Wenn einer eine Reise tut (Spanien 2011) #4

(Was bisher geschah: #1, #2, #3)

Genug gefaulenzt, jetzt wollen wir endlich was sehen!

Auch den Vormittag des Montags verbringen wir mit den Nasen in Büchern, aber nachmittags machen wir uns endlich auf den Weg nach Ayamonte. Jene Stadt, die direkt hinter der Brücke zur Isla Canela auf dem Festland liegt und die nur durch den Grenzfluss, den Rio Guadiana, von Portugal getrennt ist.

Also erst mal zum Hafen, der am Rio Guadiana liegt, um einen Blick auf Portugal zu werfen. Ich weiss wirklich nicht, wieso das so ist, aber mich fasziniert die Nähe oder das Überqueren einer Grenze oder auch nur das Rübergucken in ein anderes Land (oder wie im Jahr vorher sogar auf einen anderen Kontinent) jedes Mal auf’s Neue. (Kennt hier wer diese Szene aus den Simpsons, wo Homer vor der amerikanischen Botschaft in Australien dauernd, sich lautstark freuend von Amerika nach Australien und zurück hopst? So in etwa fühlt sich das an. :D)

Bei der Ankunft am Hafen, begrüßt uns eine faul auf dem Parkplatz unter einem Auto dösende Katze. Naja, eigentlich war’s ihr völlig schnuppe, dass wir jetzt da sind, nur ich hab mich über ihre Anwesenheit gefreut. (Klick macht alle Fotos groß.)

Über diese Brücke geht’s nach Portugal und da sollten wir im Laufe der folgenden Tage noch einige Male langkommen.

Ich bin natürlich fest davon überzeugt, dass es auf der anderen Seite deutlich nach einem anderen Land aussieht!

Und dann ein Spaziergang am Hafen entlang, Schiffe gucken und Portugal gucken.

 

Von einem Kirchturm, der die anderen Gebäude überragt, lassen wir uns vom Hafen weglocken und stehen nur ein paar Minuten später auf dem Plaza de la Laguna – dem Hauptplatz Ayamontes. Und spätestens da hat es mich erwischt, dieses Ayamonte, wie es bisher jede spanische Stadt früher oder später geschafft hat. Wie schön! Rundum hohe Palmen und schattige, mit Azulejos verzierte, Bänke, jede mit einem anderen Motiv, ich weiss gar nicht, ob ich mich lieber in den Schatten setzen oder erst mal ausgiebig umsehen möchte.

(Rathaus (ayuntamiento) am Rande des Plaza de la Laguna:)

Irgendwie bekommen wir beides hin und verweilen eine ganze Weile am Platz bevor wir den Weg Richtung Kirchturm wieder aufnehmen.

Die Kirche, deren Turm uns gelockt hatte – die Iglesia de las Angustias – ist natürlich ausgerechnet montags für Besucher geschlossen. Ich bin unglaublich stolz, dass mein Spanisch mittlerweile ausreicht, um solche Informationen aus schmuddeligen Aushängen rauszufiltern, ohne im Wörterbuch nachschlagen zu müssen.

Statt Kirchenbesichtigung also noch ein bisschen weiter durch die Straßen Ayamontes schlendern.

Ich mag diese kunstvoll verzierten Balkongeländer wahnsinnig gerne.

Und es gab überall auch noch weitere Bänke mit Azulejos zu bestaunen:

 

Und dann, zurück am Parkplatz, ist nicht nur das Auto noch unversehrt, sondern die Katze liegt immer noch an ihrem schattigen Platz. Gerade eben so weit umgezogen, dass die Nasenspitze wieder in der Sonne liegt.

 

Mich trennte an diesem Tag auch nur noch ein Einkauf und die Zubereitung von Tapas (incl. einer einstündigen Gambas-Schäl-und-Entdarm-Aktion *wuhää*) in der Ferienwohnungsküche vom schattigen Platz con una copa del vino auf der Dachterrasse.

Katja

9 Kommentare zu “Wenn einer eine Reise tut (Spanien 2011) #4

  1. Tolle Fotos und super Bericht……habe alle Teile jetzt noch mal hintereinander gelesen. Die Ferienwohnung ist ja wirklich der Hammer…. aber auch das Hotelzimmer im Baskenland war ja genial, mit der kleinen Galerie oben… da hast Du wohl ein gutes Händchen gehabt bei der Auswahl 🙂

    • Freut mich, dass dir mein Bericht gefällt! 🙂

      Bei der Wohnung erinnere ich mich gerade gar nicht, aber beim Hotel hatte auf jeden Fall der Mitreisende das glückliche Händchen. Überhaupt hat er im letzten Jahr wirklich vier Superhotels aufgetrieben für die Hin- und Rückfahrt. 🙂

  2. ¡Buenas tardes a todos!

    ¡ Esto es maravilloso! El texto. Las fotografías.

    Echt VOLLFETTSTARK. Der Text. Die Foto’s.

    IN URLAUB WILL – JETZT ! SOFORT !

    Buenas noches – euer lichtbildwerfer

  3. @Hellboy: Dankesehr!

    @Lichtbildwerfer: ¡Muchas gracias! Das geht mir genauso mit dem Urlaub. Ich hab beim Sortieren der Fotos ordentlich sehnsüchtig rumgesoifzt!

    • Wenn du Andalusien gar nicht kennst, würde ich zum Kennenlernen noch ein bisschen weiter in den Süden fahren. Da ist es weniger touristisch und der maurische Einfluss, der für mich den größten Reiz der Region ausmacht, deutlicher. Und man hat mehr interessante spanische Orte in erreichbarer Distanz. Wir waren in jenem Urlaub häufiger in Portugal unterwegs, weil in Spanien nur Sevilla (was wirklich traumhaft und bisher meine spanische Lieblingsstadt ist) in sinnvoller Entfernung lag. 🙂

      Ein überaus herzliches Willkommen auf meinem Blog, Herr Silencer! 🙂

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