Gut 48 Stunden Holland, in kurz und/oder lang und/oder Bild

Holland in Kürze:

Freitag Morgen los, mittags im Kröller-Müller-Museum Lieblingsbild und viele andere gucken, weiter nach Almere im Hotel einchecken, weiter nach Zandvoort zum ersten Strandspaziergang, Abendessen in Almere, erledigt ins Bett fallen und trotzdem nicht pennen können.

Samstag: Frühstück im Hotel, nach Amsterdam und dort durch die Grachten schippern, weiter zum Strand von Zandvoort, unter strenger Möwenaufsicht Geburtstagskuchen im Sand futtern, frischmachen im Hotel und Abendessen mit Blick auf den Hafen von Almere.

Sonntag: Nach dem Frühstück auschecken, wieder nach Zandvoort zum Strandspaziergang bei heftigem Wind, was Dutzende von Kitesurfern lockte, einmal rund ums Markermeer fahren und gucken (Monnickendam, Volendam, Edam), Spaziergang und Kaffee bei kaltem Wind in Hoorn, von Enkhuizen über den etwa 30 km langen Houtribdijk mit Wasser rechts und links der Straße nach Lelystad und dann gegen 17 Uhr wieder los in Richtung Heimat.

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In etwas länger:

Ich habe festgestellt, ich mag diese 48 Stunden Kurztripps ans Meer. Vermutlich weil wir da so vieles so komprimiert in kurzer Zeit erleben, kommt mir das hinterher vor als seien wir viel länger unterwegs gewesen. Nachdem wir letztes Jahr ein Hotel direkt auf der Promenade in Wenduine in Belgien hatten, waren wir dieses Mal etwa eine Stunde vom Strand entfernt – dicht genug, um an den drei Tagen trotzdem täglich hinzufahren und ausserdem in idealer Lage für Amsterdam und auch für’s Markermeer (von dem ich ja bis vor kurzm dachte, es sei ein Teil des Ijsselmeeres).

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Das Hotel war spitzenmäßig – von allen Hotels, in denen wir in den letzten Jahren genächtigt haben (und das waren einige) liegt das weit vorne mit dabei. Das Zimmer geräumig, es gab ‘ne große (!) Dusche und ‘ne Badewanne und um sich einmal durch’s komplette Frühstücksangebot durchzuprobieren, müsste man wohl mehrere Wochen (echt wahr) dort verbringen. (Witzig: am ersten Morgen frühstückte die holländische Damen Basketball-Nationalmannschaft mit uns zusammen, am zweiten die litauische und der Mitfrühstücker kam mit seinen 1,90 m kaum darüber hinweg, dass ihn da einige um einen Kopf und mehr überragten.)
Was das Hotel aber wirklich so reizend machte, war diese großzügige Gastfreundschaft. Ein simples Beispiel dafür war, dass es auf dem Zimmer einen Wasserkocher samt Tee und Kaffeedingen gab, damit man nicht jeden einzelnen Kaffee teuer an der Bar trinken muss. Zusätzlich gab’s auch noch beim Frühstück Pappbecher samt Deckeln, um sich von dort Kaffee mitzunehmen. Das sind Kleinigkeiten, die bei mir aber dafür gesorgt haben, dass ich mich dort ungeheuer wohl gefühlt habe.

Alles bestens! Gerne wieder!

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Es war gut und wichtig nach diesem überaus doofen Frühjahr endlich wieder mal am Meer zu sein! Besonders gut getan hat mir der Spaziergang am Strand am Sonntag Vormittag, weil da soviel Wind war, dass der Kopf ordentlich durchgepustet wurde! Dieses Gefühl, lebendig zu sein, empfinde ich nirgends so stark, wie wenn mir ‘ne Seebrise ins Gesicht weht. Hachz.

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Es war merkwürdig wieder einen Geburtstag in Amsterdam zu verbringen und dort genau das zu tun, was ich an jenem vor 15 Jahren hätte machen wollen. Viele Gefühle von damals wieder hochgekommen und ich war den ganzen Nachmittag zwischen einem Gefühl von Wehmut und einer Befriedigung, dass jetzt dann doch noch.. gefangen. Viel an die Menschen von damals gedacht und über Freundschaft generell und speziell nachgedacht.

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Bei der Rückkehr nach Deutschland gab’s zuerst ‘nen Regenbogen kurz hinter der Grenze und dann einen Wahnsinnssonnenuntergang bei der Ankunft in der kleinen Stadt. Och Menno. Ich wollte doch eigentlich ein bisschen darüber schmollen, dass ich schon wieder zurück musste.

