Sonntags auf Kul-Tour

Als Kind dachte ich immer, es hieße Muss-see-um, weil man da nicht freiwillig hingeht, sondern die ansehen muss. Freiwillig macht’s natürlich viel mehr Spaß und erst recht solche „Mitmachmuseen“ wie die Explora in Frankfurt.

Hauptsächlich wollte ich dort gerne hin, weil in der Ausstellung unter anderem optische Täuschungen und Illusionen zu sehen gibt und mich die seit jeher sehr faszinieren. Das ist aber längst nicht alles, was die Explora zu bieten hat, denn dort gibt es für alle Sinne etwas zu entdecken.

Von den Riechkästen (ich weiss nicht genau, wie sie hießen), bei denen man einen Duft versprüht und erraten muss über diverse optische Tricks, über Holzlegepuzzle, über verschiedene akkustische Experimente und Dinge, mit denen man einfach mal ordentlich Radau machen kann, bis hin zu den Palindromen und Zungenbrechern, die überall auf Tafeln aufgehängt sind. Es gibt jede Menge Vexierbilder, alte mechanische Rechenmaschinen, Zerrspiegel und Kaleidoskope.

Ein bisschen schräg mutet an, dass die ganze Austellung zwar sehr kindgerecht ist, dann aber die meisten der 3D-Anaglyphen, das sind jene Bilder für die man die rot-grün-Brille, die man mit der Eintrittskarte erhält, benötigt, nackte Frauenbrüste zeigen, die einem durch den 3D-Effekt entgegenwogen.

Ein paar Eindrücke:

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Insgesamt ein wirklich lohnender und spannender Besuch, allerdings leider auch nicht ganz günstig. 16 Euro muss man als Erwachsener hinlegen. Da ist dann die Brille mit drin, aber kein Museumsführer, von dem man besser zusätzlich einen für 5 Euro kaufen sollte. Leider hat uns an der Kasse niemand gesagt, dass der Führer für einige der Exponate notwendig wäre, um überhaupt zu wissen, was man da machen muss. Wir waren also ohne unterwegs und das war manchmal ein bisschen Rätselraten, was schade war, auf die 5 Euro wär’s uns ja jetzt auch nicht angekommen, hätten wir gewusst, dass der Führer nicht Zusatzinformationen, sondern fast die einzigen zur Ausstellung liefert.

Interessant war’s trotzdem!

Katja

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8 Kommentare zu “Sonntags auf Kul-Tour

  1. oooohhhh TOLL – den Muss-ich-seen-Besuch hätte ich auch sofort mitgemacht 😀 Wo ich doch der größte Fan von M.C. Escher bin und auch ansonsten keinem Gehinverknäuselungsdingens aus dem Wege gehen kann.

  2. @Rabea: Gehirnverknäuselung ist ein tolles Wort! Das kann man dort in der Tat ganz gut. Mich faszinierten besonders die Pyramiden Anamorphosen, bei denen das Bild erst durch die Spiegelpyramide in der Bildmitte entsteht.

    @Fulano: Gestört haben die mich auch nicht. Ich fand’s nur ein bisschen schräges Sammelsurium.
    Herzlich willkommen auf meinem Blog! 🙂

    @Silencer: Aaaah. Ich erinnerte mich beim nochmaligen Lesen, dass ich deinen Artikel dazu sogar schon kannte. Durcheinander ist es in der Tat dort, aber ich mag das schon gerne, wenn möglichst viele Sinne einbezogen werden.
    Ist es echt das Explora? Ohne es zu wissen, hatte ich auf den weiblichen Artikel getippt.

  3. Oh toll! Vielleicht gehen wir da auch mal hin, so etwas LIEBE ich. Und er auch, glaub‘ ich. ❤ – Kannst du nochmal kurz erklären, was es mit den Kuhglocken auf sich hat?

    • Äh, also ich weiss nicht, ob es eventuell Erklärungen in dem Heft, das wir ja dooferweise nicht hatten, an den Exponaten selber findet sich keine Beschriftung. Aber man kann eben damit rumläuten und sich gedanklich auf die Alm versetzen (oder einfach Freude daran finden, mal hemmungslos in einem Museum rumlärmen zu dürfen :D).
      Es gibt dort einige Exponate, mit denen man ‚Lärm‘ machen kann. Direkt neben den Kuhglocken finden sich Röhrenglocken und im Flur davor eine riesige Karfreitagsratsche, mit der man ordentlich Getöse machen kann.

      • Üäh, sorry, bin doch krank. Mein Kommentar liest sich, als hätte ich nur das Bild gesehen und losgefragt. Dass ihr das Buch nicht habt, hatte ich gelesen und gespeichert, den Zusammenhang zwischen ‚Da stand nichts/nicht viel an den Exponaten‘ und ‚Katja weiß vermutlich nix genaues über die Glocken‘ nicht. *räusper

        Lärm ist gut, aber erst, wenn mein Kopf wieder ohne den gefühlten Watteberg unterwegs ist. -.-

      • Ist ja nicht schlimm, dass du gefragt hast. Bei einigen Exponaten haben wir den genaueren Sinn tatsächlich dadurch mitbekommen, dass eifrige Väter (es waren echt nie die Mütter) ihren Kindern vorlasen oder erklärten, was es damit auf sich hat. Aber ich glaube auch gar nicht, dass die einen tieferen Sinn haben.
        Die ganze Austellung ist, wenn ich das richtig verstanden habe, das Ergebnis einer privaten Sammlung. Und Silencer schrieb recht treffend in seinem Blogartikel über die Explora, dass da jemand Dinge gesammelt hat, ‚die er schön findet und mit der Welt teilen möchte‘.

        Gute Besserung! Baldigst! 🙂

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