Noch ein Sonnensamstag

Über 20°C waren angesagt und weil für Sonntag schon wieder schlechteres Wetter (leider berechtigterweise, es regnet schon den ganzen Tag) angesagt war, haben wir schon wieder einen Samstag genutzt, um ein bisschen die Gegend zu erkunden und Licht und Sonne abzubekommen.

Von Eltville über die B42, die die meiste Zeit ganz dicht am rechten Rheinufer verläuft, bis nach Koblenz zum Deutschen Eck und dann linksrheinisch über die B9 bis nach Bingen – als wir dort ankamen war’s dann aber schon dunkel.

Die Strecke ist toll und es gibt ungeheuer viel zu sehen. Weinberge soweit das Auge reicht, Burgen noch und nöcher und jede Menge historischer Bauten in den kleinen Orten, die sich aufgrund der nahen burgbesetzten Berge des rheinischen Schiefergebirges dicht an den Rhein schmiegen. Die ganze Gegend – das obere Mittelrheintal – wurde 2002 von der UNESCO ins Welterbe aufgenommen bzw. als Welterbe ausgezeichnet (?) – wie auch immer man es nennt, wer die Gegend besucht hat, versteht vermutlich direkt, weswegen diese Gegend als so einzigartig gilt.

(Weil viele große Bilder, Klick für mehr – sonst ist die Startseite so riesig)

(Klick macht alle Fotos groß. Leider war’s zwar warm, aber den ganzen Tag bedeckt, was man den trüben Bildern anmerkt.)

Erster Zwischenstopp: Rüdesheim. Dort herrscht schon richtig Frühling.

In der berühmten Drosselgasse, über die Köpfe der vielen Menschen dort fotografiert. In der Parallelstraße, die zur Rheinpromenade zurückführt, waren wir ganz alleine.

Weinberge, rechtsrheinisch direkt bei der Loreley.

Blick von der Loreleystatue auf Sankt Goarshausen (rechts) und einen kleinen Zipfel von Sankt Goar (links).

Gleicher Kamerastandpunkt, einmal um ca. 180° gedreht: die Loreleystatue auf der Mole des Loreleyhafens. Den gut gangbaren, ebenen Weg haben wir erst auf dem Rückweg entdeckt. Hin sind wir über den sehr stolprigen und rutschigen Natursteinweg gelaufen.

Immer noch auf der Mole.

Ente, Ente.

Die Marksburg (‚dem Mark ihm seine Burg‘ :mrgreen: ) durch die dreckige Frontscheibe während der Fahrt geknipst – nur eine der vielen, vielen Burgen und die einzige nie zerstörte Höhenburg aus dem Mittelalter in dieser Gegend.

In Koblenz angelangt, die Turmspitzen von St. Kastor.

Wir machen das mit den Fähnchen! Der Wind, der die Fahnen gebauscht hat, hat uns dann irgendwann ganz schön frieren lassen.
Am Deutschen Eck findet sich neben der deutschen Flagge und den Flaggen der Bundesländer u.a. auch eine US-Amerikanische Nationalflagge.  Eine Plakette am Mast verrät, dass sie dort nach den Anschlägen des 11. September zum Gedenken errichtet wurde.

Alles fließt ineinander! Hier: die Mosel in den Rhein.

Ich finde, ein bisschen erinnert das Loch in der Wolkendecke in seiner Form an eine abstrakte Version des Reiterstandbildes von Wilhelm I., das am Deutschen Eck steht.

Ganz andere Kunst findet sich an den Stämmen der Platanen (?) der Rheinanlagen.

Noch mehr Platanen (dafür keinen Kaffee) gab’s in Boppard auf dem Rückweg – jetzt linksrheinisch auf der B9. Und da gab’s auch den einzigen Moment blauen Himmels des Tages (dafür aber keinen Kaffee).

Nochmal ein Blick auf Sankt Goarshausen. Dieses Mal vom anderen Ufer aus , von Sankt Goar, das direkt gegenüber liegt.

Da gab’s dann auch Kaffee, der eine heisse Schokolade war.

Und von kurz hinterm Ort noch einen Blick auf die Loreley. Dieses Mal auf den Felsen, nicht die Statue. Den fand ich allerdings ziemlich unspektakulär.

