fühle deine enttäuschung, und für mich ist sie sehr nachvollziehbar. ich meine, ich finde es nicht schlimm, wenn man von seinen freunden erwartet, dass sie – wenn es ihnen schlecht geht, mal kurz sagen: „du mir geht’s schlecht, ich kann mich grad nicht melden.“ aber selbst das muss nicht sein, denn wenn der freund will, kann er ja ein wenig hartnäckig nachfragen. das, was ich eigentlich sehr traurig finde ist, dass sie sich das selbst ständig „erlaubt“ (woran ja jetzt nichts wäre), aber dich dafür verurteilt. und auch ich empfinde das als ultimatum.

    ich glaube, ich persönlich würde mich in dieser freundschaft nicht mehr unbefangen fühlen. du musst das jetzt irgendwie für dich selbst entscheiden, was dir wichtig ist und ob du damit klar kämst, mit einer doch manchmal etwas sehr fordernden person eine freundschaft zu pflegen. andererseits könntest du ihr auch schreiben, was du hier geschrieben hast. dass du nicht versprechen kannst, ob du dich bei der nächsten depression ständig meldest etc. pp. – und dass sie entscheiden soll, ob sie das noch möchte oder nicht, denn sie scheint ja die probleme mit euch zu haben.

    dafür müsstest du natürlich nur gewappnet sein, die möglichkeit in betracht ziehen, dass sie sich abwendet und eure freundschaft zu ende ist.

    ich hoffe, es geht dir bereits besser, und dass ihr das klärt.

    p.s.: fühl dich frei, mir nicht zu antworten.

  7. Liebe Katja,

    vielleicht ergibt sich nach Deinem Urlaub noch eine andere Perspektive auf diese Freundschaft.

    Die Erwartungen, die jeder von uns an einen anderen Menschen hat, sind sehr unterschiedlich. Man spricht so selten darüber, und es fällt mir auch immer schwer, meine Bedürfnisse anzusprechen.

    Aber ihre Mail könnte (könnte!) auch ein Gesprächsangebot sein. Manchmal muss man sich vielleicht ein bißchen beharken, was möglich ist und was nicht. Ich stoße mit einigen Freundinnen oder Freunden auch immer wieder an Grenzen. Manche haben sich aber durch ein (für beide Siten natürlich anstrengendes) Gespräch auch auflösen lassen.

    Und ich verstehe Dich gut: eine Freundin muss auch erreichbar sein. Telefon ist so oft kein Ersatz für „mal eben treffen können“, egal, ob man Trost braucht oder einfach mal einen Ausflug zusammen machen kann, wenn die Sonne scheint.

    Gegenseitiges Verständnis und vor allem Wohlwollen (also nicht alles als Desinteresse verstehen) gehört für mich auf jeden Fall zu einer Freundschaft, und Du hast wirklich viel zu bieten, über das sich jeder Mensch freuen darf, dem Du Deine Freundschaft anbietest.

    Fühl Dich gedrückt!

  8. Ich möchte euch gerne noch antworten, aber dafür reicht mir gerade die Zeit nicht mehr, die mir vor der Abfahrt bleibt. Ich wollte das nur schonmal sagen, weil ich die anderen Kommentare gerade noch beantwortet hatte. Bei diesen hier brauche ich ein bisschen mehr Zeit und vor allem innere Ruhe – momentan ist aber alles reisefibrigzappelig in mir. Bitte habt ein wenig Geduld. Ich weiss eure Kommentare sehr zu schätzen! 🙂

