Ich so, heute…

image

* wie Heidi gefühlt, die darauf wartet vom Ziegenpeter abgeholt zu werden.
* die Füße platt gelaufen und die Nase verbrannt
* im Sonnenschein liegende Berge ziemlich cool gefunden
* über riesiges Eis gestaunt
* durch Sisis Schlafzimmer gelaufen (obwohl ich die Filme wohl seit 30 Jahren nicht gesehen habe)
* Alpenglühen gesehen (my ass)
* die vermutlich großartigste Pizza meines bisherigen Lebens gegessen

Katja

(Edit: Gliederung reingebammselt, die das Tablet beim Hochladen scheinbar gekillt hatte.)

Ich bin dann mal weg

Ja, schon wieder! 😀

Kein Meer, dafür zum ersten Mal seit über 20 Jahren für 2 Tage in die Berge. Bisher waren wir uns nicht so grün, aber ich würde zur Abwechslung mal Weitblick statt Beklemmung nehmen, gegen Sonnenschein anstatt des Dauerregens hätte ich ehrlich gesagt auch nichts. Und streng genommen geht’s ja auch in ein Tal und nicht in die Berge – falls ich das richtig einsortiert habe. Wenn ich wieder da bin, gibt’s vielleicht ein Foto vom Goldenen Dachl.

Lasst’s euch gut gehen! 🙂

Katja

Gut 48 Stunden Holland, in kurz und/oder lang und/oder Bild

Holland in Kürze:

Freitag Morgen los, mittags im Kröller-Müller-Museum Lieblingsbild und viele andere gucken, weiter nach Almere im Hotel einchecken, weiter nach Zandvoort zum ersten Strandspaziergang, Abendessen in Almere, erledigt ins Bett fallen und trotzdem nicht pennen können.

Samstag: Frühstück im Hotel, nach Amsterdam und dort durch die Grachten schippern, weiter zum Strand von Zandvoort, unter strenger Möwenaufsicht Geburtstagskuchen im Sand futtern, frischmachen im Hotel und Abendessen mit Blick auf den Hafen von Almere.

Sonntag: Nach dem Frühstück auschecken, wieder nach Zandvoort zum Strandspaziergang bei heftigem Wind, was Dutzende von Kitesurfern lockte, einmal rund ums Markermeer fahren und gucken (Monnickendam, Volendam, Edam), Spaziergang und Kaffee bei kaltem Wind in Hoorn, von Enkhuizen über den etwa 30 km langen Houtribdijk mit Wasser rechts und links der Straße nach Lelystad und dann gegen 17 Uhr wieder los in Richtung Heimat.

* Weiterlesen

Katja knipst Sonnenuntergänge, die 143. #8

Zum Beispiel jenen, auf den ich hauptsächlich aufmerksam geworden bin, weil ich beim Einräumen der Spülmaschine ordentlich durch den grellen Blitz, der vorm Küchenfenster vom Himmel zuckte, erschrocken bin. Genau passend zum Sonnenuntergang ist neben den schweren grauen Regenwolken genug Platz für strahlendes rosa, rot und orange. Hachz.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Katja

Kochbuchkochen 21/36

Nachdem das 20. Rezept zwar ok, aber so unspektakulär war, dass ich das Rezept nicht unbedingt festhalten mag, war das 21., das es vor ein paar Tagen gab, wieder mal extrem toll.

Es gab Hähnchenfilet in Sherry (und bei der Zubereitung fragte ich mich grinsend, ob es Hähnchenfilet in Sherry² heissen müsste, wenn Sherry es essen würde) aus Tapas, Klein, temperamentvoll und typisch spanisch aus dem NGV-Verlag. Die Zahl, der vom Mitesser mit Haftmarkern markierten Rezepte, brüllt quasi danach, dass ich daraus noch mehr Rezepte ausprobieren muss.

Eigentlich isst man Tapas ja ohne klassische Beilagen (für dieses Gericht schlägt das Rezept Bauernbrot vor) und dafür mehrere verschiedene davon, aber aus kochfaulheitsgründen habe ich einfach ein Hauptgericht mit Reis und Salat daraus gemacht, was sehr gut passte.