Und dann nach langem Tag und hungrig führte uns die Suche nach einem Restaurant in Heimatnähe ins Restaurant Pichlers. Extrem (!) empfehlenswert. Wahnsinnstolle Salate, alles sehr lecker, unheimlich kreativ zubereitet, außerordentlich freundliches Personal und durchaus bezahlbar (etwas über 70 €, fast 20 davon für Getränke, zu zweit mit Hauptgericht und Vorspeise). Tolltoll.

Und euer Samstag so?

Katja

14 Kommentare zu “Noch ein Sonnensamstag

  1. freundin aus anderer stadt treffen, reiten in der sonne, sushi selbst machen ;). aber die strecke, die ihr gefahren seid, ist wirklich superschön. ich freue mich immer, wenn ich da mit dem zug lang muß ;).

  2. @Rüdiger: Och bis auf die hohe Idiotendichte las sich deines doch zumindest recht entspannt. 🙂

    @Rabea: Wie auch immer man Dinge mit Wert definiert. 🙂

    @hühnschn: Gewohnt ereignisreich. 😀
    Mir ist beim Langfahren aber auch sehr bewusst gewesen, dass ich da auf keinen Fall würde wohnen wollen, das wäre mir zu beengt.
    Wo fährt man denn mit der Bahn hin, wenn man dort langkommt?

    • das letzte mal war’s nur ’ne ausgleichsstrecke, weil die bahnstrecke, die ich fahren wollte, voll gesperrt war. [ich weiß ehrlich gesagt auch gerade nicht, was da vorbeifährt…]

      • Na da ist wenigstens die Gegend und Aussicht so schön, dass man sich nicht so ärgert, wenn man einen Umweg über eine Ausweichstrecke in kauf nehmen muss.

  3. Huhu. Da ich auch schon mal in Eltville war, die Stadt wunderbar charmant fand, nur leider nie wieder Gelegenheit hatte, die Gegend zu besuchen: vielen Dank für diesen Artikel. Die Bilder locken… 😉

    • Von Eltville haben wir nur bei der Durchfahrt durch die Altstadt ein bisschen was gesehen, angehalten haben wir gar nicht, weil wir da erst am Anfang waren und weiter hinten einiges anschauen wollten. Was all diesen Städtchen dort gemein zu sein scheint ist wirklich dieser Charme. Viele alte Gebäude, Bruchsteine, Fachwerk… Auf mich wirkte das stellenweise wirklich so surreal wie eine Modelleisenbahnlandschaft.

      Sich wirklich zu einem Besuch locken zu lassen, lohnt sicherlich! 🙂

  4. Hach ja, da kommen Erinnerungen hoch. Da gegenüber vom Loreleyfelsen haben wir auch gesessen. Die Strecke bin ich einige Male mit dem Rad gefahren, wunderschön war das. Diese ganzen romantischen Städtchen – einfach traumhaft. Das gehört zu meinen schönsten Urlauben überhaupt.
    Mit dem Auto fand ich es da aber eher stressig. Von der Tour ist dann überwiegend Enge, viel zu viel Verkehr und endlose Parkplatzsuche geblieben.
    Das war aber immer später im Jahr, wenn schon überall reife Trauben hingen. Um die Zeit ist da wahrscheinlich chaotischer als jetzt.

    • Wir hatten in der Tat Glück, es war nicht viel los. Vor Jahren waren wir mal am Pfingstwochenende in Rüdesheim, da quoll die ganze Stadt vor Menschen über.

    • Ach ich wäre ja vermutlich selbst wenn ich’s gewusst hätte, zu feige gewesen. 😳 Aber ich arbeite dran und von Koblenz mag ich noch mehr sehen, habe ich bei dem Besuch letzten Samstag festgestellt. 🙂
      Also vielleicht irgendwann mal!

  5. Am schönsten sind die Blüten – sind das Kirschblüten?
    Bevor schon wieder Samstag ist – hier war es letzte Woche erst warm und grau und dann warm, nass und grau 😦

    Nach München fährt man da runter, zumindest bin ich da mal mit der Bahn Richtung München gefahren, immer am Rhein entlang, wunderschön.

    Tanya, Richtung Feierabend schielend.

    • Ich weiss nicht genau, was da schon blüht. Für Kirschen isses, glaube ich, noch bissl zu früh.
      Nächsten Samstag, also morgen quasi, bekommste bestimmt herrlichstes Wetter! Ich wünsche und gönne es dir zumindest von Herzen. 🙂

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