  9. Hallo Katja,

    zunächst mal: Dein Blog gefällt mir extrem gut 🙂 Du hast eine schöne Art zu schreiben und die Themen sind schlichtweg aus dem Leben gegriffen.
    Dieser Artikel von dir ist nun zwar schon ein Weilchen her, aber ich würde doch gerne einen Kommentar dazu abbgeben, einfach deshalb, weil er mich sehr angesprochen hat. Das hat den einfachen Grund, weil ich mich schlichtweg darin wiederfinden konnte, weil ich vor einigen Jahren eine ganz ähnlich Situation durchzustehen hatte. Wie bei dir erhielt ich, nachdem ich zu besagter Freundin in regelmäßigen Abständen versucht hatte, Kontakt aufzunehmen, mich mit ihr mal wieder treffen wollte etc., eine Email…in der sie mir (aus heiterem Himmel) extremste Vorwürfe machte und mich schlussendlich nach wenigen Worten regelrecht abservierte. Die Umstände dazu liegen etwas anders als bei dir und ich möchte hier nicht allzu ausschweifend werden. Aber das Ergebnis war das Selbe: Unendliche Fassungslosigkeit, Tränen, Wut.
    Allerdings habe ich in diesem Fall relativ schnell begriffen, dass ich keinen Grund dazu habe, mir Selbstvorwürfe zu machen (wozu ich auch gerne neige), denn das was sie getan hat, war unserer „Freundschaft“ einfach zu unwürdig. Dennoch musste ich mich regelrecht zwingen, die Finger still zu halten, wieder mit ihr in Kontakt zu treten, um die Sache eventuell zu bereinigen oder zumindest einen würdigeren Abschluss zu finden. Aber dann hätte ich eingelenkt, hätte implizit Schuldzugeständnisse gemacht – und DAS hatte ich einfach nicht nötig. Grundsätzlich lautet meine Devise eigentlich auch „Zu einem Streit gehören immer zwei“. Und hätte sie es mit mir ausdiskutiert, von Angesicht zu Angesicht, hätte die Sache ganz anders geendet, da bin ich mir sicher…aber nicht SO, nein!
    Ja, man wächst an solchen Dingen, in gewisser Weise bin ich stolz auf mich…andererseits aber ist es eine Situation, die mich selbst nach Jahren, wenn ich aus irgendeinem Grund daran denken muss, immer noch belastet, mich immer noch traurig und wütend machen kann. Aber schlussendlich ist dann doch einfach nur alles gut. Wer so mit einem Menschen umspringt, wer glaubt, man müsse jemanden, den man angeblich gerne hat so verletzen, nur, weil man selbst gerade nicht mit sich klar kommt…der hat all diese Tränen nicht verdient und man weiß, dass es über kurz oder lang dann eh nicht gepasst hätte.
    Ich weiß, dass das erst mal schwer zu akzeptieren ist, da man ja schließlich glaubte, man kenne diese Person…aber manche Differenzen zwischen der Wesensart zweier Menschen sind dann wohl doch einfach zu groß…

    Ich wünsche dir jedenfalls sehr, dass du in dieser Sache, auf welche Weise auch immer, einen für dich guten Abschluss damit findest.

    LG, Isi 🙂

  10. Jetzt, mit ordentlicher Verspätung will ich doch noch versuchen, eure Kommentare zu beantworten! Verzeiht bitte, das das so spät kommt, ich wollte das nicht zwischen Tür und Angel kurz vorm Urlaub machen, weil mich die Auseinandersetzung mit dem Thema auch ziemlich mitnimmt und ich dann sonst nicht so viel auf die Reihe bekomme. *soifz*

    @Hermine: Hab vielen Dank für deinen Kommentar und deine Wünsche! Ich bin ja froh, dass sie mir das überhaupt so offen geschrieben hat und sich nicht einfach nicht mehr bei mir gemeldet hat. Das tut zwar sehr weh, aber es ist auch sehr fair von ihr, weil ich so wenigstens nicht die nächsten Jahre darüber nachgrübeln muss, was da überhaupt los war. Ich habe ihr mittlerweile gemailt, aber keine Antwort mehr erhalten. Ich bin aber auch nicht sicher, ob ich mit einer gerechnet hätte…

    @Mathilda: Dankeschön! Das ist (für mich) gar nicht so einfach, zu mir zu stehen, aber ich lerne gerade an der Lektion! 🙂

    @Svü: *re*

    @Guinan: Ebenso! 🙂

    @Rüdiger: Danke für’s Lesen, Wahrnehmen und Dasein schon seit so langer Zeit! 🙂

    @Hamster: Ich verstehe das auch nicht! In der Kindheit erschien das so viel einfacher. *soifz* Ich frage mich, weswegen es vielen so schwer fällt, andere anders sein lassen zu können.

