Gelesen im März 2013

In den März passten wirklich gute Bücher rein, nachdem ich anfangs des Jahres ja auch etliche erwischt habe, die eher geht so waren.

Robert Wilson – Andalusisches Requiem

Diesen Roman hatte ich zufällig in einem Stapel reduzierter Bücher im Supermarkt entdeckt und eigentlich halte ich mich dann zurück und kaufe nicht mehr, weil ich ohnehin so viele Bücher auf der Wunschliste habe. Aber hey, ein Blick auf den Klappentext verrät, dass die Hauptfigur – Javier Falcón – ein Inspektor aus Sevilla ist und ich konnte nicht widerstehen.

Dass das eine gute Entscheidung war, war schon nach wenigen Kapiteln klar. Sehr spannend, viele Verwicklungen, aber erstaunlicherweise alle im Bereich des Möglichen und nicht zu sehr absurd und unglaubwürdig konstruiert – naja gut, schon ein bisschen absurd, aber man nimmt’s ihm trotzdem ab, weil es in sich schlüssig ist. Dazu auch sprachlich (übersetzt von Kristian Lutze) schön zu lesen. Macht Spaß und ließ meine Wunschliste meinen SUB, dieer ja eigentlich eh schon lang hoch genug ist, um 3 weitere Bücher anwachsen. Es ist nämlich der letzte Teil der Sevilla-Tetralogie um jenen Inspector Jefe.

Daniel Glattauer – Gut gegen Nordwind

Ich weiss nicht, wie lange es her ist, dass ich zum letzten Mal ein Buch aufgeklappt habe und es erst wieder zuklappen und weglegen konnte, als ich es bis zur letzten Seite durchgelesen hatte. Bei diesem ging es mir so. Und ich musste mich förmlich dazu zwingen, nicht nahtlos die Fortsetzung vom ungelesenen Stapel zu klauben, sondern erst mal durchzuatmen und mir einen Kaffee zu machen. Ja, nicht mal das ging während des Lesens, so sehr hatte mich die Geschichte von Emmi und Leo in ihrem Bann.

Mit einer fehlgeleiteten eMail fängt an, was zu einer wunderbaren atemlosen virtuellen Liebesgeschichte wird, zur vollendeten Nichtbegegnung der Illusionen dieser beiden. Wer schon virtuell geflirtet hat, kennt vermutlich dieses reizvolle Wechselspiel zwischen der physischen Distanz und der unheimlichen Nähe, die man ohne diese Distanz nie zu einem wildfremden Menschen aufbauen könnte. Dieses Gefühl transportiert Glattauer für mich meisterhaft durch seine Worte.

Wahnsinnig tolles Buch! ♥

Ich muss dann dringend mal weg vom Rechner, um die Fortsetzung zu lesen, die zum Glück schon hier liegt!

Daniel Glattauer – Alle sieben Wellen

‚Alle sieben Wellen‘ hatte ich zusammen mit dem Wilson von jenem reduzierten Stapel gegriffen und habe dann zu Hause beim Aufklappen gemerkt, dass es die Fortsetzung einer eMail-Geschichte ist. Ich konnte dann zum Glück nicht widerstehen, mir den Nordwind zu kaufen, um jenen zuerst zu lesen. Und dann nach dem Nordwind, war ich froh, die Fortsetzung schon hier liegen zu haben um fast nahtlos weiterzulesen, aber ich hatte auch ein bisschen Angst, der zweite Teil könne nicht an den ersten heranreichen und mich vielleicht nicht ebenso in seinen Bann ziehen. Alle Befürchtungen umsonst! Erstaunlicherweise wird die Geschichte von Emmi und Leo – und auch diese spezielle Art, wie Glattauer sie erzählt nämlich ausschließlich durch die Texte der eMails, die die beiden sich schreiben – auch im zweiten Teil nicht langweilig. Ich mag keine kitschigen Liebesromane, aber ich mag schöne Liebesgeschichten (die müssen dann nicht mal unbedingt gut ausgehen (was jetzt aber nicht zwingend in Bezug auf diese Geschichte zu verstehen ist – ob die gut ausgeht oder nicht, will ich natürlich nicht verraten)) und diese beiden Bücher sind ganz bezaubernd, weil die beiden Figuren, trotzdem sie sich (nur) schreibend begegnen, in der Geschichte wahnsinnig lebendig werden.