Man braucht dafür:

1 Hähnchenbrustfilet pro Nase
Salz, Pfeffer, am besten beides frisch gemahlen
1-2 EL Mehl
Olivenöl
250 ml Sherry (eigentlich soll’s trockener sein, ich habe aktuell eine Flasche Amoroso bzw. Oloroso angebrochen, die ich zum Kochen verwende)
125 ml Gemüsefond (das sollte lt. Rezept eigentlich Hühnerbrühe sein, aber der Fond steht gerade angebrochen im Kühlschrank)
2 Zehen konfierter Knoblauch
frischer Thymian, 1 – viele Zweige
100 g mit Paprika gefüllte Oliven

Das Hühnerfilet waschen, trocken tupfen und würfeln. Pfeffern, salzen und dann in Mehl wenden und im Olivenöl rundum goldbraun anbraten. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen, den Bratensatz mit Sherry und Fond loskochen, Knoblauch und Thymian dazugeben und die Flüssigkeit auf ca. 1/3 ihres ursprünglichen Volumens einköcheln lassen. Dann das Fleisch wieder dazugeben und ca. 10 min unter gelegentlichem Rühren mitköcheln lassen.
Die Oliven in Scheiben schneiden und ein paar Minuten mit in der Pfanne erhitzen, mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Eso es todo.

 

¡Que aproveche!

Katja

Füße rein

Wieder mal mit ein paar Tagen Verspätung, dieses Mal allerdings abwesenheits- und dann erst mal sammelnmüssenbedingt, hier endlich der Juliheader.

Mit ohne viele Worte dieses Mal, weil zum Foto und dem Strand, an dem es entstanden ist, hatte ich erst kürzlich ausführlich geschrieben und auch noch viel mehr Bilder des Strandes gezeigt.

Deswegen stelle ich gerade nur wenigstens gedanklich meine Füße in die Wellen und wehe das kühlt nicht wenigstens den Kopf ab! 😀

Katja

(Alle alten Hüte gibt es hier zu sehen.)

In echt.

Irgendwann mit 13, 14, 15 habe ich zum ersten Mal bewusst Van Gogh als Maler wahrgenommen, die ersten seiner Bilder (so dass ich wusste, dass es seine sind) gesehen und habe mich direkt in die leuchtenden Sonnenblumen verliebt.

Wenn man sich heute in einen Maler verliebt, ist es ein leichtes den Namen in Google zu tippen und man hat, natürlich den entsprechenden Bekanntheitsgrad des Malers vorausgesetzt, direkt Zugriff auf jede Menge seiner Werke. Wenn man sich Anfang/Mitte der 80 in einem kleinen Nest im Vogelsberg in einen Maler verliebte, dann konnte man nur darauf hoffen, in den nächsten Monaten mal wieder in eine größere Stadt zu kommen, die über eine ausreichend gut sortierte Buchhandlung verfügt, dass man sich weitere Werke anschauen kann und/oder wo man sich am besten, einen Kalender des entsprechenden Künstlers kaufen konnte, um für einen möglichst erschwinglichen Preis an ein Dutzend der Bilder zu kommen, die man dann ausgiebiger betrachten und/oder sogar rahmen und aufhängen konnte.

Irgendwann in dieser Zeit sah ich zum ersten Mal die Caféterasse am Abend, von der ich bis vor einiger Zeit fälschlicherweise annahm, das Bild sei das Nachtcafé, weil ich es mir in den 80ern mit diesem falschen Titel eingeprägt hatte. Wenn man allerdings die Treffer der Bildersuche bei google anschaut, merkt man, dass ich nicht die einzige mit dieser Titelschwäche bin.

Und seit ich dieses Bild zum ersten Mal bewusst wahrgenommen hatte, war es mein absolutes Lieblingsbild. Der Kontrast aus Hell und Dunkel, Gelb und Blau. Die kühle Nacht, das heimelig einladende Licht das Cafés – das rührte etwas in mir an und berührt mich immer noch jedes Mal, wenn ich das Bild betrachte. Vor vielen Jahren bekam ich einen gerahmten Druck davon geschenkt, der in unserem Wohnzimmer an der Wand hängt.