    @Leonie: Vielen Dank! Das Aufschreiben hilft mir tatsächlich (fast) immer. In diesem Fall musste ich ihr erst eine Mail schreiben, was ich zum Glück noch vorm Urlaub machen konnte. Sonst hätte mich das die ganze Woche nicht losgelassen. Es war so schon schwierig, weil sie in der letzten Woche Geburtstag hatte. Aber nachdem sie sich auf meine Mail hin (zumindest noch) nicht gemeldet hat, habe ich an dem Tag nur an sie gedacht, aber mich nicht bei ihr gemeldet.

    @Anette: Dankeschön für deinen Kommentar, die Wünsche und das offene Ohr! 🙂 Wie schön, dass du so eine gute Freundin hast! 🙂 (Das lässt ja immerhin hoffen, dass es das doch auch unter Erwachsenen noch gibt.)

    @Sherry: Doch, ich möchte dir sehr gerne – wenn auch sehr spät – antworten, weil du von vielem den Kern triffst.
    Nach meiner ersten Enttäuschung bin ich ein bisschen wütend auf sie geworden wegen dieses unterschiedlichen Maßstabs, den sie anlegt (was ja durchaus ungewöhnlich ist, weil ich eigentlich immer nur traurig werde, wo Wut angebracht wäre) und mir fielen noch einige weitere Punkte ein, wo sie genauso ist, wo ich aber immer schulterzuckend drüber weggesehen hatte, weil sie nunmal so ist und das dann ok ist. zB kam sie zu allen (!) unseren Verabredungen ein paar Minuten später als wir verabredet waren, was für mich völlig ok ist. Ich selber bin zwar fast immer eher 15 Min zu früh irgendwo als 2 Min zu spät, aber ich kann das bei anderen gut aushalten auf sie zu warten, weil ich immer ein Buch in der Tasche habe. Ein einziges Mal war ich 5 Minuten nach der verabredeten Zeit da, weil ich durch eine Baustelle, die ich bis dato nicht kannte und auf die ich also nicht eingestellt war, eine größere Umleitung fahren musste. Da war sie zum ersten Mal vor mir da und hat mich erst mal angemeckert, dass ich zu spät sei. Mir war das ja selber furchtbar unangenehm, weil ich mich eigentlich nie verspäte und ich hab mich wortreich entschuldigt. Dass das ein bisschen schräg von ihr war, weil sie sonst immer zu spät kommt, ist mir da erst hinterher aufgefallen.

    Das, was du über das Unbefangene schreibst, trifft es sehr genau. Ich _kann_ das einfach nicht aushalten, wenn die Beziehungen um mich rum, auf so wackligem Fundament stehen, dass sie in ihrem Grundsatz in Frage gestellt werden. Ich muss nicht immer mit Freunden einer Meinung sein und Dinge gleich sehen, aber was mich irre macht ist, wenn so etwas die ganze Freundschaft in Frage stellt. Und letztendlich habe ich – und ich weiss noch nicht, ob ich das nicht bald schon bereuen werde – nach ihrem Ultimatum für mich entschieden, dass ich diese Art des unter Druck gesetzt werdens nicht aushalten kann und auch nicht aushalten _möchte_. Das habe ich ihr auch geschrieben, deswegen denke ich nicht, dass sie sich nochmal bei mir melden wird. *soifz*

    @WdW: Liebe wunderbare Welt, (Ich weiss nebenbei nie, ob ich nun du oder Sie schreiben soll. Wenn es recht ist, bleibe ich auf meinem Blog beim ‚du‘.) vielen Dank vor allem für den letzten (Ab-)Satz. Ich denke immer, dass ich eine ganz lausige Freundin bin – eben wegen dieser Phasen, wo ich mich so sehr in mich selber zurückziehe, um niemandem auf die Nerven zu gehen. Das einzige, wovon ich weiss, dass ich es zu bieten habe, ist Verständnis für die meisten Dinge und Loyalität.