Auf dem Innendeckel der sieben Wellen steht zwar, dass man diese Geschichte auch lesen kann, wenn man den Nordwind nicht gelesen hat. Ich würde aber dringend empfehlen, das nicht zu tun. Und auch nicht in falscher Reihenfolge. Mit dem Nordwind fängt es an und muss es auch anfangen.

Der einzige Haken an den beiden Büchern: sie sind viel zu seitenschwach und zu schnell gelesen. Aber vermutlich macht genau das auch aus, dass sie mir so gut gefallen haben. Da ist kein Raum für Überflüssiges neben der Geschichte.

Elizabeth George – Auf Ehre und Gewissen

Vor zwei Jahren hatte ich zufällig „Gott schütze dieses Haus“ von Elizabeth George gelesen und weil es mir gefiel, nach weiteren ihrer Bücher gesucht und dabei festgestellt, dass es eine ganze Serie um das Ermittlerduo Inspector Thomas Lynley und Sergeant Barbara Havers von Scottland Yard gibt. Die beiden könnten verschiedener kaum sein. Lynley, reicher Nachkomme alten britischen Adels, gutaussehend, mit großem Haus samt Butler, Bentley und den entsprechenden Freunden wirkt nur auf den ersten Blick als Snob, das merkt auch Barbara Havers, Kind der Arbeiterklasse, die noch im Haus der Eltern lebt und sich dort nach Feierabend mehr schlecht als recht um ihre geistig verwirrte Mutter und ihren kranken Vater kümmert, recht bald. So verschieden die beiden sind, so gut ergänzen sie sich in ihren Ermittlungen der Fälle, bei denen auch häufig die Klassenunterschiede eine Rolle spielen.

Bisher war das der dritte Band der Reihe, den ich gelesen habe. Durchweg solide Krimis, die bis zum Ende spannend bleiben. Die Auflösung der Fälle bleibt bis zum Ende vorm Leser verborgen und trotzdem sind Motive und Täter nachvollziehbar und tauchen nicht in einer völlig absurden Wendung als neue Figuren auf, mit denen niemand hätte rechnen können. Gefällt mir gut und ich habe gerade freudig festgestellt, dass es sogar schon 17 Bände in der Serie gibt.

Robert Wilson – Der Blinde von Sevilla

Normalerweise, wenn ich Krimis mit haarsträubenden Geschichten lese, stolpere ich beim Lesen alle Nase lang an Stellen, wo man allzu deutlich merkt, hier wurde was zurechtgebogen, damit die Geschichte schlüssig wird oder noch schlimmer an Stellen, wo nicht mal gebogen wurde und wo man dauernd auf Widersprüche stößt. Aber Robert Wilson hat’s echt drauf! Die Geschichte wird zunehmend komplexer und verwickelter, ist aber in sich so schlüssig, dass das Lesen mir sehr viel Vergnügen bereitet hat. Wenn ich nicht gerade mit schreckgeweiteten Augen gierig die nächsten Zeilen verschlingen musste, weil die Umstände der Morde, um die es im ersten Band der Tetralogie geht, schon recht grauslig sind.

Ich mochte den Inspector Jefe ja schon im vierten Band, den ich Anfang des Monats als erstes gelesen hatte, bevor ich mir die restlichen 3 Bände gekauft habe – in diesem Band erfährt man viel über seine persönliche Geschichte und seinen Hintergrund und ich mag den Charakter jetzt noch ein bisschen lieber. Unter anderem, weil er in diesem Band seinen ganz persönlichen Dämonen begegnet und nicht nur eine Panikattacke erleidet. Und das als stolzer Spanier, harter Ermittler, Chef der Mordkommission. Das macht ihn sehr menschlich, bringt ihn mir sehr nahe, weil es mir so vertraut ist. Wilson hat das gut beschrieben, auch mit all dem Leugnen, der Angst vor dem Gesichtsverlust.
Darüber hinaus tauchen in diesem Band noch ein paar mehr Bezüge zur Stadt (Sevilla) auf. Es gibt nicht so wirklich detaillierte Ortsbeschreibungen bei Wilson, aber wenn man die Stadt kennt und ihren Flair liebt, findet man das schon in den Büchern wieder. Besonders in seiner Beschreibung der Prozessionen der Semana Santa, in die Falcón zufällig gerät.

Ich bin äusserst gespannt, ob die zwei verbleibenden Bände da mithalten können. Die beiden, die ich bisher gelesen habe, haben mich wirklich beeindruckt.

