11-Dingens-Stöckchen

Wenn die zukünftige Weltherrscherin ruft, sollte man tunlichst eilen. Und wenn man das mit dem Eilen schon nicht hinbekommt und seinem Feedreader wieder mal gnadenlos hinterherstrampelt, weil die internette Zeit so knapp war, sollte man doch wenigstens den Ruf nicht ignorieren, sondern das Stöckchen nach Hause tragen, das sie einem zuwirft. Bevor man das sonst irgendwann über die Rübe bekommt, wenn Katrin erst mal an der Macht ist. 😀

Ich zitiere dann mal:

Das Ganze funktioniert so:

  • Blog verlinken, von dem ihr getagged wurdet
  • 11 gestellte Fragen beantworten
  • 11 Dinge über mich aufzählen
  • 11 Fragen an die nächsten von euch auserwählten Blogger stellen
  • 11 weitere Blogger aufzählen und taggen
  • Die 11 auserwählten Blogger informieren

Und danach 11 Caipis trinken… (Diese Optimierung des Stöckchens ist von mir.) ;-)

Vielleicht sollte ich mit dem letzten Punkt beginnen, damit mir auch wirklich an der entsprechenden Stelle 11 Dinge einfallen.

Hier die Fragen, die Katrin gestellt hat und meine Antworten dazu:

  1. Mephisto oder Engelchen? Engelchen, meistens. Obwohl ich manchmal wünschte, das wäre nicht so zwanghaft bei mir.
  2. Caipi oder Tee? Früher eindeutig Caipi. In den letzten Jahren habe ich insgesamt nur sehr wenig Alkohol getrunken (mal von diversen Spanienurlauben abgesehen), sodass es eher auf den Tee herausläuft. Aber natürlich mache ich das nur, damit mehr Limetten für Katrin übrig bleiben.
  3. Rahm oder Rösler? George Clooney, Jon Bon Jovi und Johnny Depp!
  4. FC Bayern München oder eine andere Mannschaft, egal welche? Egal welche! Naja nicht ganz. Aus Hamburgliebegründen und des Mitfans wegen natürlich nur der HSV, aus lokalpatriotischen Gründen freue ich mich aber auch über Siege der Eintracht.
  5. Puscheligkeit oder Polonäse Blankenese mit Wendehals? [WARNUNG VOR DEM LINK, DAS ANKLICKEN KÖNNTE IHRER GEISTIGEN GESUNDHEIT SCHADEN!] Nur Puscheligkeit pusht! (Dieser Link ist völlig ungefährlich! Naja, bis auf die akute Quiekgefahr!)
  6. Nougat oder Nulldiät? Nougat. Auch wenn ich zum ersten Mal im Leben versuche, in der Fastenzeit tatsächlich „7 Wochen ohne“ zu leben und einen Bogen um sämtliche Süßigkeiten und Naschwerk mache, was erstaunlich gut klappt. Selbstdisziplin kann ich.
  7. Loriot oder Hape Kerkeling? Loriot. Bis ich vor einiger Zeit „Ich bin dann mal weg“ las, hätte ich jetzt auch vehement behauptet, Hape nicht leiden zu können, aber das Buch hat mir so gut gefallen, dass ich ihn mit anderen Augen sehen kann. Aber Loriots Humor liegt mir einfach eher. Den verehre ich sehr.
  8. facebook: toll oder doof? Ich hatte noch nie einen Account. Ich fänd es also doof, das zu beurteilen ohne es wirklich zu kennen. Aber ich habe auch bisher nichts vermisst (mal abgesehen von einigen wenigen Menschen, die dort aktiver sind als anderswo im Netz), insofern also wohl eher doof.
  9. Krötentunnel oder Licht am Ende des Tunnels? Licht. Muss ich als Engelchen doch jetzt sagen, oder? Es muss schon einiges passieren, bis ich meinen Optimismus mal verliere. (Mal von Dauerschmerzen abgesehen, dann geht das schneller als mir lieb ist, habe ich gerade erst wieder gemerkt.)
  10. Wie sollte man Menschen bestrafen, die Caipi mit Zitronen anstatt mit Limetten zubereiten?  Man sollte darauf bestehen, dass sie sich einen neuen tollen Namen für ihr seltsames Gebräu ausdenken. Aber ansonsten soll meinetwegen ja jeder nach seiner Fasson glücklich werden.
  11. Heinos Coverversionen: Katastrophe oder so bekloppt, dass es schon wieder irgendwie cool ist, auf eine spezielle Art und Weise? Ich kenne nur jene von ‚Junge‘ und die finde ich katastrophal. Für mich ist Heino genau so eine Figur, die solche Dinge, wie in dem Text, in echt sagen würden. Daher fehlt mir da der Sinn für die Ironie dahinter. Das ist nicht mal selbstironisch in irgendeiner Weise. Und ich mag den eh nicht, wegen seines saublöden Liedes, in dem mein Name vorkommt und mit dem ich als Teenie von einem ganz speziellen älteren und sehr widerlichen männlichen Verwandten, der immer an einem rumgegrabscht hat, dauernd aufgezogen wurde.

