zwölf am zwölften: Oktober 2012

Puh, gerade hab ich mal nachgeguckt und festgestellt, dass meine letzten zwölfe aus dem Februar stammen. So lange hatte ich keinen rechten Nerv meinen 12. in 12 Bildern festzuhalten – darum geht es nämlich bei dem Zwölferprojekt, bei dem Caro alle Teilnehmer auf ihrem Blog sammelt.

Heute Morgen, als ich viel zu früh wach lag und nicht mehr einschlafen konnte, war nach so vielen Monaten auf einmal wieder der Gedanke da, mitzumachen und ich knipste ziemlich bald nach dem Aufstehen die ersten beiden Fotos; allerdings noch ein bisschen unentschlossen, ob ich tatsächlich auf ganze zwölf kommen würde. Aber dann trudelte eine Mail von Corina ein, in der sie das Fotoprojekt erwähnte (war das irgendwann eigentlich der Hinweis auf ‚heute‘? :)) und das war dann das Zeichen, dass ich jetzt auch weiterknipsen musste. 😀

Ich habe ein bisschen Mischmasch veranstaltet mit einem anderen Fotoprojekt, das mir auch total gut gefällt und bei dem ich eigentlich schon lange mal mitmachen wollte. Immer wieder Sonntags knipst nämlich Frau Liebe 7 Sachen, für die sie an diesem Tag ihre Hände gebraucht hat – völlig unabhängig davon, ob für ein paar Minuten oder ein paar Stunden.

Von mir gibt es also heute die Kombination: 12 Fotos (chronologisch) meines 12. Oktobers, von Dingen, für die ich heute meine Hände gebraucht habe. (Klick für mehr, damit die Startseite nicht so fotoscrollnervig wird, Klick auf die Bilder macht groß)

Morgens erst mal James, meine Spülmaschine, ausgeräumt,

Wäsche zusammengelegt,

das Bett frisch bezogen

und die Bettwäsche direkt in die Waschmaschine gepackt (und später dann in den Trockner und wieder zusammengelegt).

Die letzten Peperonischoten von den selbstgezogenen Pflanzen geerntet und zum Trocknen zusammengeknotet und aufgehängt.

Das Buch festgehalten um es endlich zu Ende zu lesen.

Kuckucksei von Clifford Stoll war das und es geht darin um die Jagd auf die deutschen Hacker, die sich Mitte der 80er Jahre in etliche amerikanische Militärcomputernetzwerke eingehackt und die Informationen an den KGB verkauft haben. Die Geschichte des bekanntesten von ihnen, Karl Koch alias Hagbard Celine ist der Hintergrund für den Film „23“. Das Buch stammt von demjenigen Systemverwalter, der eigentlich Astronom ist, an der Universität Berkeley, der die Hacker zuerst in seinem System entdeckt und dann 10 Monate lang gejagt hat. Im Gegensatz zu 23, der aus der Sicht der Hacker erzählt ist, beschreibt Stoll in Kuckucksei die Jagd aus seiner Sicht, also der des Jägers und inclusive der naiven Sichtweisen aller wichtigen ‚Dreibuchstabenbehörden‘ (FBI, CIA, NSA,..), die sich nämlich überwiegend rausgehalten haben und den Uniastronomen die Jagd mehr oder weniger alleine durchführen ließen. Ich fand es sehr lesenswert – alleine weil einem das damalige Computerwissen und die -methoden aus heutiger Sicht so skurril vorkommen. Ich musste dabei oft an meine ersten Schritte im Internet (das ein paar Jahre vorher als Stoll das Buch schrieb noch so unbedeutend war, dass er es nur in einem Absatz erwähnt, wo er kurz erklärt, was es ist) zurückdenken und die Zeiten von 56k Modems und ich hatte auch fast völlig vergessen, dass man damals nur entweder telefonieren konnte oder ins Internet, weil man natürlich nur eine einzige analoge Telefonleitung hatte.

Und dann noch ein Buch gehalten, nämlich beim Auspacken und beim Auftürmen auf den Stapel. Mittlerweile sind dann doch 18 meiner 20 vor dem und für den Urlaub bestellten Bücher eingetroffen. Mal gucken, ob die wirklich alle mitdürfen. Ich habe auch noch ein halbes Dutzend ungelesener im Regal hinter mir liegen und würde am liebsten alle mitnehmen. 😀

Und natürlich habe ich auch die Tastatur angefasst. Nennenswert lange heute, um 2 längere Mails zu schreiben.

Und direkt danach die analoge Version, quasi Snailmail. Stift festhalten und eine Karte schreiben – ganz altmodisch mit der Hand.