Daniel Brühl – Ein Tag in Barcelona

Ich muss gestehen, ich musste erst mal googeln, wer genau dieser Daniel Brühl überhaupt ist, als ich das Buch als Geschenk (♥) aus meinem Briefkasten fischte. Wikipedia verrät mir, dass er nicht nur der Hauptdarsteller von ‚Good Bye Lenin‘ war, den ich irgendwann mal gesehen hatte, sondern auch noch, dass er mit vollständigem Namen Daniel Cesár Martín Brühl Gonzáles Domingo heisst und dann ist auch schon fast klar, dass das nicht nur ein deutscher Schauspieler ist, der eine spanische Stadt gerne mag, sondern dass da mehr dahinter ist. Daniel Brühl ist in Barcelona geboren und lebt mal dort, mal in Berlin. In dem Buch erzählt er Geschichten aus seinem Leben, die im Zusammenhang mit Barcelona stehen. Eingebettet ist das ganze in eine Art Spaziergang durch die Stadt, denn die Erinnerungen sind an bestimmte Orte geknüpft.

Soweit so gut (oder auch schlecht), denn genau letzteres ist es, was mich an dem Buch ein bisschen gestört hat. Dass es sich bei den Geschichten um ein ‚Medley‘ aus diversen Tagen und auch Jahren handelt, die er in der Stadt verbracht hat, erzählt er selber im einleitenden Text und ich habe mich die ganze Zeit über gefragt, weswegen man das also zwanghaft in dieses „Ein Tag“-Muster pressen musste. All diese Erzählungen und Erlebnisse würden nämlich niemals Platz in einem einzigen Tag finden und so wirkt alles ein bisschen zwanghaft zurechtgebogen und in das Raster gepresst. Mir hätte es deutlich besser gefallen, wenn dieser Rahmen gefehlt hätte und die Geschichten wären einfach locker wegerzählt – mit ausreichend Zeit und Raum und ohne das Gehetze zum nächsten ‚Termin‘.

Unterhaltsam waren die Geschichten aber allemal, er erzählt wirklich viel aus seinem Leben. Vom ersten Kuss über das erste Spiel des FC Barcelonas, das er live im Stadion gesehen hat, bis hin zu durchgemachten Nächten in den Bars der Stadt mit berauschter Liebeserklärung an Barcelona. Für Daniel Brühl Fans ist das unbedingt ein must read, er ist sich da auch nicht zu schade, sich selber zum Horst zu machen, wenn er zB erzählt, wie er sich mit ein paar Freunden zusammen Zitronengras hat andrehen lassen als er eigentlich zum ersten Mal Gras kaufen wollte. Und weil ich so persönliche Erinnerungen gerne lesen mag, nehme ich es dem Buch auch nicht übel, dass man nicht gar so viel über Barcelona erfährt, wie ich dem Titel nach gehofft hätte.

Katja

powerful violet [color me happy]

Gerade noch kurz vor Ende des März fiel mir ein, dass ich diesen Monat noch gar kein Bild für’s ‚color me happy‘-Projekt geknipst hatte. Powerful violet ist die Farbe des Monats und das ist schon wieder so gar nicht meine Farbe. Ich umgebe mich gerne mit Grün- und Blautönen, am liebsten eine Kombination aus beidem, aber in violett fallen mir nicht so viele Dinge in meiner Umgebung ins Auge. Natürlich liebe ich den Flieder im Garten, wenn er denn blüht, aber dafür ist es ja noch zu früh. Das einzige, das bisher blüht sind die Krokusse und die sind sogar lila, ABER durch das andauernd trübe Wetter bin ich noch gar nicht so in Gartenlaune in diesem Jahr. So richtig happy macht mich das also noch nicht, obwohl ich natürlich wahnsinnig froh bin, dass die tapferen Krokusse überhaupt schon angefangen haben zu blühen. Weil ich aber den Anspruch an mich stelle, dass ich wirklich etwas knipsen möchte, das mich in dem entsprechenden Monat happy-colored, passt das also alles noch nicht so.

