achtgeben

Der Ruck, der eben durch Kopf und Körper ging als ich im stummen Zwigespräch mit mir selber beschlossen habe, dass es in diesem Fall kein feiges Aufgeben ist, für das ich mich schämen muss, sondern dass ich auf mich achte, wenn ich eine Sache beende, die mir so viel Angst und Bauchweh macht, dass ich mich dabei ertappe, wie ich mir wünsche, die echten körperlichen Magenschmerzen, die mich seit Tagen plagen, könnten im Laufe des Tages doch wieder so schlimm werden, dass ich eine Ausrede vor mir selber hätte, nicht hinzugehen.

Angst überwinden, ja gut. Dass der Kopf das in dieser Sache hinbekommt und ich die Zähne zusammenbeissen kann, hat er/haben wir (also Kopf und ich) bewiesen und das fühlte sich auch gut an. Aber der Knoten ist damit/danach nicht geplatzt, sondern im Gegenteil zieht er sich von Woche zu Woche enger. Und wenn ich mit mir selber so streng bin, dass mein Unterbewusstsein anfängt, gegen mich zu tricksen und mir Krankheiten herbeihofft, nur damit ich ohne schlechtes Gewissen fernbleiben kann, dann ist das nicht gesund, sondern dumm.

Eine der Lektionen, die ich dringend lernen muss – weniger Strenge mit mir selber. Mir selber (auch mal) Schwäche zugestehen. Und um das weniger missverständlich auszudrücken: Ich bin natürlich dauernd schwach und Memme und weiss das auch. Ich kann es nur nicht gut aushalten, wenn ich so bin und zerfleische mich währenddessen und hinterher innerlich selber. Und dieser Selbsthass in diesen Momenten bringt mich kein bisschen weiter, sondern wirft mich immer wieder zurück.

Das jetzt ist ein guter Anfang. Ich achte auf mich, bin gnädig zu mir und beende das, ohne mich als Versagerin zu fühlen, weil mir diese Form der Angst mehr schaden würde als mich weiterzubringen. Und darüber bin ich niemandem ausser mir selber Rechenschaft schuldig. Punkt. (Und der letzte Satz ist fast schwieriger als der ganze Rest.)

Und während ich die Artikelvorschau durchlese, merke ich, wie ich schon wieder unsicher werde, ob ich das wirklich machen soll oder ob das nicht doch einfach nur feige Flucht ist und ich mir hier selber etwas vormache(n will). *soifz*

Katja

en apuntes #21

  1. Schon seit geraumer Zeit schaffe ich es, meine Mailbox übersichtlich zu halten. Dort liegen nur die unerledigten Mails, die auf Antwort warten, alle anderen werden direkt nach dem Lesen/Beantworten gelöscht oder archiviert. Gerade liegen nur 6 Mails im Posteingang und selten sind es mehr als 10, die länger als einen Tag dort liegen. Das ist für mich deswegen so erwähnenswert, weil es früher ganz anders war und ich oft über tausend Mails im Posteingang liegen hatte, ohne sinnvolle Markierung und Struktur. Irgendwann habe ich die radikal aufgeräumt und seitdem gelingt es mir, diese Ordnung beizubehalten. 🙂
  2. Hat zufällig jemand von euch, Lost komplett geguckt? Wir haben bisher so an die 15 Episoden gesehen und werden nicht wirklich warm damit. Wird das noch besser und lohnt es sich, dranzubleiben?
  3. Ist das eine etwas schräge Art von Humor oder kommt es mir einfach nur seltsam vor, wenn in einem Laden ein Aquarium mit lebenden Zierfischen direkt neben der Frischfischtheke steht?
  4. Die Spargelfelder rund um den Ort haben wieder ihre typischen erhöhten Spargelreihen und die Plane drüber. Yay. In einem guten Monat geht es hoffentlich los. 🙂
  5. Schon vor einer Weile habe ich mich bei Goodreads angemeldet, weil man damit so schön einfach via Widget in der Sidebar den aktuellen Lesestoff einbinden kann.
    Vor ein paar Tagen bin ich jetzt (ich weiss leider gar nicht mehr wo) auf den Link zu Fahrenheit 0 gestoßen, was mir speziell deswegen eigentlich besser gefällt, weil ich ja fast ausschließlich auf Deutsch lese und sich f0 (glaube ich) darauf beschränkt – was die Übersichtlichkeit deutlich erhöht. Aber da gibt’s keine so schicke und simple Möglichkeit des Einbindens. Beides zu pflegen, erscheint mir zu aufwändig, aber so richtig entscheiden kann ich mich auch nicht.
    Ist zufällig jemand von euch bei einer dieser beiden (oder auch einer ähnlichen Plattform), bei der man so ein virtuelles Bücherregal samt kurzer Notizen zu Büchern anlegen kann und in Empfehlungen von Freunden stöbern? Isch abe gar keine Freunde.
  6. Dieses dauernde Gefühl, keine Zeit zu haben und die dauernde Hektik begleiten mich jetzt schon seit Wochen, gefühlt fast den ganzen Winter. Ob das an den kurzen Tagen liegt oder daran, dass ich so viel aktiver geworden bin als vor ein paar Monaten? Oder daran, dass ich seit Wochen wieder massive Schlafprobleme habe? (Oder an allem?) Ich hoffe auf den Frühling. Hell und bunt – ich glaube, das ist es, was mir eigentlich fehlt, um mich endlich wieder mal wohl und ruhig zu fühlen.
  7. In den letzten 2, 3 Wochen habe ich mir immer mal, wenn ich eh wieder mal viel zu früh wach war, statt aufzustehen, einen Kaffee gekocht und ans Bett geholt und dann vorm Aufstehen erst mal gelesen. Guter Tagesanfang!
  8. Nochmal an die Vielleser und Vielbücherbesitzer: Wie ordet ihr denn eure Bücher im Regal? Seit ich so viel lese und so viele Bücher dazukaufe, bekomme ich keine sinnvolle Ordnung mehr rein. Früher habe ich nicht so viele verschiedene Autoren und Genres gelesen und einfach nach Genre und/oder Autor (und auch aus Platzspargründen nach Buchgröße) geordnet.
  9. Wolf war ja so gestern!
  10. Nach nur einer Tasse Kaffee gab Petra also known as ‚die Kaffeemaschine, die sogar mit in den Spanienurlaub fahren darf‘ am Samstag Morgen den Geist auf. Panik pur! Der MitKeinenKaffeetrinker hat sie aber in schweisstreibendem komplett Auseinandernehmen und wieder Zusammensetzen wieder repariert. Hoch die Tassen! 🙂
  11. Hier kommt gerade die Sonne raus und das passt sehr gut, weil ich endlich los muss in die Stadt. Und bei euch so?

Katja