Wirre Träume

Heute Nacht habe ich sehr wirr geträumt. Das passiert ja häufiger mal und oft kann ich danach nicht wieder einschlafen. Es passiert aber trotzdem selten, dass mir der Kram auch etliche Stunden nach dem Aufwachen (was heute um kurz nach 5 war) noch so präsent ist. Daher schreibe ich den schrägen Kram heute mal auf:

Ich war in einem Krankenhaus, aber nicht weil ich krank war, sondern weil ich Medizin studierte. Wie absurd der Gedanke war, war mir selbst im Traum klar. Ich kann nämlich weder Blut sehen ohne umzukippen noch Nadeln, die sich menschlicher Haut nähern, um reinzupieken. Also war ich in diesem Krankenhaus, um mich abzuhärten. Und meine Kommilitonen waren auch alle da. Wir waren in einem großen Krankenzimmer untergebracht und saßen in Krankenhaushemdchen, die hinten offen waren, auf den Betten. Zwischen den Betten gab es bodenlange weisse Vorhänge, die teils zurückgezogen waren, teils geschlossen. Ein junger Arzt kam und ich versuchte, ihn davon zu überzeugen, dass ich hier völlig falsch bin, weil ich gar nicht Medizin studieren sollte, aber er hörte mir gar nicht richtig zu. Als er mir dann mit einer Spritze in die Armvene pieksen wollte, wurde ich ohnmächtig.

Als ich wieder aufwachte, stand ich im Badezimmer des Hauses, in dem ich aufgewachsen bin und tuschte mir die Wimpern. Meine Schwester war auch da und auch ihr zweiter Exmann. Der war aber viel jünger, hatte eher das Alter, das er vor deren Ehe hatte. Meine Schwester war auch jünger als sie heute ist, aber älter als P. Ich war aber, glaube ich, so alt wie ich tatsächlich bin. Irgendwann hörte ich Lärm im Haus, obwohl eigentlich niemand hätte da sein sollen. Ich ging los, um nachzusehen, wo das herkam und fand in meinem früheren Wohnzimmer meinen Onkel mit irgendwelchen Leuten, die ich nicht kannte. Ich regte mich furchtbar darüber auf, dass er einfach in das Haus eingedrungen war, aber noch mehr, dass er in diesem Raum war, obwohl ich ihm doch früher schon deutlich gesagt hätte, dass er dort nichts verloren hätte. Das Zimmer hatte aber nur die Lage im Haus und die Wandfarbe mit meinem ursprünglichen Wohnzimmer gemeinsam, die Möbel darin kannte ich nicht. Da standen nur eine ganze Menge Sofas und die standen alle mitten im Raum und mit der Sitzfläche aneinander geschoben, sodass man nur über die Rückenlehne in die Sofaburg reinklettern konnte. Mein Onkel saß dort ganz entspannt mitten drin und trug einen grauen Anzug. Meine Aufregung über sein Eindringen tat er einfach ab.

Dann hörte ich es wieder poltern, dieses Mal aus der unteren Etage und dort fand ich an die 20 Leute, die rund um eine große festlich gedeckte Tafel saßen. Sie behaupteten alle zu meiner Familie zu gehören, aber ich kannte überhaupt nur 2 meiner Tanten, die sich auf einmal schrill kreischend und keifend vor mir aufbauten, aber ich wusste gar nicht, was sie von mir wollten. Ich ging zurück nach oben, um meine Schwester für Unterstützung zu holen, aber die war nicht mehr da. Stattdessen hatte eine junge Frau, die ich nicht kannte, die aber behauptete, die Frau eines meiner Cousins zu sein, angefangen, in meinem Schlafzimmer aufzuräumen und meine Sachen, in Schränke und Kartons zu stopfen. In echt war das allerdings nie mein Schlafzimmer, sondern ganz früher jenes meiner Eltern und als ich die Wohnung alleine bewohnte, habe ich den Raum nie genutzt. Im Traum war mir bewusst, dass das eigentlich gar keinen Sinn machte, dass meine Sachen in dem Zimmer waren, aber ich wusste nicht weswegen. Und ich wusste auch, dass ich die gar nicht so wüst in der Gegend herumgeworfen hatte und für die Unordnung verantwortlich war und versuchte das dieser Frau zu erklären, weil es mir irgendwie peinlich war, für so unordentlich gehalten zu werden.

Dann war ich plötzlich wieder unten, ohne dass ich mich daran erinnern könnte, runtergegangen zu sein und ich weiss noch, dass ich mich völlig hilflos fühlte, weil diese Menschen einfach in meine Wohnung eingedrungen waren und mich wie ein Kind behandelten, obwohl ich längst erwachsen war und dass ich mich furchtbar bedrängt und deren Verhalten als übergriffig empfunden habe, obwohl ich gar nicht so genau wusste, was sie dort überhaupt wollten und dass ich mich völlig ohnmächtig fühlte, aber auch empört, weil ich wusste, dass sie sich nicht korrekt verhielten und nicht einfach dort sein durften. Aber ich wusste nicht, wie ich mich zur Wehr setzen sollte. Alle Versuche, mit denen zu reden und ihnen zu sagen, dass sie gehen müssten und gar nicht einfach hätten eindringen dürfen, schlugen fehl, weil mich niemand ernst nahm und alle so taten als seien sie im Recht und ich ein kleines, freches Gör. Mit diesem Gefühl der Ohnmacht wachte ich auf und konnte dann auch nicht wieder einschlafen.

Das eigentlich erschreckende an diesem wirren Mist ist, dass ich ihn sogar verstehe…

Katja

 

 

 

 

2 Kommentare zu “Wirre Träume

    • Ja, da hast du natürlich recht. Ich war nur grummelig mit mir selber, weil mir das, was dahinter steckt immer noch zu schaffen macht und ich das nicht einfach ablegen kann. 🙂

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