Aber dann fiel mein Blick vorhin auf (eine) meine(r) Lieblingstassen und das passt dann wirklich endlich. Einmal, weil sie mir mit ihren fröhlichen Punkten wirklich gute Laune macht, dann auch, weil ich damals erstaunlicherweise tatsächlich die lilafarbene ausgewählt habe, obwohl es die gleiche Tasse auch in einem Apfelgrün gegeben hätte, das viel eher zu ‚meinen‘ Farben gehört. Und schließlich, weil ich Kaffee aus der Tasse trinke – und der macht mich definitiv happy und hat mich im März definitiv happy gemacht. Ich durfte in mehreren Etappen etliche Tage des Monats keinen Kaffee trinken und nach jeder dieser Phasen, war ich heilfroh, wenn ich endlich wieder den ersten Kaffee vor der Nase hatte. 🙂

Mein Bild für den Monat März:

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Alle Fotos zum Projekt gibt es in einer grandios schönen Collage hier zu sehen! Und da geht es auch bald schon mit der Farbe für den April weiter.

Katja

en apuntes #23

  1. Frage an die geschätzte Leserschaft: wie verwaltet und handhabt ihr denn eure Bookmarks? Ich hatte die immer im Browser, aber das ist ein unübersichtliches Chaos und ich bin damit nie wirklich glücklich gewesen. x-marks habe ich mal eher halbherzig probiert, aber so richtig warm bin ich damit nicht geworden. Hat jemand einen Tipp oder eine Idee für mich? Speziell meine Sammlung von Rezeptlinks ist mittlerweile so ausufernd groß, dass ich Rezepte fast einfacher wiederfinde, wenn ich danach googele als dass ich den Link in meinen Bookmarks wiederfinden könnte.
  2. Und wo ich schonmal dabei bin: Wie handhabt ihr das denn bei Sachen im Web, die euch gefallen haben und die ihr gerne wiederfinden wollt? Packt ihr die auch mit in die Lesezeichen oder wie verwaltet ihr die?
    Das sind bei mir die verschiedensten Dinge von einzelnen Comicstrips oder Bildern bis hin zu Texten, die mich beeindruckt haben und die ich gerne irgendwann wieder mal lesen würde. Das habe ich halbherzig mit evernote probiert, bin dafür aber doch zu unkoordiniert als dass ich es dort sinnvoll ablegen würde.
  3. Am praktischsten wäre vermutlich, ich mache mir um 1 und 2 zusammen Gedanken anstatt das aufzufasern und mein Chaos noch weiter zu verbreiten. Ich bin echt dankbar, wenn ihr mal erzählt, ob und wie ihr es schafft, da Ordnung und Struktur reinzubringen. Eine Wohnung aufzuräumen und eine gewisse Struktur darin zu haben, bekomme ich hin, bei Daten (ob auf der Festplatte oder im Web) bin ich total überfordert, das ist immer Chaos pur (vielleicht, weil der physische Platz in der Wohnung starre Grenzen hat, der für Daten nicht so beschränkt ist?).
  4. Ach und wo ich schonmal dabei bin, euch mit solchen Technikfragen zu nerven: Ich scheine die einzige zu sein, die Twitter tatsächlich über die Original-Webseite nutzt. Das nervt mich mittlerweile ziemlich. Vor allen Dingen, dass die Original-App nicht mit der Seite synchronisiert, d.h. ich bekomme bei Mentions sowohl auf dem Handy als auch auf dem Tablet eine Meldung, die auch nur weggehen, wenn ich sie am entsprechenden Gerät lösche. Bei gmail funktioniert das so griffig, dass – egal wo ich die Mail lese – alle Geräte das dann auch erkennen.
    Wie nutzt denn der zwitschernde Teil meiner Leser Twitter? Just als ich irgendwo über Tweetdeck stolperte und mir das endlich mal anschauen wollte, wird das wohl eingestellt.
  5. Seit ich eine Eselsbrücke dafür habe, kann ich mir merken, wie das mit der Zeitumstellung ist: Die Uhr wird immer in Richtung Sommer verstellt. Im Frühling also eine Stunde vor, im Herbst eine Stunde zurück.
  6. Beim Einkauf vor Feiertagen frage ich mich häufiger mal, ob sich der ganze Ort zu einem Flashmob in den Läden verabredet hat und ob ich die einzige bin, die da immer rein zufällig reingerät. Hölle. Als würden die Läden ihre Türen für immer schließen. Ich bin immer ganz erstaunt, dass das Ladenpersonal nur schöne Feiertage wünscht und sich nicht mit ‚Leben Sie wohl‘ verabschiedet.
  7. Golfi muss zum TÜV – read as: hätte im Januar zum TÜV gemusst und ich hab’s bisher verschusselt. Hier also gerade wieder großes Bibbern, dass er’s nochmal schafft und das hoffentlich ohne ein halbes Vermögen zu verschlingen.
  8. Gestern waren’s 8°C auf der Anzeige der Apotheke in der Innenstadt. Das ist quasi fast sowas ähnliches wie Frühling, zumindest weit entfernt von Schnee, der anscheinend schon wieder in allen möglichen Landesteilen fällt.
  9. Hier wird bald ein Waffeleisen für belgische Waffeln einziehen! Yeahyeahyeah!
  10. Ich bin dann mal in der Küche; wieder mal Sinchens Mediterranen Nudelsalat machen. Tolles Zeug, holt den Sommer auf den Teller!
  11. Ich hab übrigens die 7 Wochen ohne Süßigkeiten oder sonstiges Naschwerk spielend einfach überstanden. Das einzige, wo ich nicht so streng zu mir war (wobei sich das gar nicht nach Strenge anfühlte) und einen Nachtisch zubereitet habe, war die Rosmarin Crème Brûlée (Rezept irgendwann demnächst), die ich unbedingt machen musste als ich nach 6 Wochen Suchens endlich endlich wieder mal frischen Rosmarin beim Einkaufen ergattert hatte. Ich hätte nicht gedacht, dass sich dieser Verzicht so wenig nach Verzicht anfühlen würde.
  12. Schöne Ostertage allseits! Lasst es euch gut gehen. 🙂

