Ismirübel

Es gibt so Dinge, die sagt/macht man und keine 5 Minuten später fragt man sich dann schon, was für ein Teufel einen da geritten hat.

Geht mir gerade wieder mal so. Ich war gestern so leichtsinnig zuzusagen, dass ich heute Spanisch Essen gehe. Mit fast nur wildfremden Menschen, nämlich nicht mit meinem Kurs sondern mit jenem, den meine Spanischlehrerin in einem der Nachbarorte hält. Und ausser mir kommt nur ein weiterer aus meinem Kurs mit.

Es ist schon immer vorher nervenaufreibend genug, mit den Leuten, mit denen ich jede Woche im Klassenzimmer sitze, auf einmal für 2 Stunden um einen Restauranttisch zu sitzen. Mir zieht sich seit gestern Abend der Magen zusammen bei dem Gedanken, das heute mit lauter Fremden zu erleben. Ufff.

Ich hoffe so sehr, mein Kursmitstreiter, mit dem ich gestern Abend quasi einen ‚ichlassdichnichthängenwenndumichnichtalleinedahängenlässt‘-Pakt inclusive Austausch der Handynummern, damit wir uns im Not-, Ernst- oder Nichterscheinensfall via SMS gegenseitig absagen können, kommt auch wirklich.

Ufff. Ufff.

Ich muss gleich los und mirissoübel.

Aber und das ist ein ziemlich großes ABER: Ich hab den ganzen Tag der Versuchung widerstanden, abzusagen. Trotz meines Autos, das seit 2 Tagen zickt und mit dem ich gestern fast nicht nach Spanisch nach Hause gekommen wäre. Trotz der Erkältung, die gerade täglich ein bisschen schlimmer wird als am Vortag. Trotz der Kälte und Unlust und des am liebsten auf dem Sofa gammeln wollens.

Statt dessen OMMMMe ich mir selber die Ohren voll, dass ja eigentlich gar nichts passieren kann. OMMMM.

Also ausser, dass ich zu spät kommen könnte, wenn ich nicht langsam aufhören würde, hier zur Ablenkung zu bloggen und mich stattdessen auf den Weg zu machen.

Prost Mahlzeit!

Katja: 1
Schweinehund: 0

16 Kommentare zu “Ismirübel

  1. Ich hoffe Du liest das hier nicht mehr, weil Du auf dem Weg zu einem wundervollen Abend bist.

    Tanya, ein *Tschakka, ich bin stolz auf Dich“ !!! hinterherbrüllend!

  2. @alle: Danke euch vielmals! 🙂 Irgendwann hatte ich verstohlen die Mails auf dem Handy angeguckt und das war ein echt warmes Gefühl zu lesen, dass ihr so Anteil an meinen Schritten nehmt, die so banal sie objektiv sein mögen für mich echt gewaltige Hopser sind. Die Versuchung mich zu drücken war lange nicht mehr so groß wie heute Abend.

    Aber jetzt sitzt der Schweinehund gerade beleidigt unterm Tisch, weil er weiss, dass er’s beim nächsten Mal noch schwerer haben wird.
    A. aus meinem Kurs saß schon am Tisch als ich reinkam, zusammen mit zweien aus dem anderen Kurs und bis die nächsten eingetrudelt sind, hatten wir schon 2-3 Mal herzlich miteinander gelacht und das Eis war gebrochen. Es gab gar keine Berührungsängste, obwohl unser einziges Bindeglied (die Spanischlehrerin) gar nicht gekommen war und mir war’s stellenweise eher zu lebhaft am Tisch als irgendwie peinlich schweigend. Alle an meinem Tischende waren wirklich nett und als wir dann fast alle zusammen aufbrachen, meinte dann noch einer, der am anderen Ende saß und von dem wir gar nichts mitbekommen hatten, dass wir ja eigentlich spätestens nach dem nächsten Kurs wieder zusammen essen gehen könnten. Schön. 🙂
    Das lässt ja ausserdem auch darauf hoffen, dass die motiviert sind weiterzumachen. Die hängen zwar ein paar Kapitel hinter uns, aber falls es tatsächlich zu knapp werden könnte, können wir uns vielleicht irgendwann zusammen tun und einen Mischkurs draus machen. (Naja, man wird ja zumindest davon träumen dürfen, dass es noch eine Weile mit dem Kurs weitergeht.)

    Essen war gut! War ’ne reine Tapasbar, mit ’nem Chef, der uns direkt per Handschlag verabschiedet hat und angekündigt hat, dass er das beim nächsten Mal nicht mehr durchgehen ließe, dass da einige auf Deutsch bestellen.
    Und die scharfe Soße, die es zum Hühnerspießchen gab, war wirklich scharf. Oder wie J. das nannte ‚die ist für Männer‘ worauf seine Frau ergänzte ‚und für Katja‘. Im Gegensatz zu ihrem Mann hatte ich meine nämlich aufgegessen. :mrgreen:

  3. Wat hab ich geschmunzelt als ich vorhin kurz mal zwischendurch die Mails checkte… und mir war ja so was von klar, dass du das durchziehen würdest!1elf

    Knuffz!

  4. @Corina: Ich hab zwar dauernd Angst, aber bin ja auch (zum Glück) im Verhältnis dazu nur selten feige. 😀
    Und meins sind ja auch nur kleine Hopser im Gegensatz zu deinen. 🙂
    *mitknuffz*

    @Träumerin: Dankeee! 🙂

    @hühnschn: Ach eigentlich mag ich den Hund ja schon ganz gerne seit ich ihn nicht mehr als Feind ansehe. (Irgendwann *such* hatte ich mich mit ihm ausgesöhnt. Ah hier, falls es dich interessiert. :))

    @Leonie: Ja, der Abend war wirklich Belohnung für den Mut. 🙂

      • Mhhm *nick*. Ich finde das echt tröstlich, dass in diesem Bereich das Umdenken/Umlernen eigentlich ganz gut funktioniert. Das lässt mich immer hoffen, dass ich das in anderen Bereichen vielleicht doch irgendwann auch noch auf die Reihe bekomme. Aufraffen und mich selber damit motivieren, dass ich vorher schon weiss, dass es sich hinterher gut anfühlen wird, klappt mittlerweile wirklich sehr gut. 🙂

  5. Ich hoffe, der Schweinuhund hatte auch einen netten Abend, hast Du ihn auch schoen mit Stueckchen von Deinem Essen gefuettert? Und wer weiss, vielleicht sass er ja unterm Tisch und hat Freundschaften mit anderen Schweinehunden geschlossen, die auch da waren, weil ihre Besitzer sie mitgeschleift haben obwohl sie viiiiieeeel lieber auf derm Sofa liegen geblieben waeren aber dann haben sie gemeinsam unterm Tisch beschlossen, dass das doch ein gut Idee war?
    🙂

Und jetzt du! Deine Gedanken, Worte, Punkte, Smilies, Bilder, Gesänge... Danke dafür!

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