Memo an mich

Erstaunlich, wie leicht mir die Dinge wieder abhanden kommen, die ich längst mal erkannt hatte und wie mich dann aber plötzlich die Erkenntnis trifft, dass sie immer noch funktionieren. Heute wieder mal so geschehen.

Dass es mir gut tut, Dinge mit den Händen zu machen, dass mich das erdet, das weiss ich eigentlich schon recht lange und darüber hatte ich auch schon mal ausführlicher gebloggt. Speziell auf’s Brot backen, auf’s Teig kneten, trifft das immer zu. Das ist etwas, was mich sehr runterholt, wenn ich wieder mal dem Kaninchen aus Alices Wunderland gleich, in ständiger (selbstgemachter) Hektik kopflos durch mein Leben stolpere.

Das habe ich ziemlich lange, ziemlich konsequent gemacht und dann habe ich dooferweise irgendwann damit aufgehört und nur noch sehr selten Brot selber gebacken. Im letzten Jahr bin ich durchschnittlich nicht mal auf eines pro Monat gekommen. Und das, obwohl eigentlich dieses Wissen in meinem Kopf ist, dass Hefeteige kneten etwas ist, was für mich gut funktioniert, was mir sehr gut tut.

Am Wochenende wollte ich zum ersten Mal, seit sehr langer Zeit, Flammkuchen machen. Und dann war ich gestern den ganzen Tag drömmelig und hing durch und hab’s auf heute verschoben und heute war ich aber immer noch total lustlos und hätte am liebsten wieder was anderes gemacht. Ich musste mich also selber mehr oder weniger zwingen, in die Küche zu trotten und die Hefe in eine Schüssel zu zerkrümeln. Und dann fing ich an zu kneten und alles war wieder anders und da. Ich merkte quasi direkt, wieviel von dieser seltsamen Stimmung, die mich heute gefangen hatte, durch das Kneten aus mir raus wanderte und stand in meiner Küche und dachte, dass ich ganz schön bescheuert bin, solche Dinge, die ich über mich weiss, immer wieder so zu verdrängen. Wie doof das ist, nicht besser auf mich aufzupassen und die Dinge häufiger zu tun, die mir gut tun.

Und damit ich’s nicht direkt wieder vergesse/verdränge/whatever, schreibe ich’s jetzt hier auf: Hefeteige kneten macht mich froh, Brot backen macht glücklich! Ich mache das jetzt wieder häufiger!

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Katja

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10 Kommentare zu “Memo an mich

    • Ja, der war echt in kurzer Zeit unheimlich fluffig aufgegangen. 🙂 (Ich hab ihn aber auch echt ordentlich durchgeknetet, weil das gerade so ’nen Spaß machte. :D)

  1. Pingback: 26.02.2013 | Gedankensprünge

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