Katja

Neulich im Supermarkt

Einkaufen like a boss.

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Katja

52 Bücher, Teil 7 und 8

Das ist ja jetzt schon ein bisschen peinlich. 6 Wochen lang war ich ziemlich pünktlich mit dabei und habe meine Beiträge für’s 52-Bücher-Projekt geschrieben und dann ausgerechnet im 7. Teil, als Katrin ein Thema ausgewählt hat, das ich vorgeschlagen hatte, fange ich an so zu schwächeln. 😳

Im März ging bei mir echt überaus wenig, das war kein guter Monat und so richtig ist das auch noch nicht vorbei, aber ich will jetzt endlich mal anfangen, ein bisschen aufzuholen. Die Themen waren nämlich schon durchaus so, dass ich sie gerne beantworten möchte.

Daher jetzt in ein bisschen gehetzt und knapp direkt 2 Themen auf einmal:

Woche 7:

Du betrittst zum ersten Mal die Wohnung deines neuen Schwarms. Welches Buch sollte auf dem Couchtisch (oder natürlich wahlweise auf dem Nachttisch) rumliegen, damit du dir sicher bist “Hier bin ich richtig!”?
(Bonusfrage: Welches Buch dürfte dort auf keinen Fall rumliegen?)

Das Thema fiel mir irgendwann nächtens ein, als ich nicht schlafen konnte und als ich mich morgens beim Aufstehen immer noch daran erinnerte, reichte ich es bei Katrin ein. Zugegebenermaßen sah das in der Theorie viel einfacher aus: ich war nämlich irre gespannt darauf, was da an Ergebnissen bei den Projektteilnehmern rauskäme, ohne auch nur auf die Idee zu kommen, mal darüber nachzudenken, welche Bücher das bei mir wären. Dass das in der Praxis nämlich gar nicht so einfach ist, fiel mir auf, als das Thema tatsächlich bei Katrin auftauchte. 😀

Weil es natürlich feige wäre ausgerechnet beim eigenen Thema zu kneifen, lasse ich mir also trotzdem etwas einfallen. :mrgreen:

Früher, in Zeiten als ich noch mehr oder weniger regelmäßig zum ersten Mal in Wohnungen oder Zimmer von von mir Umschwärmten kam, hatte ich ehrlich gesagt gar kein Auge für Bücher. Mir fiel zwar auf, ob es welche gab und ich war misstrauisch, wenn es keine gab. Aber der eigentliche Anziehungspunkt war für mich immer die Schallplattensammlung. Die musste ich stets erst mal durchblättern, nach Gemeinsamkeiten suchen und auch nach Musik, die ich gar nicht kannte.

