Als ich einmal an einem Dienstag ein breites Grinsen am Boden eines großen Topfes fand

oder:

Ich habe seit Jahren endlich wieder mal meine liebste Lieblingskartoffelcremesuppe gekocht!

Und ich weiss gar nicht, weswegen es die so lange nicht gab, weil eigentlich macht sie noch nicht mal so arg viel Arbeit. Auf jeden Fall kommt sie heute sehr gelegen, denn heute ist die erste Stunde meines neuen Spanischkurses – der 7. ist das mittlerweile. ufff. – d.h. ich bin wieder im Dienstagskochmodus, bei dem es irgendetwas geben muss/soll, das ich gut vorbereiten kann, damit’s abends dann nur noch aufgewärmt werden muss und schnell geht, wenn ich in perfektem Spanisch (*hust*) „¡Tengo hambre!“ rufend nach Hause komme.

Für einen großen Topf davon braucht man ungefähr:

1,5 kg mehlig kochende Kartoffeln – Wer üblicherweise die Angaben der Kartoffelsorten nicht so ernst nimmt, sollte das bei dieser Suppe ausnahmsweise doch tun. Ich habe sie ein einziges Mal aus festkochenden Kartoffeln gemacht und das Ergebnis war äh irgendwie schleimig statt cremig – auf jeden Fall nicht nachahmenswert!
2-3 Stangen Lauch
Fleischbrühe – Gemüsebrühe geht natürlich auch. Wir mögen’s lieber mit dem etwas krätigeren Geschmack der Fleischbrühe.
Salz
1 Becher Schmand

optional:
Mettenden oder eine ähnliche geräucherte Wurst
Petersilie zum Bestreuen

Und so geht’s:

Kartoffeln schälen und kleinschnippeln, Lauch schnippeln und waschen. Beides zusammen in einen großen Topf geben und knapp mit Brühe bedecken. So lange kochen lassen bis die Kartoffeln fast von selber zerfallen (dabei darf von der Brühe ruhig ein guter Teil verdampfen) dann mit dem Pürierstab so gründlich pürieren, dass keine Klümpchen mehr übrig sind. Den Schmand unterziehen.

Sofern man Würstchen reinmachen möchte, kommen die an dieser Stelle kleingeschnippelt dazu. Die Suppe sollte dann mind. 30 min durchziehen bevor man nötigenfalls noch mit Salz abschmeckt. Meist reicht aber der salzige Geschmack, den die Wurst beim Durchziehen an die Suppe abgibt, längst aus. Wer die Wurst rauslässt, kann direkt nachdem der Schmand drin ist abschmecken.

Nach Belieben noch Petersilie drüber. Fertig!

Und weil sie, wie das bei solchen Eintopfgerichten häufig der Fall ist, aufgewärmt noch besser schmeckt, ist sie ein ideales Dienstagsessen und weil sie so samtig weich im Mund ist und so schön von innen wärmt, ist sie ausserdem ein ideales (Vor-)frühlings*hust*essen. 🙂

IMG_9034

Sieht total doof und unscheinbar aus, schmeckt aber lecker.

Katja

 

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11 Kommentare zu “Als ich einmal an einem Dienstag ein breites Grinsen am Boden eines großen Topfes fand

    • Gemüsekram schnippeln kann ich ja mit viel Geduld, aber Kartoffeln schälen mag ich auch nicht. (Wobei das immer noch besser ist als Spargel schälen.)

      Kannst du das nicht delegieren? 😀

      • Wenn ich mit Würfeln zufrieden bin, ja.
        wir einigen uns meist auf Pellkartoffeln, aber das geht bei Eintopf ja nicht so wirklich.

      • Das mag vielleicht eine doofe Frage sein, aber was für ein ‚Werkzeug‘ nutzt ihr denn zum Kartoffeln schälen? Ich schwöre seit vielen Jahren auf Sparschäler von Windmühlenmesser. Die schlagen mit weitem Abstand alles, was ich in meinem Leben so an Sparschälern getestet habe.
        (Deren ‚Kneipchen‘ (das ist hessisch für kleine Küchenschneidemesser) kenne ich seit Kindheitstagen, weil meine Großeltern die hatten, die sind auch sehr genial.)

      • Doofe Fragen gibt es nicht. Windmühlenmesser, die ganz normalen, nicht die Rostfreien. Nur die, wie schon meine Oma. Mit Sparschälern kann ich nicht umgehen.

      • Ich kann das mit Messer überhaupt nicht. Da kommen bei mir nur Würfel raus für die ich aber doppelt so lange brauche. 😀

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