Wann ist eigentlich dieses Irgendwann?

Dass ich das mit den Projekten einigermaßen hinbekomme, weiss ich mittlerweile und auch wenn das nicht bei allen Dingen, die ich mir für dieses Jahr vorgenommen hatte, geklappt hat, bin ich trotzdem stolz darauf, andere umso zäher schon seit Jahresbeginn durchzuziehen.

Was ich aber darüber hinaus eigentlich vorhatte und nicht so gut hinbekommen habe, sind diese diversen Kleinigkeiten, die ich irgendwann mal anpacken wollte, zB die Schlafzimmergardinen, die seit bestimmt 3 Jahren darauf warten, dass ich sie kürze oder dieses eine Schrankfach, das ich schon ewig mal ausmisten wollte. Und wollte ich nicht auch schon seit Jahren irgendwann mal meine Bookmarks sortieren?

Immer, wenn ich an eines dieser Dinge denke, schaltet sich sofort das ‚irgendwann‘ dazwischen. Denn jetzt gerade geht ja gar nicht. Ich hab ja gerade keine Zeit dafür, naja oder keine Lust darauf oder eine Kombination aus beidem. Aber ich kann den Kram auch nicht einfach abhaken – schließlich geht’s ja auch irgendwie seit 3 Jahren mit den viel zu langen Gardinen – und es bewusst sein lassen. Ich bekomme das einfach nicht aus dem Hinterkopf raus. Und dann sind da auch noch die schöneren Irgendwanndinge. Irgendwann muss ich endlich wieder mal auf dem Kühkopf spazieren gehen, irgendwann will ich endlich mal mein ‚about‘ hier im Blog neu schreiben. Irgendwann…

Und es ist wie fast immer, eher ein Problem des Aufraffens als dass es tatsächliche Hinderungsgründe gäbe. Weil aber unmittelbares Aufraffen nicht so gut funktioniert (schon probiert) und ich dann eher anfange mich selber zu belügen und unaufschiebbare Beschäftigung vorzutäuschen, probiere ich’s jetzt mal anders.

Mein neuester Vorsatz:

Irgendwann ist das Schlüsselwort. Immer, wenn ich über etwas mit dem Zusatz ‚irgendwann‘ nachdenke, wandert das ‚Etwas‘ in eine Liste. (Klar, schließlich sind Listen neben Projekten meine zweite große Leidenschaft. :D)

Dinge, die ich einfach nur irgendwann erledigen muss, wandern auf einen gefalteten Zettel und in ein leeres Marmeladenglas/Box/Eimer/whatever. (Mindestens?) Einmal im Monat ist dann’irgendwann‘ und ich ziehe einen der Zettel und erledige das, was darauf steht. Und zwar direkt, nicht irgendwann. Kram, der aufwändig ist und länger dauert, wandert in Portionsgrößen rein, zB eine Stunde Fotos sortieren, und der Zettel kommt hinterher einfach zurück ins Glas.

Wie ich das mit den Listensachen anpacke, muss ich mir noch überlegen. Da macht’s ja auch ’nen Unterschied, ob es darum geht, endlich mal nach Straßburg zu fahren oder wieder mal Minigolf zu spielen. Die Wahrscheinlichkeit, dass beides stattfindet, steigt aber enorm, wenn ich die Sachen irgendwo (haha!) aufgeschrieben habe.

Ab jetzt sammeln, ab Anfang nächsten Jahres definiere ich mir dann mein ‚Irgendwann‚ ein bisschen um.

Alle Profiprokrastinierer sind herzlich eingeladen, irgendwann mitzumachen. 😉

Katja