Unvorstellbar

Zu den Dingen, die jenseits meiner Vorstellungskraft liegen, gehört zum Beispiel, dass es Menschen gibt, die keine Erdbeeren mögen.

Ich meine, bei Stachelbeeren kann ich das ja gut nachvollziehen, die sind ja nun wirklich nicht so dolle und selbst bei Rhabarber, den ich sehr mag, kann ich akzeptieren, dass es Menschen gibt, die ihn vielleicht ein bisschen weniger schätzen. Aber Erdbeeren? Also bei Erdbeeren ist mir das ein Rätsel. So fruchtig. So rot. So verführerisch. So Sommer. So erdbeerig. Wie kann man die nur nicht mögen?

Ungefähr 10,5 Monate im Jahr habe ich Sehnsucht nach diesen süßen Früchtchen. Die Erdbeere ist für mich also sowas wie das Meer unter den Obstsorten und gerade bade ich fast jeden Tag in jenen aus dem eigenen Garten. Die sind dann sowas wie die Atlantikwellen unter den Früchten. 😀

Deswegen finde ich es ganz famos, eine weitere Methode ausprobiert zu haben, um den herrlichen Geschmack ein bisschen zu konservieren und weil ich sicher bin, dass ihr auch alle unglaublich große Erdbeerfans seid (wir erinnern uns: dass ihr sie nicht mögen könntet, liegt jenseits meiner Vorstellungskraft, bitte lasst mir meine Illusion), bin ich durchaus bereit diese Methode mit euch zu teilen, denn noch ist ausreichend Zeit und Frucht, um sich selber einen kleinen Vorrat für den Winter anzulegen. 🙂

Und falls ihr euch jetzt denkt „na wovon denn überhaupt? Nu komm mal auf den Punkt!“ kürze ich also mal weitere Lobes- und Liebeshymnen ab und komme direkt zum Rezept für

Erdbeersirup

Man braucht dafür:

1 kg reife schöne Früchte
500 g Zucker
250 ml Wasser
Zitronensaft aus 2 Zitronen

Und so geht’s:

Die Erdbeeren waschen, putzen, gründlich pürieren und in einem großen Topf mit den restlichen Zutaten verrühren. Ab auf den Herd damit, aufkochen und dann ca. 15 min bei schwacher Hitze vor sich hinköcheln lassen. In der Zwischenzeit kann man passende Flaschen oder Gläser sterilisieren. Einfüllen, heiss verschließen. Fertig.

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Zusammen mit Wasser wird’s eine herrliche Erdbeerlimonade. Man kann’s aber sicher auch mit Eis oder Pfannkuchen oder Waffeln oder Pudding oder Quark oder Joghurt oder Milch kombinieren. Und wenn man ausreichend viel davon kocht, kann man wahrscheinlich sogar darin baden. Das ist dann aber vermutlich mehr klebrig als wirklich noch toll – obwohl es ja quasi Atlantikwellen sind. :mrgreen:

Katja

 

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18 Kommentare zu “Unvorstellbar

  1. 500g Zucker klingt viel finde ich. Ist das für die Haltbarkeit? Und wird die Süße mit dem Zitronensaft wieder ausgeglichen..? Klingt aber insgesamt nach her sehr guten Methode, um länger was von den Erdbeeren zu haben.
    Ich kenne tatsächlich jemanden, der mag keine Erdbeeren. Wirklich nicht nachzuvollziehen!!

  2. Ich habe eine Kollegin, die keine Erdbeeren mag! Unglaublich ist das! Während bei mir ein Pfund oder auch Kilo Erdbeeren irgendwie nicht länger als 5 – 10 Minuten überleben… Rätselhaft, das alles.

