Das Wort Strudel bezeichnet…

lt. Wikipedia

Natürlich soll es hier um einen der letzten Definition gehen und die haben ihren Ursprung in der österreichischen Küche, was total gut passt, weil den ersten Spinatstrudel, den ich gegessen habe, ein Österreicher vor einigen Jahren in meiner Küche zubereitet hat. Und weil der so überaus lecker war (der Strudel! Was denkt ihr denn?), gibt es den Strudel hier seitdem gelegentlich.

Die Zubereitung ist kinderleicht.

Man braucht dafür:

1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
500 – 750 g tiefgekühlten Blattspinat (oder natürlich die entsprechende Menge frischen)
200 Gramm Schafskäse in Salzlake (Kuhmilchfeta geht auch, aber schmeckt dann natürlich nicht so intensiv)
2 – x Knoblauchzehen nach Belieben
Salz, Pfeffer, Muskat – am besten alles frisch gemahlen
1 Ei

Den Spinat in einer großen Pfanne auf dem Herd auftauen und so lange bei mittlerer Hitze auf der Flamme stehen lassen und rühren, bis die Flüssigkeit fast vollständig verdampft ist. Das ist der langwierigste Arbeitsschritt, weil da wirklich viel Flüssigkeit enthalten ist. (Frischen Spinat entsprechend vorbereiten, blanchieren und gut abtropfen lassen.)

Backofen auf 200 bis 220° vorheizen (je nach Anweisung auf der Blätterteigpackung). Den Spinat kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen, kleingeschnippelten (oder konfierten) Knoblauch dazugeben und ein bisschen abkühlen lassen. Die Blätterteigrolle auf einem mit Backpapier abgedeckten Backblech ausbreiten, das Ei trennen, den Schafskäse zerbröseln und unter den Spinat mischen.

Die Spinatmasse längs mittig auf den Blätterteig ausbreiten, die Ränder mit Eiweiss bestreichen und die Seiten einschlagen, sodass die langen Seiten oben überlappen. (Man kann das vermutlich einfacher auf dem Foto erkennen, welche Form das Teil am Ende hat als es meinem Gestammel zu entnehmen. :D)

Die Oberseite des Strudels mit Eigelb bestreichen und für 30-40 min, je nach gewünschtem Bräunungsgrad in den vorgeheizten Backofen schieben.

Vorsicht heiss!

Katja

About these ads

6 Gedanken zu “Das Wort Strudel bezeichnet…

  1. Lecker :D
    Wir machen anstatt Strudel Tiropitakia aus dem Ingredienzien, die du da nutzt und ergänzen die Füllung noch mit Mozzarella und Frühlingszwiebeln.

    Was bei uns als Strudel durchgehen würde, nennen wir “Rolle”, da wir es mal mit Blätterteig, mal mit Pizzateig machen und dann quasi wie eine Calzone füllen. Also Schinken, Salami, Paprika, Zwiebeln, Pilze, Mais, Reibekäse und wo man sonst noch gerade Lust hat.

    (Der Ösi war nicht lecker? :D)

    • Ha, ich dachte, Tiropitakia sei nur ein anderer Name, aber Herr Guggl erklärte mir gerade, dass das kleine Teigtaschen sind.
      Die mache ich meist mit Füllung, die in Richtung TexMex Küche geht, mit Mais, Hackfleisch, Chilibohnen und so.

      Rollt ihr das Calzoneartige dann auch auf, oder eher so zusammengefaltet wie bei mir? Wie hält denn dann die Füllung zusammen? Ich stelle mir die recht rauspurzelig vor, wenn man da nicht irgendwas zur Bindung mit reingibt. Deswegen fülle ich mit dem kleinteiligen Kram immer die kleinen Taschen, die man abbeissen kann, also die Füllung nicht unterwegs zum Mund von der Gabel verliert. :D

      (Dat war Schreggn ihrer. ;))

  2. Oh wie lecker! Ich hatte vor einiger Zeit mal ein sehr aehnliches Rezept von Jamie Oliver ausprobiert, allerdings mit Filoteig anstatt Blaetterteig.
    Ich mag ja schon allein das Wort Strudel lol

    • Mit Filoteig habe ich erst einmal gearbeitet und hab mich da ganz schön dusslig bei angestellt. Das sollte ich irgendwann nochmal probieren.

  3. Denk dir, wir haben dein Rezept für den Spinatstrudel letzten Freitag getestet, liebe Katja… das hatte ich mir nämlich gleich ausgedruckt, nachdem ich es hier gelesen hatte. Und was soll ich sagen: Lecker! Danke dafür!

    (Ich bin immer noch ganz stolz, daß ich es mit dem glutenfreien Blätterteig hinbekommen habe, der hier schon seit einer Weile im Tiefkühlfach rumdümpelte… Jetzt, wo ich weiß, wie so ein Strudel funktioniert, werden wir den öfters kaufen… )
    :)

    • Sieh mein breites Grinsen! :D

      Ich freue mich sehr über die Rückmeldung! Vielen Dank für’s Testen. :)

      Und toll, dass es mittlerweile sogar glutenfreien Blätterteig gibt! Mir kommt es so vor als wäre das in den letzten 2 Jahren sprungartig angestiegen, was man alles glutenfrei kaufen kann – vielleicht kommt mir das aber auch nur so vor, weil man mittlerweile in den Otto-Normal-Läden so (relativ) viel Auswahl hat.

      Und Strudel (oder auch kleinere Teigtaschen) ist wirklich sehr vielseitig, kann man ja mit allem möglichen füllen. Wir mögen zB auch gerne gut gewürzte Füllungen mit angebratenem Hackfleisch, roten Kidneybohnen, Mais, Pepperoni und Paprika.

Und jetzt du! Deine Gedanken, Worte, Punkte, Smilies, Bilder, Gesänge... Danke dafür!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s