Nachmittags ziemlich viel Zeit auf der Terrasse: schon mal halbwegs für den Winter aufräumen, weil ich jetzt schon weiss, dass ich nach dem Urlaub noch weniger Lust darauf haben werde als jetzt. Den Besen zum Fegen festgehalten.

Nach Kälte folgt Kaffee und Vitamine! Mandarinen geschält.

Und abends schließlich: Kartoffeln geschält, gekocht und in Pü zerstampft. Kürbis gebacken, aus der Schale gekratzt und püriert. Löffel in die Hand genommen um beides abwechselnd in eine Auflaufform zu schichten, dann noch Schafskäse drüber gebröselt und in den Ofen damit. Ziemlich gut.

Hat Spaß gemacht, wieder mal mitzuknipsen!

Katja

18 Kommentare zu “zwölf am zwölften: Oktober 2012

  1. Manschmal is aber schon sehr beängstigend mit dir! Aber sehr schön – natürlich 🙂 Und dass du mitgemacht hast, hab ich gerade eben tatsächlich nur ganz zufällig bei Caro entdeckt (sonst dann wohl erst morgen früh im Bus, beim Reader nachlesen) – noch beängstigender.

    Und ja, das irgendwann bezog sich tatsächlich auf heute. 😀

    Sehr schön deine 12!

  2. @Corina: Ich fand das auch ganz schön beängstigend mit der Mail. 😀

    Und jetzt geh ich mal nach deinem 12. gucken. 🙂

    @Michael: Wie meinen? Ich kann dir dieses Mal so gar nicht folgen. 🙂 Aber abfärben tut da zum Glück gar nichts.
    Lieben Gruß nach Berlin. 🙂

    • Normalerweise habe ich immer Hokaidos und da essen wir die Schale mit. Letztens hatte ich eine andere Sorte (den ich mit Hilfe von Bildern im Web als ‚Festival‘ identifiziert habe) gekauft und dessen Schale kann man nicht essen, daher war er im Ofen. Dafür hatte ich ihn halbiert und die Kerne rausgekratzt und dann war er bestimmt 25 Min bei 200°C im Ofen. Ich hab nicht so genau auf die Uhr geguckt, weil ich immer mal zwischendrin reingepiekst habe, um zu testen, ob das Fleisch schon weich ist.
      Nochmal würde ich mir das allerdings nicht antun. Sooo sehr weicht der Geschmack nicht vom Hokaido ab (etwas süßer fand ich ihn) als dass sich der Aufwand gelohnt hätte. Aber gut, jetzt kenne ich wenigstens eine zweite Kürbissorte.

      • Auch beim Hokkaido finde ich die Schale nicht prickelnd, bei mir kommt sie ab, egal welcher Kürbis.

        Dies Jahr haben wir zum ersten Mal Butternusskürbis, weil unser Hausmeister sie aus seinem Garten mitgebracht und für alle bereit gestellt hat, wer nehmen mag.

        Festival hab ich noch nie gemacht und gegessen.

      • Wie schälst du die denn dann? Dafür muss man sie doch auch erst garen, oder? Roh sind die ja viel zu hart, da wüsste ich gar nicht, wie ich die Schale abbekommen sollte oder das Fruchtfleisch auskratzen könnte.

        Butternuss würde ich auch gerne mal probieren, hab ich aber hier noch nie welche gesehen. (Naja, oder sie vielleicht nicht erkannt.) Hier haben die Bauern überall immer mal so Tischchen an der Straße, wo sie direkt vom Feld verkaufen. Da sollte ich im nächsten Herbst mal genauer schauen. Da waren auf jeden Fall diese großen Orangenen überall dabei, aber teilweise auch die Festival (oder was ähnliches, was zumindest auch so bunt aussah). Das ist ein bisschen doof, dass die einfach nur ’ne Kasse da stehen haben und dass niemand da ist, den man fragen kann, um welche Sorten es sich handelt.

  3. Wie, Hokaido-Schale kann man mitessen??? Warum schnitze ich die denn dann immer ab? Tja, man lernt halt nie aus!

    Und mensch, Katja, ich war doch mit fegen dran 😀 Ich komme auch gern im Urlaub vorbei um buntes Laub aufzuwirbeln…

    Das Projekt finde ich echt schön. Leider komme ich nie regelmäßig zu so etwas. Für mich müsste das Projekt x am xten erfunden werden… dann würde ich mir überlegen, mitzumachen 😀

    Nochmals ein schönes Wochenende und am Sonntag hoffentlich gaaanz viel goldener Oktober-Wetter.

