Suppenwetter!

Bei der aktuellen Kälte, wärmt Suppe ideal von innen. Ganz fix und einfach ging jene tomatige Gemüsesuppe, die es hier gestern gab und weil sie obendrein noch wiederholungswürdig lecker war, halte ich hier wieder mal das Rezept fest – wobei sowas ja speziell bei Gemüsesuppen nie in Stein gemeisselt ist.

Man braucht dafür:

1 Gemüsezwiebel
1 – 2 Paprikaschoten (bei mir war es eine halbe gelbe und eine ganze rote, die hatte ich gerade noch im Kühlschrank)
5 – 6 Stangen Staudensellerie
ca. 5 Tomaten
1 l Gemüsebrühe
ca. eine halbe Tube Tomatenmark
2 EL kleingehackten Basilikum
100 g Suppennudeln
einen großzügigen Schluck Weisswein
Pfeffer, Salz
Olivenöl
evtl. 1 Kartoffel

Die Gemüsezwiebel schälen halbieren und in dünne Streifen schneiden. Das Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen und bei mittlerer Hitze die Zwiebel irgendwas zwischen glasig und hellbraun (wie man’s am liebsten mag) anbrutzeln. Während die Zwiebel anbrät Sellerie, Paprika und Tomaten waschen, putzen und klein schneiden.

Das Tomatenmark zur Zwiebel in den Topf geben und die Herdplatte stärker aufdrehen, sodass das Mark ein bisschen anröstet, dann mit dem Wein ablöschen (wer keinen offenen rumstehen hat, lässt den Schritt einfach weg) und die Brühe dazugeben. Sellerie, Paprika, Tomaten und Basilikum mit in den Topf und ca. 15 min bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Meine Suppe war sehr flüssig und mir fiel ein, was ich vor ein paar Tagen erst irgendwo gelesen hatte, dass man Suppen oder Soßen ganz einfach ein bisschen sämiger bekommt, wenn man eine rohe Kartoffel reinreibt. Die Stärke, die dabei aus der Kartoffel austritt, bindet die Suppe oder Soße. Das musste ich natürlich unbedingt testen und habe eine große, mehlig kochende Kartoffel reingerieben und der Effekt war schon direkt während des Reibens merkbar! Toll toll toll! Das mache ich jetzt immer so.

Die Suppe mit Pfeffer und Salz abschmecken, Suppennudeln entweder getrennt kochen und dazu geben oder direkt mit in der heissen Suppe ziehen lassen. Ich bin meist zu faul, um sie extra zu kochen und lasse sie in der Suppe ziehen. Wenn die nicht so sprudelnd kocht, brauchen die Nudeln ein bisschen länger als in kochendem Wasser.

That’s all. Geht furchtbar schnell, ist eine leckere Abwechslung zu meiner üblichen klaren Gemüsesuppe und wärmt toll von innen. 🙂

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Und wer mag, wirft noch Fleischklößchen mit rein. Jene, die oben in der Suppe schwimmen, gehen ganz easypeasy: Ich nehme dafür einfach grobe Bratwürstchen, ritze vorsichtig den Darm auf und pelle ihn ab und forme dann aus dem Bratwurstbrät kleine Klößchen. Die haben, durch die Würze der Würstchen, einen tollen Geschmack und eine gute, feste Konsistenz. Einfach direkt mit dem Gemüse in die Suppe geben und die 15 min mitziehen lassen, dann sind sie durch.

Katja

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7 Kommentare zu “Suppenwetter!

  1. hhhmmmm, wie das duftet…. mir läuft der Sabber aus den Mundwinkeln….

    Kannst Du nicht mal eben ´n Schüsselchen rübereichen?

    Den Trick mit den Bratwürtchen praktiziere ich auch schon seit Jahren :D, allerdings spare ich mir das mit dem Aufritzen und drücke die Fleischmasse gleich aus der Pelle – geht ebenfalls super einfach, wenn man immer ein Stückchen Wurst in Pelle abdreht. Wir essen die kleinen Dinger in Tomatensauce.

  2. Ach das würde ich so gerne! Wird echt Zeit, dass die das mit dem Beamen hinbekommen. Muss ja nicht direkt für Menschen funktionieren, volle Essensschüsselchen würden’s ja auch erst mal tun. 😀

    Garst du die Klößchen dann auch direkt in der Tomatensoße? Wird das heiss genug, dass sie garziehen, wenn man sie nicht gerade vulkanös blubbernd kocht?
    Das Abdrehen probiere ich beim nächsten Mal mal (haha), dann kann man sich vermutlich ja auch sparen sie noch’n bisschen rundzukugeln. Ich hatte das Brät bisher nur für Bolognesesoßen gelegentlich verwendet, dann allerdings lieber direkt von irgendwas scharfem wie Salsiccia. Das ist auch extrem lecker.

    • „Essensschüsselchen…“ wow, ein einziges Wort mit 3 doppel „s“, 2 „ch“, 4 „e“ – also, das Wort werde ich mir merken 😀

      Nee, die kleinen Klößchen lasse ich in Brühe garziehen – ich denke auch, dass die Soße nicht heiß genug ist.

      Bolognesesoße werde ich auch mal probieren, allerdings mit den normalen Würstchen, wir sind ja schärfentechnisch echte Schwachmaten 😀

  3. Also irgendwie war da bei mir der Wurm drin beim Nachkochen. Es hatte irgendwie was von Gemüsepfanne. Und diese Klöße, die waren irgendwann Brei. Aber trotz aller Pannen war’s superlecker. Man durft halt nicht hinschauen 🙂

    Bei Gelegenheit werd ich das vielleicht noch mal probieren!

    • Hm, da weiss ich allerdings auch nicht, woran es gelegen haben könnte. Hast du die Suppe mit den Klößchen gekocht oder nur ziehen lassen? Wenn’s gekocht hat, könnte das zumindest die Ursache für die zerfallenen Klößchen sein. Oder vielleicht hat das Wurstbrät im Süden der Republik von Haus aus eine ganz andere Konsistenz?

      Aber Hauptsache ist ja zum Glück immer lecker! Besonders fotogen war die bei mir ja auch nicht. 😀

      • Na, beim Kochen könnte dann ja vielleicht schon die Antwort für die zerfallenen Klößchen liegen. Vielleicht hab ich auch nur die falschen Würstchen erwischt. Mit Bratwürstchen kenn ich mich nämlich nich so aus 🙂

        Aber ja! Lecker war’s!

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