52 Bücher, Teil 7 und 8

Das ist ja jetzt schon ein bisschen peinlich. 6 Wochen lang war ich ziemlich pünktlich mit dabei und habe meine Beiträge für’s 52-Bücher-Projekt geschrieben und dann ausgerechnet im 7. Teil, als Katrin ein Thema ausgewählt hat, das ich vorgeschlagen hatte, fange ich an so zu schwächeln. 😳

Im März ging bei mir echt überaus wenig, das war kein guter Monat und so richtig ist das auch noch nicht vorbei, aber ich will jetzt endlich mal anfangen, ein bisschen aufzuholen. Die Themen waren nämlich schon durchaus so, dass ich sie gerne beantworten möchte.

Daher jetzt in ein bisschen gehetzt und knapp direkt 2 Themen auf einmal:

Woche 7:

Du betrittst zum ersten Mal die Wohnung deines neuen Schwarms. Welches Buch sollte auf dem Couchtisch (oder natürlich wahlweise auf dem Nachttisch) rumliegen, damit du dir sicher bist “Hier bin ich richtig!”?
(Bonusfrage: Welches Buch dürfte dort auf keinen Fall rumliegen?)

Das Thema fiel mir irgendwann nächtens ein, als ich nicht schlafen konnte und als ich mich morgens beim Aufstehen immer noch daran erinnerte, reichte ich es bei Katrin ein. Zugegebenermaßen sah das in der Theorie viel einfacher aus: ich war nämlich irre gespannt darauf, was da an Ergebnissen bei den Projektteilnehmern rauskäme, ohne auch nur auf die Idee zu kommen, mal darüber nachzudenken, welche Bücher das bei mir wären. Dass das in der Praxis nämlich gar nicht so einfach ist, fiel mir auf, als das Thema tatsächlich bei Katrin auftauchte. 😀

Weil es natürlich feige wäre ausgerechnet beim eigenen Thema zu kneifen, lasse ich mir also trotzdem etwas einfallen. :mrgreen:

Früher, in Zeiten als ich noch mehr oder weniger regelmäßig zum ersten Mal in Wohnungen oder Zimmer von von mir Umschwärmten kam, hatte ich ehrlich gesagt gar kein Auge für Bücher. Mir fiel zwar auf, ob es welche gab und ich war misstrauisch, wenn es keine gab. Aber der eigentliche Anziehungspunkt war für mich immer die Schallplattensammlung. Die musste ich stets erst mal durchblättern, nach Gemeinsamkeiten suchen und auch nach Musik, die ich gar nicht kannte.

Weil das aber natürlich bei einem Buchprojekt nicht gilt, hier also eine Auswahl von Büchern, von denen eines zu finden, ich schon recht cool fände:

Dieter Moor und Sabine Schneider – ganz & einfach

Ja, ein Kochbuch, mein Lieblingskochbuch. Lustigerweise waren Kochbücher in der letzten Runde der 52 Bücher das 7. Thema und ich habe das Buch damals dort vorgestellt. Zum Thema passt es für mich, weil ich wahnsinnig gerne koche, weil ich kochende Männer mag und denke, wenn einer jenes Buch rumliegen hat, dann hat er vielleicht eine ähnliche Leidenschaft für’s Kochen. Aber nicht so chichi-mäßig, sondern ganz & einfach.

Flix – Don Quijote

oder auch ein anderes von Flix Büchern, weil ich es grandios finde, wie wahnsinnig viel dieser großartige Zeichner mit so wenigen Worten im Zusammenspiel mit seinen Zeichnungen sagen kann und dass die ganz textlosen Bilder und auch manchmal einfach nur weisse Seiten ganz ohne Text oder Zeichnung, häufig die tiefsten Aussagen enthalten – wirkungsvoll ohne effekthascherisch zu sein. Große Liebe hier. ♥

Ein (oder auch gerne mehrere) Reiseführer

weil Reisen für mich etwas ganz anderes ist, als irgendwo Urlaub zu machen und weil dazu natürlich gehört, dass man sich schon vorher oder auch hinterher mit der Gegend irgendwie vertraut macht. Weil Reiseführer ein gutes Indiz für Fernweh sind, das mich auch dauernd plagt, fände ich es gut, wenn in der Wohnung welche rumlägen.

Irgendwo in der Wohnung, am besten in einer unteren Ecke eines Bücherregals, auf keinen Fall irgendwo effekthascherisch auf einem Tisch oder Nachttisch liegend, würde ich ausserdem gerne den kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry finden, am liebsten ein bisschen zerfledderd, weil er mehr als einmal gelesen wurde. Finden würde ich ihn gerne, weil er für mich besonderen (Stellen-)Wert hat, rumliegen sollte er aber auf keinen Fall, weil mir das zu kalkuliert wirken würde, zu manipulativ.

Das mit den no-go Büchern ist auch nicht so einfach, weil man da ja schon differenzieren muss, aus welchen Gründen sie gelesen werden. Da kommen bei mir auch die gleichen vor, wie bei einigen anderen auch schon, zB die Bohlen Biografie oder Thilo Sarrazin. Ein Parteibuch von der FDP würde mich wohl auch rückwärts zur Tür raustreiben.

Woche 8:

Klolektüre

Kurzes und knappes Thema von Lioman.

