Dufte Sache!

Weihnachten oder Silvester, an einem der beiden Abende gibt es bei uns schon seit vielen Jahren Fondue. Früher erhitzte ich diese weissen Kokosfettteile im Topf, um darin das Fleisch quasi gar zu frittieren. Aber so gemütlich so ein Fondueabend auch ist, der Fettgeruch, der danach in der ganzen Wohnung hängt und auch bei gründlichem Lüften erst nach Tagen wieder so richtig weicht, hat mich ewig gestört.

Vor ein paar Jahren suchte ich nach einer Alternative und landete beim Winzerfondue – dabei wird das Fleisch in Wein gegart und seitdem kommt mir kein Fett mehr in den Fonduetopf! Nicht nur, dass das Fleisch extrem zart wird, wenn es in dem Sud gart, es bekommt auch ein wunderbar feines Aroma und die ganze Wohnung duftet herrlich nach Wein und Gewürzen anstatt zu stinken. Und – wer das laute Blubbern eines Abends mit Fettfondue kennt, bei dem einem die Lautstärke des Topfes erst auffällt, wenn man ihn irgendwann ausschaltet, wird den Unterschied bemerken: das Winzerfondue ist fast geräuschlos! Zumindest gibt es keinen laut frittierblubbernden Topf.

Weil ich jedes Jahr erst auf den letzten Drücker anfange, nach dem Zettelchen mit den Notizen zu suchen, jetzt mal das Rezept hier. Für mich zum leichteren Auffinden und vielleicht für den einen oder die andere als Idee für den Fonduetopf.

Der Sud wird zuerst auf dem Herd erhitzt und ca. 5-10 min leicht sprudelnd gekocht, damit der Alkohol verdunstet, dann kommt der Topf auf’s Fondue. Ich muss unser elektrisches durchgehend auf der höchsten Stufe betreiben (beim Fettfondue musste man das immer runterdrehen).

In den Topf kommen:

1,5 l Weisswein – bei uns ist das immer ein Pinot Grigio (den verwende ich immer zum Kochen, wenn ich mit Weisswein koche)

10 Pfefferkörner
5 Körner Piment
10 Korianderkörner
1 Stange Zimt
2 Lorbeerblätter

1 TL Zucker

Die Körner werden leicht angemörsert, die Lorbeerblätter und die Zimtstange zerbröselt und ich packe das alles immer in einen Teefilter, den ich zuknote, so muss man die Gewürze nicht mühsam rausfischen oder absieben. Der Zucker kommt direkt in den Wein.

Falls er einem nicht im Weg ist, schadet es nicht, den Teefilter im Topf hängen zu lassen, dann wird das Aroma im Verlauf noch intensiver. Wenn man mit vielen Personen isst, stört das aber vermutlich.

Wer Fondue mag und nur die fettige Variante kennt – unbedingt mal ausprobieren! 🙂

Katja