Weil das aber natürlich bei einem Buchprojekt nicht gilt, hier also eine Auswahl von Büchern, von denen eines zu finden, ich schon recht cool fände:

Dieter Moor und Sabine Schneider – ganz & einfach

Ja, ein Kochbuch, mein Lieblingskochbuch. Lustigerweise waren Kochbücher in der letzten Runde der 52 Bücher das 7. Thema und ich habe das Buch damals dort vorgestellt. Zum Thema passt es für mich, weil ich wahnsinnig gerne koche, weil ich kochende Männer mag und denke, wenn einer jenes Buch rumliegen hat, dann hat er vielleicht eine ähnliche Leidenschaft für’s Kochen. Aber nicht so chichi-mäßig, sondern ganz & einfach.

Flix – Don Quijote

oder auch ein anderes von Flix Büchern, weil ich es grandios finde, wie wahnsinnig viel dieser großartige Zeichner mit so wenigen Worten im Zusammenspiel mit seinen Zeichnungen sagen kann und dass die ganz textlosen Bilder und auch manchmal einfach nur weisse Seiten ganz ohne Text oder Zeichnung, häufig die tiefsten Aussagen enthalten – wirkungsvoll ohne effekthascherisch zu sein. Große Liebe hier. ♥

Ein (oder auch gerne mehrere) Reiseführer

weil Reisen für mich etwas ganz anderes ist, als irgendwo Urlaub zu machen und weil dazu natürlich gehört, dass man sich schon vorher oder auch hinterher mit der Gegend irgendwie vertraut macht. Weil Reiseführer ein gutes Indiz für Fernweh sind, das mich auch dauernd plagt, fände ich es gut, wenn in der Wohnung welche rumlägen.

Irgendwo in der Wohnung, am besten in einer unteren Ecke eines Bücherregals, auf keinen Fall irgendwo effekthascherisch auf einem Tisch oder Nachttisch liegend, würde ich ausserdem gerne den kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry finden, am liebsten ein bisschen zerfledderd, weil er mehr als einmal gelesen wurde. Finden würde ich ihn gerne, weil er für mich besonderen (Stellen-)Wert hat, rumliegen sollte er aber auf keinen Fall, weil mir das zu kalkuliert wirken würde, zu manipulativ.

Das mit den no-go Büchern ist auch nicht so einfach, weil man da ja schon differenzieren muss, aus welchen Gründen sie gelesen werden. Da kommen bei mir auch die gleichen vor, wie bei einigen anderen auch schon, zB die Bohlen Biografie oder Thilo Sarrazin. Ein Parteibuch von der FDP würde mich wohl auch rückwärts zur Tür raustreiben.

Woche 8:

Klolektüre

Kurzes und knappes Thema von Lioman.

Kurze und knappe Antwort von mir: Hier gibt’s gar keine Klolektüre. In ganz ganz seltenen Fällen, wandert das aktuelle Buch mal mit ins Bad – aber nur, wenn’s gerade so furchtbar spannend ist, dass ich es auf keinen Fall aus der Hand legen kann. In die Badewanne kommt auch nur das jeweils aktuelle mit, kein spezielles Buch für’s Badezimmer.

Bonusantwort: mein Handy darf nicht mit in die Wanne oder auch nur an den Rand, weil ich viel zu viel Angst hätte, dass ich es in einem Schusseligkeitsanfall in der Wanne versenken würde.

Alle Projektbeiträge sammelt Katrin in ihrer tollen Liste! Zwei geschafft, fehlen noch 9 und 10, dann bin ich wieder auf dem Laufenden. Vielleicht auch 9, 10 und 11, wenn ich das nicht vor dem Wochenende erledige. Aber ist ja zum Glück alles ganz flauschig und puschelig hier! 🙂

Katja

Kleckern war gestern

IMG_9397(Und um allen Missverständnissen vorzubeugen: ich bin nicht das Spielkind, das da gerade wie ein Großer am Zusammenschrauben ist. Ich staune nur grinsend über die Festplattenarmada im neuen Server.)

Katja

Tomorrow will take it away

…the fear of today
it will be gone
due to our magic songs.

Heute Morgen mit Ohrwurm erwacht und der hält sich schon den ganzen Tag.

Ich liebe den Song seit ich ihn irgendwann in den 90ern zum ersten Mal gehört habe und speziell diese Liveversion macht mir bei jedem Anhören wieder auf’s neue Gänsehaut. Ich glaube, das muss das Allergroßartigste für Künstler sein – auf der Bühne zu stehen und das Publikum davor singt deinen Song fast alleine. ♥

Katja