Kurze und knappe Antwort von mir: Hier gibt’s gar keine Klolektüre. In ganz ganz seltenen Fällen, wandert das aktuelle Buch mal mit ins Bad – aber nur, wenn’s gerade so furchtbar spannend ist, dass ich es auf keinen Fall aus der Hand legen kann. In die Badewanne kommt auch nur das jeweils aktuelle mit, kein spezielles Buch für’s Badezimmer.

Bonusantwort: mein Handy darf nicht mit in die Wanne oder auch nur an den Rand, weil ich viel zu viel Angst hätte, dass ich es in einem Schusseligkeitsanfall in der Wanne versenken würde.

Alle Projektbeiträge sammelt Katrin in ihrer tollen Liste! Zwei geschafft, fehlen noch 9 und 10, dann bin ich wieder auf dem Laufenden. Vielleicht auch 9, 10 und 11, wenn ich das nicht vor dem Wochenende erledige. Aber ist ja zum Glück alles ganz flauschig und puschelig hier! 🙂

Katja

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12 Kommentare zu “52 Bücher, Teil 7 und 8

      • Das ist nicht so einfach zu beantworten. Wenn es tatsächlich um die Traummann und hier-bin-ich-richtig-Problematik geht, dann würde mich das – falls nicht rückwärts raustreiben – dann doch schlucken lassen. Grundsätzlich wäre ich aber vermutlich schon neugierig auf das Warum. Ich bin nur nicht sicher, wie weit es dann noch mit meiner Schwärmerei ginge.

      • Um noch mal anders zu fragen: Siehst du denn nun einen grundsätzlichen Unterschied zwischen der FDP und den anderen Parteien (meinetwegen auch nur denen, die du nicht magst)?

      • Ja, für mich gibt es da Unterschiede bzw. ein Ranking innerhalb der für mich persönlich unwählbaren Parteien – falls es das ist, worauf du hinaus willst. Die FDP liegt da durchaus vorne, aber nicht ganz alleine.

      • Naja, ich meine weniger ein Ranking. Ich hatte einfach den Eindruck, dass die FDP irgendwie eine einzigartige Sonderrolle einnimt, weil du sie im ursprünglichen Post so hervorgehoben und in den Kommentaren erwähnt hast, dass dich bei anderen immerhin noch die Gründe interessieren würden, auch wenn du dann im Folgekommentar schriebst, dass das da auch so sein könnte.
        Ich finde es halt traditionell eigenartig, dass die FDP von so vielen Menschen als so besonders unangenehm empfunden wird. Weniger, weil sie für mich von allem immer noch die wählbarste Partei ist (was bei mir bekanntlich nicht viel heißt), sondern vor allem, weil ich ihre Besonderheit einfach nicht sehe.

      • Ich habe jetzt seit heute Morgen überlegt, weswegen sich dein Kommentar für mich ein bisschen merkwürdig anfühlt. Ich glaube, es liegt daran, dass ich den Satz in meinem Blogartikel gar nicht so explizit gemeint habe bzw. der FDP gar nicht diese explizit herausragende Rolle einräumen wollte, wie du es anscheinend aufgefasst hast. Für mich war das eine Aufzählung; einige Beispielbücher für die eben jene Anforderung gilt, dass ich sie lieber nicht in der Wohnung eines Schwarms rumliegen sehen würde.
        Weil natürlich bei Schwärmereien jede Menge Dinge mitreinspielen und Bücher im Grunde dabei erst mal völlig egal sind, ist die ganze Frage und auch ihre Antwort von vorneherein mit deutlichem Augenzwinkern gemeint.

        Versteh mich hier bitte nicht politischer als ich das überhaupt meinte. Ich halte mich ganz bewusst im Web aus fast allen (politischen) Diskussionen raus, weil ich hier oft sehr persönliche Dinge schreibe und mich damit angreifbar mache. Und weil ich ein bisschen (naja, vielleicht auch ein bisschen mehr) Angst habe, das könnte sich irgendwann rächen, halte ich mich an anderen Stellen / bei anderen Themen oft zurück.

        Und ja, ich bin schon selber drauf gekommen, dass es dann natürlich dämlich war, das überhaupt in den Artikel zu schreiben. 😳

      • Ach was dämlich. Ich wollts ja nur wissen. Danke für die Erklärung! Ich hoffe, dich nicht unmäßig bedrängt zu haben, denn ich fände es schlimm, wenn ich jetzt dazu beigetragen hätte, dass du in Zukunft noch zurückhaltender bist.

      • Keine Bange, ich habe mich nicht bedrängt gefühlt. Und wenn es so gewesen wäre, hätte ich mich bei dir auch sicher genug gefühlt, dir das einfach zu sagen. 🙂

        Mich nervt das manchmal selber, dass ich mich an Stellen, wo ich eine deutliche Meinung habe, oft nicht traue, die irgendwo ins Web zu schreiben aus dieser Angst heraus, dann nicht mehr unauffällig genug zu sein und die (für mich) falschen Leute anzulocken. Aber mir ist diese Möglichkeit, hier meinen Kopf auszukippen viel zu wichtig und ich weiss, dass ich viel zu dünnhäutig bin, als dass ich da großartig gelassener sein könnte.

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