  3. @Svü: Du bist doch mittlerweile auch Profi in Sachen Sirupkochen! 🙂

    @Kopfkreisel: Der Zucker 1:2 mit Frucht ist für einen Sirup schon recht gemäßigt. Viele kochen grundsätzlich im Verhältnis 1:1. Den Erdbeersirup mit so wenig Zucker habe ich jetzt zum ersten Mal probiert – muss also noch sehen, wie lange er damit haltbar ist. Für die Haltbarkeit sind das Einkochen mit Zucker und die im Zitronensaft enthaltene Zitronensäure. Man kann auch die Säure in Pulverform verwenden, aber ich mag den Geschmack vom Saft lieber. Dann bekommt’s eine zitronige Note und wird nicht nur sauer. 🙂

    @Katrin: Seltsame Kollegen hast du da in der Anstalt. 😀
    Ganz so schnell geht das bei mir nicht, aber ich kann auch bei Erdbeeren schlecht aufhören so lange noch welche in der Schüssel sind. 🙂

  4. *hyperventilier* * sabber*

    Ich brauche wohl dann doch langsam mal ein paar kleine, feine Früchtchen. Die auf der Terrasse lassen sich ja noch’n bisschen Zeit…

    Eigentlich ja gut, wenn man erdbeerennichtmögende Menschen um sich hat. Dann klauen die einem schon mal keine Atlantikwelle..

  5. Ich liebe auch Erdbeeren über alles und möchte nicht auf sie verzichten. Ich kann – einmal damit angefangen – schwer aufhören. Mein einer Sohn hingegen mag Erdbeeren überhaupt nicht. Daher für mich vorstellbar. Liebe Grüße Leonie

  6. @Corina: Dafür sabbere ich dann, wenn meine Pflanzen längst durch sind und bei dir gibt es immer noch Erdbeeren. 🙂
    Die klauen zwar keine Atlantikwellen, aber sind sie nicht höchst suspekt? 😀

    @Leonie: Im Winter fällt mir der Verzicht gar nicht so schwer. Mittlerweile könnte man sie ja wirklich ganzjährig im Supermarkt kaufen, hier zumindest gab es den ganzen Winter über welche, aber da fällt es mir nicht schwer daran vorbeizugehen und sie nicht zu kaufen, weil ich weiss, dass das, was da angeboten wird ohnehin nicht richtig erdbeerig schmeckt.
    Liebe Grüße zurück! 🙂

    • Natürlich mehr als suspekt. 🙂 Ich kenne aber auch niemand, der so drauf ist. Dafür allerdings einige Allergiker. Das ist vielleicht fies. *schnüff*

      • Ich bin toitoitoi nur gegen die Blätter irgendwie allergisch. Genau wie bei Tomaten. Die Früchte kann ich problemlos essen, aber wenn ich Hautkontakt zu den Pflanzen habe, bekomme ich Pusteln (speziell an der empfindlichen Innenseite der Unterarme) und alles juckt.
        Aber das ist alles verschmerzbar, schlimm wäre genau diese beiden Dinge nicht essen zu können.

  7. das ist eine ganz wunderbärliche idee, liebe katja, das muss ich ja mal sagen. leider reicht mein erdbärkonsum in diesem jahr so eben für mich selbst. selbst mein freud muss leiden, dass zu wenige übrig bleiben.
    für einen sirup wird es wohl garnicht reichen, aber ich behalte das rezept mal im kopf.

  8. @Frau Leo: Unbedingt! 🙂 (Und wenn du dann erst mal in die Eisproduktion eingestiegen bist, hast du direkt die erste Soße zum Eis. :D)

    @Jule: Bei mir war es eher aus der Not heraus, dass ich so viele Beeren im Garten hatte, dass wir sie gar nicht so schnell aufessen konnten wie sie nachreiften. Marmelade hatte ich vorher schon gekocht und zum Kuchen backen blieb keine Zeit – und Sirup aus Erdbeeren wollte ich schon seit Jahren mal probieren. 😀
    Dein designierter Garten hat doch bestimmt ein sonniges Plätzchen für ein paar Erdbeerpflänzchen. 🙂

    • ja vermutlich. witzigerweise habe ich schon mal gespinkst und unglaublich viele walderdbeeren gefunden :mrgreen: auf die freue ich mich besonders. und meinen balkon hab ich ja dann auch noch hihi. aber erdbären pflanzen werd ich wohl erst nächstes jahr. oder müssen die im herbst schon rein?
      wie wärs mit einer garten-do-it-yourself-sparte bei dir im blog? 😉

      ich will jetzt auch erdbären..