Und weil das ja noch nicht genug über mich war, hier direkt noch 11 Dinge: (wobei ich ahne, dass das schwieriger wird)

  1. Früher trug ich furchtbar viel Schmuck. Unter anderem mehr Ringe als ich Finger hatte. Seit einigen Jahren trage ich nur noch drei Silberringe in den Ohren und drei Silberringe an den Fingern, ansonsten fast nie anderen Schmuck.
  2. Ich habe seit über 10 Jahren keine Armbanduhr mehr. Weder habe ich in der Zeit eine getragen, noch besitze ich eine funktionierende. Auch das war früher ganz anders. Da habe ich Armbanduhren gesammelt und wenn ich sehr gefrustet war, bin ich mit einem Arbeitskollegen in der Mittagspause immer Uhren kaufen gegangen, der den gleichen Tick hatte, dass Uhrenkaufen ihn tröstete.
  3. Ich trinke furchtbar gerne Kaffee, aber ich mag ausser dem Getränk nichts mit Kaffee- oder Mokka- oder Cappucchinogeschmack. Also weder Eis, noch Schokolade oder Torten oder dergleichen.
  4. Ich versuche, jeden Tag Zeit zu finden, um wenigstens ein paar Seiten in einem Buch zu lesen und meistens gelingt mir das. Großer Luxus ist für mich, wenn ich morgens die Zeit und Ruhe habe, um mir einen Kaffee zu kochen und ans Bett zu holen und den ersten Kaffee mit Buch im Bett zu trinken.
  5. Obwohl ich seit fast 6 Jahren hier wohne, habe ich noch nie mit den Nachbarn, die im Haus auf der gegenüberliegenden Straßenseite wohnen, ein Wort gewechselt. Ich kenne die auch gar nicht und würde sie nicht erkennen, wenn ich ihnen irgendwo begegnen würde.
  6. Ich bedaure sehr, dass ich nie gelernt habe, ein Instrument zu spielen. Ich habe mir als Kind ein paar Stücke selber auf der Orgel meiner Schwester beigebracht, hatte aber nie Stunden. Als ich mein Abi nachgemacht habe, habe ich bei einem Mitkollegiaten Gitarrenstunden im Austausch gegen Mathe- und Chemienachhilfe genommen. Allerdings habe ich nach nicht mal zwei Monaten eine so heftige Sehnenscheidenentzündung bekommen, dass ich wochenlang nicht üben konnte und auch danach hatte ich, sobald ich übte, wieder Schmerzen im linken Handgelenk. Ich glaube, das liegt an meinen ziemlich kleinen Händen, mit denen ich nicht gut um den Gitarrenhals rumgreifen konnte, ohne dass das an sich schon wehtat.
  7. Ich erzähle hier auf meinem Blog andauernd irgendwelche Dinge über mich (und speziell eigentlich auch in dieser Form), aber es fällt mir wahnsinnig schwer, mir elf davon auf Kommando einfallen zu lassen.
  8. Ich habe ein furchtbar schlechtes Gedächtnis und muss mir andauernd Dinge notieren, damit ich sie nicht vergesse. Es kommt vor, dass ich vom Schreibtisch loslaufe in Richtung Wohnzimmer, um irgendetwas zu holen oder nachzuschauen und dass ich schon im Flur nicht mehr weiss, wo ich überhaupt hinwollte.
  9. Ich habe Angst vor großen Männern mit dunklen Vollbärten.
  10. Ich halte mich für sehr tolerant, merke aber immer wieder, wie ich an meine Grenzen stoße, wenn mir Intoleranz begegnet. Dann verheddern sich meine Gedanken und Gefühle komplett, weil ich Intoleranz nicht gut tolerieren kann und mich frage, ob ich das nicht eigentlich können müsste, um wirklich tolerant zu sein.
  11. Ich kann mir, bis auf wenige Ausnahmen, kaum Namen von Schauspielern merken. Aber wenn ich einen unbekannteren Schauspieler sehe, von dem ich weiss, dass ich ihn kürzlich in einem anderen Film gesehen habe, lässt mir das keine Ruhe bis ich rausgefunden habe, in welchem Film das war. Den Namen kann ich mir dann trotzdem nicht merken. Ähnlich geht es mir mit Synchronstimmen. Die erkenne ich sehr leicht wieder und bei denen fällt mir auch meist direkt ein, woher ich sie kenne.

