52 Bücher, Teil 9 und 10

Keine Zeit für lange Texte, muss noch 3 Wochen 52-Bücher-Projekt nachholen. 😀

Thema Nummer 9 war

Regenbogen

und ausgedacht wurde es von Sarah.

Nachdem mir erst mal partout gar kein passendes Buch einfallen wollte, das inhaltlich dazu passt (auf so geniale Ideen wie zB Artemis Fowl bin ich natürlich nicht gekommen) und auch keines, das einen Regenbogen auf dem Cover hat (Schallplattencover hätte ich da ja gleich mehrere gehabt) und nachdem ich mich deswegen fast schon geschlagen geben und zum ersten Mal für diese Runde aussetzen wollte, kam mir dann, beim Blick ins Regal, doch noch der rettende Einfall und so gibt es dieses Mal keine echte Buchvorstellung, sondern stattdessen ein Foto:

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Ich hab ja eine recht umfangreiche Kochbuchsammlung und aus dieser Serie habe ich insgesamt sogar 13 Stück – ganz klar, dass dann natürlich auch die Regenbogenfarben mit dabei sind.

Zum Glück ist um die Ecke denken ja durchaus erlaubt im Projekt. 😀

Und es geht direkt weiter mit dem 10. Thema, das von Sabienes stammt und

Ein Buch, das man wunderbar unter ein Tischbein schieben kann, damit der Tisch nicht mehr wackelt

lautet.

Dabei kam mir direkt ein ganz bestimmtes Buch in den Sinn – das einzige, das ich eigentlich von Herzen gerne nach dem Lesen in die Tonne gepfeffert hätte, wovon mich nur ein seltsamer Respekt Büchern an sich gegenüber abhielt. Aber eigentlich ist das doch nicht so gut für den Zweck tauglich, weil man es unterm Tischbein ja durchaus gelegentlich im Blick hat und an dieses Buch möchte ich eigentlich lieber gar nicht zurückdenken, der größte Schund, den ich je gelesen habe: Mädchenmörder von Thea Dorn.

Spoilerwarnung: ich verrate hier inhaltliche Dinge des Buches (auch den ‚Clou‘) und wer sexuelle Gewalterfahrungen hat, sollte vielleicht lieber nicht weiterlesen.

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Neulich im Lieblingsrestaurant

Vor fast 2 Monaten, beim Besuch im Lieblingsrestaurant, habe ich zum ersten Mal überhaupt Crème Brûlée gegessen und weil die dort immer herrlich ungewöhnliche Nachtischkombinationen haben, war es eine Rosmarin Crème Brûlée. Ich liebe Rosmarin und in dieser Kombination war ich der Crème sofort verfallen.

So toll sah natürlich nur jener im Lieblingsrestaurant aus.

So toll sah natürlich nur jener im Lieblingsrestaurant aus. Ich brauche mehr Geschirr! Ich kann so nicht arbeiten! 😀

Und weil ich schon seit einiger Zeit einen kleinen Brenner zum Flambieren und Karamellisieren und dergleichen mein eigen nenne, den ich bis dato noch nicht ausprobiert hatte, sollte es dann bitteschön auch genau dieser Nachtisch werden, mit dem ich das Ding einweihen wollte.

Ein Rezept war hier recht schnell gefunden, allerdings brauchte ich dann über 4 Wochen bis ich frischen Rosmarin beim Einkaufen ergattern konnte.  Beim ersten Versuch hatte ich mich genau ans Rezept gehalten, nur zusätzlich noch gehackten Rosmarin reingegeben und die Menge halbiert. Allerdings war da die untere Hälfte der Creme noch recht flüssig. Das war auch lecker, aber fest wäre natürlich schöner. Also habe ich gestern nochmal rumprobiert und das Rezept ein bisschen abgewandelt und so wurde es dann auch bei mir bis ganz zum Boden fest.

Für 4 Portionen braucht man:

200 ml Sahne
200 ml Vollmilch
das Mark aus 1-2 Vanilleschoten
6 Eigelb
50 Gramm Zucker
1-2 Zweige Rosmarin
1-2 EL sehr fein gehackte Rosmarinnadeln

1-2 EL brauner Zucker (zum Karamellisieren)

Und so geht’s:

Backofen auf 150°C vorheizen.

Die Vanilleschoten auskratzen und in einem kleinen Topf Sahne, Milch, 25 Gramm Zucker, Rosmarinzweige, ausgekratze Vanilleschoten und das Mark aufkochen. Den Topf vom Herd nehmen und alles noch ein bisschen durchziehen lassen. In der Zwischenzeit die Rosmarinnadeln fein hacken und dann mit den Eigelben (Eigelbs? dem Eigelb? den Eigelbsis? :D) und den restlichen 25 g Zucker mit einem Schneebesen verrühren. Der Zucker sollte sich auflösen, aber das Eigelb nicht schaumig werden.

Die etwas abgekühlte und durchgezogene Milch-Sahne-Mischung absieben und ins Eigelb rühren. In 4 ofenfeste Förmchen füllen und in eine Auflaufform oder die Fettpfanne des Ofens stellen. Wasser in die Form einfüllen, sodass die Förmchen etwa zu einem Drittel im Wasser stehen und ab damit in den Ofen.

Meine brauchten bei 150°C ca. 45 bis 50 Minuten. (Im Originalrezept steht, dass man nach 30 Minuten schon anfangen sollte, danach zu schauen.) Wenn man ein bisschen an den Förmchen wackelt oder in die Creme reinpiekst, merkt man schon, ob sie durchgehend fest ist.

Für mindestens 4 Stunden kalt stellen, besser über Nacht. Dann vor dem Servieren die Oberfläche dünn mit braunem Zucker bestreuen und mit einem Brenner karamellsieren. Wenn man keinen Brenner hat, kann man das wohl auch auf der obersten Einschubleiste des Backofens bei eingeschalteter Grillfunktion machen, aber das habe ich nicht ausprobiert.

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Dolles Zeug!

Katja