      • Janee, von Garten habe ich so gar keine Ahnung und auch keine Lust, mir welche drauf zu schaffen. Garten ist bei mir keine Kopfsache, ich mache bei den meisten Dingen einfach drauflos und gucke, ob’s was wird. Auf den Samentütchen steht ja immer drauf, wann man die Sachen grob aussähen sollen, viel mehr beachte ich nicht. Ich gieße alles, was in Töpfen wächst, die im Boden wachsen bekommen nur Wasser, wenn sie frisch ausgesäht oder gepflanzt sind – oder wenn es tatsächlich wochenlang am Stück trocken sein sollte (was aber so gut wie nie vorkommt). Früher habe ich alles gegossen, das habe ich mir vor 2 Jahren abgewöhnt. Die Pflanzen wissen schon wie’s geht und wenn es trocken ist, dann bilden sie mehr Wurzeln und suchen tiefer nach Wasser – nur wenn man sie zu sehr hätschelt und verzieht muss man sie dann immer gießen. (Achtung: gefährliches Halbwissen. Das mit den besseren Wurzeln hatte ich mal gelesen, mir den Rest zusammengereimt und in meinem Garten funktioniert das. Ich erhebe damit aber keinen Anspruch drauf, es tatsächlich zu wissen.)
        Wenn irgendwas gar nicht klappt, dann googele ich vielleicht mal. Oder bei den ganzen Büschen, die schon vor mir hier wohnten, hab ich irgendwann gegoogelt um rauszufinden, wann man die schneiden sollte, damit sie keinen Schaden nehmen. Aber alles andere mache ich einfach drauflos. Wenn man mich im Garten beobachten würde, würde man merken, wie planlos ich da vorgehe. Mal zupfe ich da zwei Hand voll Unkraut, dann pflanze ich da was ein, dann schnippele ich da ’nen Ast ab. Was mir gerade ins Auge fällt, wird gemacht (und um Unkraut kann ich recht gut drumrumgucken).
        Und das muss auch so sein und bleiben, weil ich glaube, dass genau das der Grund dafür ist, dass ich das so unheimlich entspannend und erdend finde, dass ich einfach was mit den Händen mache ohne dabei viel darüber nachzudenken, was ich mache. Und ich kann zwar über dieses Fühlen dabei bloggen und mache es ja auch gelegentlich, aber ich kann überhaupt keine Tipps darüber geben, wie man die Dinge tatsächlich richtig angehen würde, wenn man Ahnung von dem hätte, was man da tut. 🙂

  9. Uns ist aufgefallen, dass Ihr Blog viele leckere Rezepte hat! Wir würden uns dafür freuen, wenn Sie sich auf Rezeptefinden.de registrieren, damit wir auf ihn verweisen können.

    Rezeptefinden ist eine Suchmaschine, die hunderte Blogs und Kochseiten aus Deutschland zusammenstellt, und die Blogger profitieren davon, dass Rezeptefinden ihre Seite weiter bekannt macht.

    Um sich auf Rezeptefinden registrieren, gehen Sie einfach auf http://www.rezeptefinden.de/top-food-blogs-hinzufügen

    Mit freundlichen Grüßen,
    Rezeptefinden.de

    • Vielen Dank, aber ich bin für den gleichen Zweck schon bei google.de vertreten und dort wird keine mehrsekündige Werbung vorgeschaltet, bevor ein Klick auf meinen Blog weitergeleitet wird. 🙄

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