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in vielen Bildern:

Katja

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13 Gedanken zu “Gut 48 Stunden Holland, in kurz und/oder lang und/oder Bild

  1. Glaub mal nicht, dass wir das Fahrradparkhaus bei unserem “mehrtägigen”! Besuch da im Frühjahr gesehen haben :D
    Aber da kommen mir einige Bilder/Orte bekannt vor…

  2. @Svü: Es gibt noch ein weiteres auf einem alten eingemotteten Schiff. Das fand ich noch faszinierender, weil es so unheimlich praktisch gedacht ist, das olle Schiff zu nutzen statt irgendwo irgendwas hinzubauen.

    @Sinchen: Habt ihr eine Grachtenfahrt gemacht? Das Foto ist vom Boot aus entstanden – vielleicht fällt es von der Landseite aus gar nicht so auf?

    • Ja haben wir. Die eine Brücke da hab ich auf der Fahrt auch fotografiert (die mit den Krönchen). Und die Kirche (an der sind wir direkt vorbei gefahren). Ist das Fahrradparkhaus links neben dem Bahnhof? (ich erinnere mich dumpf an viele Räder auf der Seite).

      • Ihr seid direkt an der Monet Kirche vorbei? Cool!
        Oder diese andere auf dem Bild vorher? Ist euch auch aufgefallen, dass die ganzen Amsterdamer Kirchen (zumindest jene, die man vom Wasser aus sehen konnte) die Nationalflagge am Kirchturm baumeln haben? Wüsste ja gerne mal weswegen. In den anderen Orten habe ich dann extra drauf geachtet, aber da waren keine Flaggen dran.

        Klick für’s Fahrradparkhaus. (Das, was von oben so rot aussieht, zentral im Bild.)

      • Oh toll mit der Kirche. Das müsste die sein, der Turm sieht für mich sehr danach aus.
        Dann muss ich nochmal gucken, ob ich was rausfinde wegen der Fahnen. Lustig finde ich trotzdem, dass die ausgerechnet an Kirchtürmen hingen.

  3. Sehr schöne Bilder, erinnert mich daran, daß ich mal wieder nach Amsterdam fahen muß. Bin ja eigentlich nicht so weit weg. :-)
    Und ihr hattet richtig Glück mit dem Wetter, heute regnet es nämlich ständig.

    • Dankeschön und viel Vergnügen, wenn du hinfährst. :)

      Das Wetter war durchwachsen (vor 2 Wochen waren wir da), es hat schon häufig geregnet, aber zum Glück nicht die ganze Zeit. Und in der Nähe des Meeres, verziehen sich Wolken ja auch viel schneller wieder als bei uns.

      Sei herzlich willkommen auf meinem Blog.

  4. Ich hab schon wieder Deinen Geburtstag vergessen, Schande!
    Alles alles gute und liebe nachträglich *ärmel* !

    Bei solchen Superkurztripps habe ich immer das Gefühl gerade erst angekommen zu sein, wenn ich dann schon wieder weg muss – und während dessen immer Panik nicht genug zu machen/zu sehen in der im Hintergrund tickenden Zeit. Schön dass Du es genießen konntest und schöne Pics (wie immer!) – mein letztes Mal Amsterdam ist auch schon ewig her, damals habe in einem Bostel gewohnt, das war lustig.

    Tanya, nachträglich gratulierend, wie immer hinterher hängend

    • Danke Tanya! :) *reärmel* und speziell heute und so. :)

      Bei den Kurztripps habe ich mir angewöhnt, mir vorher schon bestimmte Dinge rauszupicken, die ich sehen möchte. Also in Amsterdam zB haben wir ausschließlich die Grachtenfahrt gemacht und sind nicht weiter in die Stadt rein, weil ich sonst nicht gewusst hätte, wo ich den Strich ziehen soll, um nichts zu verpassen.
      Mit solchen Vorsätzen klappt das ganz gut und auch das Meer kommt dann dabei nicht zu kurz.

      Bostel = Hostel auf ‘nem Boot?

  5. die wasserkocher/kaffee-ecke im hotelzimmer kenne ich aus groningen – ein studienkollege erzählte mir, daß es das in den niederlanden sehr häufig gibt. gute sache, finde ich auch!! :D

    für mehr kurztrips.

    • Im Stubaital gab’s den Wasserkocher übrigens auch, allerdings nur mit Teebeuteln. Von dem in Holland wussten wir schon durch die Buchungsseite und ich hatte präventiv löslichen Kaffee eingepackt, in Österreich hatte ich natürlich keinen dabei und bis ich dazu gekommen wäre, welchen zu besorgen, hätte sich das schon nicht mehr gelohnt. Für mich heisst das also, dass ich in Zukunft mal auf Verdacht, Kaffee einpacken werde – wäre ja echt schön, wenn sich die Wasserkocherecke in Hotels verbreiten würde. Bisher hatte ich nur erlebt, dass das verpönt ist.

      Und ja: es müssten viel mehr Kurztripps gemacht werden. :D

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