Erledigt

Obiges trifft auf ganz schön vieles zu, was ich heute gemacht habe und folglich jetzt auch auf mich. Heute fühlte es sich an, als sei zum ersten Mal seit langem der Knoten geplatzt. Obwohl es mir schwer fiel, hat das endlich wieder mal geklappt, nicht so lange über Dinge nachzudenken bis das Machen hinter einer unüberwindbaren Gedankenmauer verschwunden war, sondern einfach anzufangen. Angst und Hemmungen überwinden und zum Telefon greifen, um zum ersten Mal mit jemandem zu telefonieren. Und es dann furchtbar toll finden, nach Jahren des Lesens endlich eine Stimme zu den geschriebenen Worten im Ohr zu haben. Den inneren Schweinehund überwinden und anstatt mit Buch auf dem Sofa zu verschwinden, abends noch loszuziehen, den Gelierzucker besorgen, den ich gestern vergessen hatte, um dann um kurz nach 10 abends in der Küche zu stehen und Apfelgelee zu kochen. Mit ’nem kräftigen Schluck Wodka, weil die Intuition in der Küche endlich wieder mal mitgekocht hat und das Kontrollierte Pause hatte. Heute endlich wieder mal auf die Dinge besonnen, die mir gut tun und mich darüber gefreut, wie unmittelbar sie wirken.

Und weil ich nach dem Späteinkauf vergessen habe, die extra mitgebrachte Flasche Wein kalt zu legen, stattdessen jetzt mit Radler hier sitzen, nachdem ich gerade ein paar Minuten auf der Terasse stand. Wenn man da gerade die Augen schließt, hört sich der Wind in den Bäumen ein bisschen nach Meeresbrandung an.

Und dann Sommerregen im Ohr haben, weil ich das irgendwie in so ’ner Stimmung ganz oft im Ohr habe. Hatte ich bestimmt schon mal irgendwann im Blog, aber das gehört eben gerade zu mir und meinem Radler.

Es ist klar – Der Regen wäscht auf jeden Fall
Weg was war – Und es erscheint mir überall
Schenkt er auch neues Leben, ’ne neue Chance für jeden.
Wenn Sonnenlicht durch Wolken bricht, wie nach ’nem Sommerregen.

Katja

6 Kommentare zu “Erledigt

  1. Ein schöner Artikel.
    Du schreibst: „Obwohl es mir schwer fiel, hat das endlich wieder mal geklappt, nicht so lange über Dinge nachzudenken bis das Machen hinter einer unüberwindbaren Gedankenmauer verschwunden war…“ Hach, diese unüberwindbare Mauer, die sich bildet, wenn man zu lange über etwas nachdenkt, die kenne ich auch. :-/
    LG! Meike

    • Ich kannte mal eine Frau, die hat wirklich einfach gemacht. Irgendwann zB hatte sie spontan die Frage im Kopf, wie man eigentlich Radio macht und dann hat sie, ohne lange darüber nachzugrübeln, eine Mail an ihren lokalen Sender geschrieben und sich in Blaue für ein Praktikum beworben, um das rauszufinden.
      Ich fand das unglaublich und konnte ihren Wahnsinnsschwung und ihre Aktivität immer nur mit offenem Mund bestaunen und bewundern.
      Aber manchmal war das auch unheimlich schwierig zwischen uns, weil wir da so völlig unterschiedlich ticken und sie mich gelegentlich mit ihren Aktivitätsschüben überrollte, wenn es dabei um mich ging und dass ich genauso wie sie, Dinge einfach machen sollte, das aber nicht konnte, weil ich ja noch nicht mal darüber nachgedacht hatte, geschweige denn alle Eventualitäten überdacht hatte – wobei letzteres ja natürlich dazu führt, dass ich mir selber dauernd im Weg stehe und ich das gerne abstellen würde. Aber aus so einer Haut kommt man ja nunmal nicht von heute auf morgen raus.
      Liebe Grüße zurück!

  2. Jeder Tag hat etwas Schönes – und sei es noch so klitzeklein 😀

    Wie schön zu lesen, dass Dir dieser Tag so viel Schönes zu bieten hatte und dass Du es vor allem annehmen und genießen konntest…

    😀 ich freue mich mit Dir! (auch wenn ich mit meinem Kommentar spät dran bin)

Und jetzt du! Deine Gedanken, Worte, Punkte, Smilies, Bilder, Gesänge... Danke dafür!

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