    Ich bin ja gerne bereit für’s Beharken, es ist nicht nur in der Physik so, dass Reibung Wärme erzeugt! Das Schlimme ist, dass ich mich mittlerweile frage, ob ich mir da nicht ein bisschen was vorgemacht habe, weil ich so gerne wollte, dass es passt. Es gab schon Dinge, die mich zum Schlucken gebracht haben, nicht mal unbedingt mir gegenüber, sondern wie sie in deren Abwesenheit über ihre andere Freundin gesprochen hat und dass es sich manchmal anhörte, als wäre sie hauptsächlich wegen deren Cabriolet und den tollen Ausflügen, die sie damit machen, mit ihr befreundet. *soifz* Das liest sich so als würde ich jetzt aus Verbitterung die negativen Dinge rauskramen, so meine ich es aber gar nicht. Ich will sie nicht nachträglich irgendwie schlecht machen und es ist ja auch ihre Sache, wie sie Freundschaften handhabt und definiert. Ich fühle mich eher ein bisschen dusslig, dass ich das alles gar nicht sehen wollte und vor allem nicht zu mir in Bezug setzen, auch wenn es mir manchmal schräg vorkam.

    @Isi: Hab vielen Dank für deinen Kommentar (ich freue mich auch über Kommentare zu alten Beiträgen, nur keine Scheu :)) und sei herzlich Willkommen auf meinem Blog. Ich freue mich sehr über dein Kompliment über’s Blog! 🙂
    Das was du schreibst, dass einen auch Jahre später solche Begebenheiten nicht loslassen und noch belasten, das kenne ich sehr gut. Ich habe einige andere solcher Begegnungen, die noch in mir drin wüten (über manche davon habe ich mittlerweile gebloggt und gemerkt, dass mir das tatsächlich ein bisschen beim Loslassen hilft). In diesem Fall bin ich tatsächlich froh – auch wenn es erst mal noch so weh tut – dass sie das so deutlich gemacht hat. So muss ich mich wenigstens nicht fragen, was passiert ist. Ich verstehe zwar nicht, wie sie zu der einseitigen Einschätzung kommen kann, weil meine Wahrnehmung eine viel ausgeglichernere ist, aber ich habe wenigstens überhaupt einen Einblick in ihre Sicht und muss mich nicht ewig fragen, was in ihr vorgeht und was ich nicht verstanden habe.

  11. Liebe Katja,

    schön, dass Du gesund zurück bist! Ich hoffe, Du hast Dich gut erholt!

    Ich kann gut nachvollziehen, was Du meinst – manchmal wünscht man sich eben Dinge so sehr, dass man bereit wäre, vieles dafür zu tun. Aber eben nicht alls. Und das ist gut und richtig!

    • Liebe WdW,
      die Erholung kam leider ein bisschen kurz, weil es so wahnsinnig viel zu gucken gab, aber ich habe zumindest jede Menge Eindrücke gesammelt und das ist es für mich auch, was letztendlich das Gefühl ausmacht, aus dem Alltag draussen gewesen zu sein und damit dann auch dafür sorgt, dass ich diese Zeit bewusster wahrnehme und sie mir nicht so vorbeirennend vorkommt. 🙂

      Dass ich klar(er) definieren kann, was ich nicht möchte, ist für mich noch ganz neu. Bisher tickte ich immer so, dass es für mich unheimlich wichtig war, gemocht zu werden und ich habe dann oft in solchen Dingen keine klare Position finden können und vieles runtergeschluckt. Aber letztendlich hat das dann auch immer genagt und sich nicht wirklich echt angefühlt. *soifz*
      Danke für’s Verstehen! Das ist mir ja so wertvoll!

  12. Pingback: Gedankengeschwurbel über Freundschaften und ein Umdenkversuch | Gedankensprünge

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