Vor 15 Jahren war ich schon einmal über meinen Geburtstag in Holland, damals auf einem Segeltripp auf dem Ijsselmeer. Genau an meinem Geburtstag legten wir im Hafen von Amsterdam an und für mich war ganz klar, dass ich jetzt unbedingt einige dieser Bilder, die mich schon so lange faszinieren live sehen wollte. Und eine Grachtenfahrt wollte ich machen.
Die Mädels, mit denen ich damals immer zusammen hing, wollten allerdings allesamt zum Shopping in die diversen Boutiquen. Für Shopping konnte ich mich (mal von Buchläden abgesehen) noch nie begeistern, aber irgendwie wollte ich damals auch nicht alleine losziehen, gerade an meinem Geburtstag nicht. Heutzutage würde ich das vermutlich einfach machen, damals bin ich also den anderen mit zusammengebissenen Zähnen hinterhergetrottet und es fühlte sich nach einem eher sehr bescheidenen Geburtstag an und an dem Tag wünschte ich mich sehr nach Hause.

Als wir jetzt vor einiger Zeit Ausschau nach Hotels hielten, von denen aus wir in bequemer Distanz zum Wasser wären, blieben wir relativ schnell an dem Hotel in Almere in Holland hingen, in dem wir jetzt auch waren. Das war nicht weit zur Nordsee, nicht weit nach Amsterdam und auch das Ijsselmeer (bzw. das Markermeer, von dem ich aber immer dachte, es sei ein Teil des Ijsselmeeres) war auch direkt vor der Tür.

Und natürlich lag es wieder auf der Hand, dass ich exakt 15 Jahre später jetzt-aber-wirklich gerne ins Van Gogh Museum gehen wollte. Genau so lange, bis ich mich mal näher informiert hatte und feststellte, dass die Caféterasse am Abend auch in Holland zu sehen ist – im Kröller-Müller-Museum, das praktischerweise fast genau auf unserem Weg von Zuhause ins Hotel lag.

Freitag Mittag gegen 12 waren wir da und ich hatte ein ganz flaues Gefühl im Magen. Schon der erste Van Gogh (insgesamt hängen dort fast 90, was nach dem Van Gogh Museum in Amsterdam die zweitgrößte Sammlung seiner Werke darstellt) vor dem ich stand, machte mir Gänsehaut und als ich dann irgendwann vor meinem Lieblingsbild stand, liefen mir die Tränen über’s Gesicht. Das traf mich völlig unvorbereitet, ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Bild so sehr berühren könnte. Aber dieses Gefühl – ein Bild, dessen Farben und deren Anordnung ich so gut kenne – dann so aus der Nähe betrachten und fast berühren zu können, hat mich total  umgehauen. Die Tiefe, die teilweise wahnsinnig dick aufgetragende Farbe, die Pinselstriche – all diese Dinge, die kein Druck und kein Bild im Internet tatsächlich zeigen können… Dieses Bild, wahrscheinlich viele Millionen Mal irgendwo abgebildet und ich stand vor dem einzig echten Originalen, jenem, das Vincent Van Gogh 1888 in Arles gemalt hat. C’est magnifique!

Noch ein paar Van Gogh:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Da hängen übrigens auch unter anderem Bilder von Picasso, Monet, Cezanne, Mondrian, Manet, Renoir, Gauguin – um nur mal einige der sehr berühmten zu nennen. Die konnten mich allerdings längst nicht so faszinieren. Und um das Museum gibt es einen umfangreichen Skulpturenpark.

Und es ist nicht mal besonders weit und lohnt sicherlich auch einen Tagesausflug – vom grenznahen Arnhem sind’s gerade mal noch 20 km bis Otterlo, wo das Kröller-Müller-Museum mitten im Hoge Veluwe Nationalpark liegt. Man muss übrigens auch Eintritt für den Nationalpark zahlen, wenn man nur ins Museum möchte – beides zusammen für 2 Erwachsene + Auto mit in den Park nehmen kostet knapp 40 €. Das ist jetzt kein echtes Schnäppchen, besonders im Vergleich dazu, dass Frau Kröller-Müller seinerzeit für den ersten Van Gogh, den sie kaufte und den man dort als Teil der Sammlung immer noch sehen kann, 14 Gulden bezahlt hat.

Trotzdem: Lohnend! Sehr! (Und die Grachtenfahrt habe ich auch gemacht – dazu aber vermutlich später mehr.)

Katja