Siehe Punkt 7. Uffff.

Jetzt muss ich mir 11 Fragen ausdenken:

  1. Die beste Erfindung der Menschheit?
  2. Meeresrauschen oder Echo der Berge?
  3. All inclusive oder unabhängiger Selbstversorger?
  4. Landei oder eingefleischter Stadtmensch?
  5. Schuhe kaufen: Lust oder Last?
  6. Mein erstes selbstverdientes Geld habe ich ausgegeben für…
  7. Selber kochen oder Tütensuppe?
  8. Bücher: besitzen müssen oder ausleihen?
  9. „Das ist noch gut, das heb ich mal auf“ oder „Nur wer loslässt hat die Hände frei“?
  10. Erdbeeren im Winter kaufen: super Sache oder völliger Irrsinn?
  11. Rätseln: kann ich nicht widerstehen oder kann ich nicht ausstehen?

Den letzten Punkt (nee, nicht die Caipis, den vorher) lasse ich allerdings aus, weil ich es, speziell bei so einem recht aufwändigen Stöckchen, schwierig finde, Leute zu benennen, die antworten sollen. Ich freue mich aber über jede/n, der die Fragen mitnimmt und das Gehölz weiterschnitzt. Ehrlich! Hundeblick! Die Fragen sind immerhin alle in monatelanger Kleinarbeit, ganz ohne Einsatz von Kinderarbeit, handgeklöppelt!

Katja

 

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7 Kommentare zu “11-Dingens-Stöckchen

  1. Danke fürs Mitnehmen und Bearbeiten! Sehr interessante Antworten und Fragen. Die Fragen nehme ich einfach irgendwann mal mit, aber vermutlich erst in 2 Wochen, bis dahin habe ich gaaaanz wenig Zeit.
    Nr. 8 kenne ich. Je gestresster, desto vergesslicher. Zurzeit ganz übel, ein Wunder, dass ich meinen Namen noch weiß. Ich heiße… ähm… Moment mal… Ah, Fellmonsterchen! Genau! (Gut, dass das da unten steht…)
    10: Da Toleranz nicht das Gleiche wie Gleichgültigkeit ist, halte ich es für in Ordnung, gegenüber gewissen Erscheinungen/Einstellungen klare Kante zu zeigen.
    11.: Und ich kenne die meisten Schauspieler nicht mal. Die besten waren eh Loriot und Evelyn Hamann. 🙂

  2. Handgeklöppelte Fragen… wie wunderbar! Vielleicht kann ich mich noch einmal überwinden, mir diese Arbeit anzutun… aber das Gehölz ist doch gigantisch!^^

    Finde ich gut, dass du dir Jon gewünscht hast… geht eben nicht anders, ne? 😉

  3. @Dings äh Katrin: Echt? Du bist auch vergesslich? 😀 Auf deine Antworten wäre ich wirklich gespannt. Insofern freue ich mich darauf, wenn du mal dazu kommst, sie nochmal mitzunehmen. 🙂

    @MestraYllana: Au ja! Über selbstgeknüpfte Antworten von dir würde ich mich auch freuen. Und zu Jon: Yeah! Ich werde nie die Silvesternacht 91 auf 92 vergessen, wo wir irgendwann nur noch zu dritt wach waren, weil alle anderen schon völlig hinüber waren, und im Morgengrauen vor Bon Jovi Videos rumgeflennt haben, weil Jon verheiratet ist – und empörenderweise mit keiner von uns dreien. 😀 Was Alkohol eben so mit einem anrichtet… 😳

  4. uiuiuiiiee.. das ist ja kein Stöckchen mehr, das ist ein Balken, armdick… mindestens 😀

    Bevor ich mir nun vornehme, meine Doktorblogarbeit in Form dieses ausgewachsenen Baumstamms abzuarbeiten und ich womöglich Gefahr laufe, dass andere meine Antworten als pure Abschreiberei abtun… nehm ich einfach nur Deine Fragen und werde sie beantworten… wobei ich schon bei der ersten Frage ins Grübeln komme und ich mich so gar nicht entscheiden kann, ob nun der Filzstift, das Rad, Gefriertüten, der Buchdruck, die Farbenlehre oder Klopapier die beste Erfindung der Menschheit ist/sind/waren…

    Na gut, vielleicht werde ich auch noch ein büschen Enthüllungsjournalismus betreiben und die eine oder andere verschwiegene Kleinigkeit kund tun.

    Liebe Grüße
    Rabea

  5. Pingback: Ableger vom Stöckchen von neulich | Monstermeute & Zeuchs

  6. Pingback: Fragen über Fragen | Gedankensprünge

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