    • Praktischerweise ist die essbar (und mich stört sie auch nicht, die wird ja ganz weich)! 😀

      Das sagste jetzt mit dem Fegen. Ich hab echt ganz schön rumgeächzt. Bin seit fast ’ner Woche fies erkältet und höre mich dauernd an wie Emma, die Dampflok von Jim Knopf. :mrgreen:
      Aber hilft ja gerade nix. Mir fehlt die Zeit, um den Kram jetzt einfach liegen zu lassen. Dafür gibt’s dann nächste Woche hoffentlich jede Menge Sonnenschein.

      Und was spricht denn gegen dein eigenes x am xten? Rüdiger hat ja auch manchmal einfach an irgendeinem Tag seinen Tag in Bildern festgehalten. Das muss ja zu keinem starren Datum sein. Ich guck auch gerne, wenn du das völlig projektunabhängig machst! 🙂

      Oktober-Wetter! Aye! Sieht aber, wenn man dem Wetterbericht trauen darf eher aus als bräuchte man die Sonnencreme höchstens, damit der Regen besser abperlt.

      Liebe Grüße!

  4. Irgendwie geht es oben nicht weiter, muss ich also hier antworten.

    Ich schäle sie tatsächlich roh. Ist zwar bissl anstrengend, aber mit einem guten Messer kriege ich die Schale schon runter.

    Denke, ich hab bisher auch zu wenig Arten der Kürbisse ausprobiert und vor allem auch wenig unterschiedliche Zubereitungsarten, meist wird es eine Suppe. Beim Butternusskürbis ist es so, dass er relativ stärkehaltig ist und die Suppe, die man auf einmal kaum aufessen kann, im Kühlschrank rasch nachdickt. Daher soll diese Kürbisart sehr gut für Küchlein geeignet sein. Mal sehen…

    • Ich hab die Ebenen, bis zu denen geschachtelt wird bei Kommentaren begrenzt, weil das vorher arg unübersichtlich war. 🙂
      Sie roh zu schälen stelle ich mir in der Tat ziemlich anstrengend vor. Die sind ja doch ordentlich hart.
      Kürbiskuchen muss ich auch unbedingt mal backen. Das steht noch auf dem Plan falls ich nach dem Urlaub noch einen Kürbis ergattern kann.

      Den Hokaido mag ich voll gerne einfach in Stücke geschnitten und im Ofen gebacken. Bisschen salzen und pfeffern, manchmal noch ein bisschen Cumin drüber und mit einem Schluck Öl beträufelt.

      • Ja dann… 🙂

        Kuchen hab ich auch noch nie draus gemacht. Wär mal einen Versuch wert.

        Einfach so im Ofen klingt voll einfach. Sollte ich vielleicht bei Gelegenheit auch mal probieren.

  5. Schön mal wieder ein paar 12er von Dir zu sehen 🙂
    Beeindruckender Bücherstapel, die Biffsche Bibel erkennt man schon von weitem 😀 Kennst Du die noch gar nicht? Dann sehr sehr viel Spaß damit!

    Tanya, sich mal wieder die Nächte um die Ohren schlagend

    • Ein paarmal im Jahr bekomme ich ja so ’nen Rappel und kann mich gar nicht bremsen beim Bücherkauf. (Dadurch, dass ich bis auf wenige Ausnahmen alle Bücher gebraucht kaufe, ist das übrigens sehr erschwinglich. Die 20 gerade bestellen und hochgestapelten für knapp über 70€.)

      Die Biffsche Bibel hatte ich schon ganz lange auf der Liste und hab sie jetzt endlich gekauft. Kenne ich noch nicht, hab ich aber bisher ausschließlich Gutes drüber gehört. Ich bin gespannt!

      Freiwillig schlagend oder kannst nicht schlafen? Bei mir ist es gerade wieder mal dauernd letzteres. 🙄

      • Ach ich schlafe immer völlig und hochmotiviert den Abend zu genießen auf der Couch viel zu früh ein – um dann mitten in der Nacht hellwach zu sein … dann hole ich eben die kostbare Freizeit nach 🙂

        Das mit den günstigen Büchern vom Marketplace habe ich mir ja von Dir auch abgeschaut … und kaufe seither massenweise mit etwas weniger schlechtem Gewissen *schmunzel*

        Tanya, mit den Urlaubsvorfreuden mitthibbelnd

      • Krass. Mitten in der Nacht könnte ich gar nicht aktiv werden. Wenn ich da wach bin, bin ich immer völlig im A…imer.
        Und cool: hatteste, glaube ich, noch gar nicht erzählt, dass du dich jetzt auch mit Gebrauchten eindeckst. 🙂

Und jetzt du! Deine Gedanken, Worte, Punkte, Smilies, Bilder, Gesänge... Danke dafür!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.