Wenn einer eine Reise tut (Spanien 2011) #1

So langsam wird’s jetzt aber wirklich aber Zeit, die Erinnerungen an unsere Reise nach Spanien im letzten Herbst hier festzuhalten! Ich weiss gar nicht, weswegen das zwar schon so lange auf meiner todo-Liste steht, aber immer wieder nach hinten durchgerutscht ist. Vielleicht ist das eine Frage der Sehnsucht nach dem Meer, nach Sonne, nach Sand zwischen den Zähnen Zehen, die beim Durchgucken der Bilder und beim Erinnerungen aufschreiben aufkommt, vielleicht kann ich die Sehnsucht leichter aushalten, wenn der nächste Besuch am Meer nicht mehr in so unerreichbarer Ferne liegt?

Beim Kramen in den Unterlagen vom letzten Urlaub (Hotelprospekte und Co.) ist mir dann auch das Heft wieder in die Hände gefallen, in dem ich ein paar Notizen (mit zunehmender Urlaubsdauer immer flüchtiger werdend) gemacht hatte. Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht, dass ich ja speziell vom ersten Tag schon einen kompletten Text verfasst hatte – auf Papier, der Urlaub war ja ziemlich Internetlos.

Ich tippe also einfach mal ab – weil nichts, was ich jetzt formulieren würde, die Stimmung passender wieder hervorholen könnte.

Klick macht übrigens (wie fast immer) alle Fotos groß!

(Ich bammsele mal einen Weiterlesen-Link rein, weil das sonst wegen der vielen Fotos zu ewigen Scrollorgien auf der Startseite führt.)

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Kochbuchkochen 17/36

Ich glaube, mein Vorhaben, so viele Rezepte aus den diversen Kochbüchern im Regal zu testen, war eine gute Idee, weil ich sonst unter anderem vermutlich auch nie auf die Idee gekommen wäre, einen Braten auf dem Grill zuzubereiten. Die Lammkeule „Miami Beach“ aus Grillen aus dem Lingenverlag hat zwar einen echt albernen Namen, war dafür aber unheimlich fruchtig und lecker und die Marinade werde ich sicherlich noch häufiger verwenden!

Man braucht dafür:

Braten aus der Lammkeule, entbeint (Das Originalrezept sieht 1,8 kg für für 4 Personen vor, was meine Augen hat ungläubig aus dem Kopf treten lassen. Wir hatten knapp 600 g und das war eine mehr als reichliche Fleischportion für zwei.)

Für die Marinade braucht man (hier habe ich allerdings die Originalmenge genommen, trotz der stark verringerten Fleischmenge)

2 Knoblauchzehen (kleingeschnitten oder konfierte zerdrückte)
6 EL Olivenöl
2 EL abgeriebene Orangenschale (die habe ich im Winter auf Vorrat produziert und getrocknet als es unbehandelte für bezahlbare Preise gab)
6 EL frisch gepresster Orangensaft (oder Direktsaft)
3 EL Orangenmarmelade
Pfeffer und Salz, möglichst frisch gemahlen

Das Lammfleisch waschen und trocken tupfen. Alle Zutaten für die Marinade in einem kleinen Topf glatt rühren und so lange erhitzen bis eine flüssige Konsistenz entsteht. Das Fleisch von allen Seiten gut mit der Marinade einstreichen und für ca. 10 Stunden abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Durch die geringere Fleischmenge und eine Schüssel, in die der Braten gerade reinpasste, reichte die Marinade bei mir aus, damit das Fleisch komplett bedeckt war. Wenn das nicht der Fall ist, sollte man die Lammkeule in den 10 Stunden mehrfach in der Marinade wenden.

Kohlen zum Glühen bringen, ersatzweise einen elektrischen Grill ordentlich vorheizen und den Braten für 40 bis 50 min auf den Rost legen.

Etwa alle 10 min wenden und mit der Marinade bestreichen. Zur Garzeit: ich hatte den Braten knapp über 40 min auf den gut glühenden Kohlen und danach war er wunderbar zart und genau richtig rosa (auf den Fotos sieht das stärker rosa aus als er tatsächlich war). Das Rezept sieht diese Garzeit allerdings auch für den dreimal so großen Braten vor. Ich glaube, der wäre mir noch zu roh nach dieser Dauer.

Fleisch vom Grill nehmen und noch für 10 min in Alufolie wickeln und ruhen lassen. In Scheiben schneiden und mjam!

Dazu gab es bei uns Mediterranen Nudelsalat mit Tomaten, getrockneten Tomaten und Parmesan nach Sinchens Rezept und das ergänzte die Lammkeule wunderbar – beides sehr fruchtig und aromatisch. Toll!

 

Katja