Ganz oben ist der Himmel blau

Ganz oben ist der Himmel blau – das ging mir heute durch den Kopf als ich eine Weile am Rhein spazieren war, um den Kopf frei zu bekommen. Immer wieder zieht mich die Stille jenes Ortes magisch an. Im Sommer ist dort jede Menge Trubel, weil es an der Stelle direkt zwei kleine Strandabschnitte gibt, einen davon sogar mit Sand, aber zur kalten Jahreszeit begegnet man oft keiner Menschenseele.

Jener Satz oben kam mir in den Sinn, als ich den Kopf in den Nacken legte, um das blaue Fleckchen am Himmel inmitten des Graus zu betrachten. Die hohen Bäume sahen aus als seien sie ganz in Grau gehüllt, aber da wo ihre Spitzen in den Himmel ragen, war ein Loch in der Wolkendecke.

Sollte ich irgendwann mal ein Buch schreiben, müsste es genau diesen Titel tragen. Ganz oben ist der Himmel blau. Nicht, dass ich das vorhätte, also das Schreiben, aber der Titel würde mir gut gefallen, weil er für mich so viel Hoffnung ausdrückt.

Ich hab jetzt ein paar furchtbar doofe Wochen vor mir, die mir vor allen anderen Dingen furchtbare Angst machen. Aber ganz oben ist der Himmel blau. Und irgendwann sind diese Wochen vorbei und die Wolkendecke wird ganz aufreissen. Zumindest hoffe ich das.

(Klick macht die Bilder groß.)

Katja