Kochbuchkochen 5/36

Es gab Scharfes Rindfleisch nach mexikanischer Art aus ‚Fleisch & Geflügel‘ aus dem Lingenverlag und das war nicht nur irre scharf sondern auch sehr gut.

Spart ausserdem gerade Heizkosten, weil das Essen an sich eine tolle Wärmequelle ist. Ich hab zumindest an dem Abend nicht mehr gefroren. 😀

Ich hab die Zutaten wieder ein kleines bisschen abgewandelt. Bei meinem Kochbuchkochen versuche ich aber immer möglichst dicht am Originalrezept zu bleiben, sonst wär’s ja witzlos. Bei diesem Rezept zB habe ich die grüne Paprika durch rote und gelbe ersetzt, weil ich die grüne nicht vertrage und anstatt von 2 Chilischoten habe ich einen stark gehäuften Teelöffel von meinem selbstgemachten Sambal Oelek reingetan. Ich mag natürlich gerade lieber die Schärfe meiner eigenen Chilischoten verwenden als irgendwelche gekauften Schoten. 🙂
Und auch die Fleischmenge habe ich im Verhältnis zum Rest reduziert, damit’s ein bisschen gemüsiger wurde.

Das kommt rein (und reicht locker für 3-4):

ca. 500 g Rindfleisch (ich hatte ein Stück aus dem Bug, damit kann man nicht viel falsch machen)
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 Paprikaschoten
4 Karotten
1 stark gehäuften TL Sambal Oelek
500 g stückige Tomaten aus der Dose
250 ml Rinderfond
Olivenöl
Salz
Pfeffer
1 TL Cayennepfeffer

Das Fleisch von Fett und Sehnen befreien und in mundgerechte Würfel schneiden, die Zwiebel und den Knoblauch schälen und kleinschnippeln. In einem großen Topf Olivenöl erhitzen und das Fleisch von allen Seiten kräftig anbraten. In der Zwischenzeit die Möhren putzen und in Scheiben schneiden und die Paprika putzen und in Würfel schneiden.

Wenn das Fleisch angebraten ist, die Zwiebeln und den Knoblauch dazugeben und glasig schmoren. Dann das Gemüse dazu und nochmal etwa 5 Minuten brutzeln lassen. Die Tomaten und das Sambal Oelek dazugeben, aufkochen lassen und mit Pfeffer, Salz und Cayennepfeffer würzen.

Das Ragout mit aufgelegtem Deckel bei niedriger Hitze ca. 40 Minuten schmoren und in der Zeit nach und nach den Rinderfond angießen.
Nach dem Rezept sollte da eigentlich Rinderbrühe rein und die hätte es mMn nicht zwingend gebraucht, weil durch die Tomaten genug Flüssigkeit da war. Ich hatte aber noch ein angebrochenes Glas Rinderfond im Kühlschrank und damit war’s wirklich toll, weil das einen sehr kräftigen Geschmack hinterlassen hat. Würde ich beim nächsten Mal auch wieder reingeben, auch wenn er nicht zufällig angebrochen ist. Nach der Garzeit nochmal abschmecken, aber mir war’s eindeutig scharf genug.

Dazu gab’s bei uns Basmatireis, mit einem Lorbeerblatt in schwach gesalzenem Wasser gekocht.

5 Wochen, 5 Rezepte – ich bin gut in der Zeit. 🙂

Katja

(Projekt: Kochbuchkochen)

 

14 Kommentare zu “Kochbuchkochen 5/36

  1. Das klingt lecker, und scharf ist immer gut.
    Ich wr eh am überlegen, was ich am Wochenende kochen soll.

    Ich glaube ich habe es gefunden *g*
    Einkaufen muss ich soweiso heute noch …

    Danke dir, das (Essen am) Wochenende ist gerettet.

    gruss
    Armin

  2. Oh, gute Idee. Das werd ich mal in der „für lau“-Ausführung ausprobieren. Also ohne Chili + Sambal + Cayenne… und spricht etwas dagegen, den Reis zum Quellen in den Fleischtopf zu geben und dazu noch etwas Fond anzugießen… ? Wenn´s doch am Ende eh gemischt wird?

    • Ich wüsste nicht, was dagegen spricht, wenn genügend Flüssigkeit bzw. Dampf vorhanden ist. Ich hab’s am Ende auch direkt miteinander vermischt. So hat die Stärke aus dem Reis die Soße direkt noch etwas gebunden. 🙂

      Lasst’s euch schmecken!

      • Vorkochen: gerne. Nachkochen: danke! 🙂

        Dann probiere ich das mit dem Reis beim nächsten Mal mal aus. Würde mich ja jetzt auch interessieren, ob der da gart und am Ende noch Soße über bleibt.

  3. chön charf …

    Nein, im Ernst, du hast Recht, es macht echt warm *fächel*

    Ich habe fast das Originalrezept genommen, also Chllieschoten und grüne Paprika … allerdings habe ich statt 40 min auf dem Herd, das ganze 45 min bei 175 ° im Backofen gehabt.
    Auf jeden Fall lecker…

  4. Hm. Klingt eigentlich lecker, ist aber zu aufwändig für unsere Kochverhältnisse.
    Mein Hauskoch = Kind Nr. 2 ist krank, ich muss gleich noch selber kochen. Kind Nr. 1 kommt ausgehungert aus der Schule. Was mache ich denn bloß heute?

    • Kommt ja auch ein bisschen drauf an, was du zu Hause hast bzw. ob du noch einkaufen kannst / willst. 🙂

      Ein paar fixe Ideen:

      Wenn’s bei mir sehr schnell und einfach sein soll und ich noch dazu den Mitesser erfreuen will (der ist so’n Süßesser), mache ich Grießpudding (1 Liter Milch zusammen mit ’ner Tasse Weichweizengrieß aufkochen und dann ein Päckchen Vanillepuddingpulver mit verdoppelter Zuckermenge reinrühren. Dazu Schokoladensoße für den Mitesser, irgendwas obstiges (frisch oder TK oder eingekocht) für mich.)

      Oder Pfannkuchen (also so Crepemäßig dünne), die mag ich gerne mit Käse und Schnittlauch, der Mitesser mit Nussnougatcreme, Zucker und Zimt und Co.
      (200 g gesiebtes Mehl mit 400 ml Milch verrühren, in ’ner Extraschüssel 5 Eier mit der Gabel verquirlen und dann zusammen mit einer Prise Salz und 2 Tütchen Vanillezucker verrühren. Den Teig möglichst 30 min quellen lassen. Und dann braucht bei meiner beschichteten Pfanne nur der erste Pfannkuchen ein bisschen Margarine, alle anderen backe ich ohne weiteres Fett.

      Für die herzhaften werfe ich Käse und Kräuter schon beim Wenden mit drauf und klappe ihn zusammen, damit der Käse schmilzt.

      Das fällt mir spontan an Essen ein, die nur Zutaten brauchen, die ich immer im Haus habe und die echt fix gemacht sind.

      Ansonsten natürlich auch beliebiges Gemüse zusammen in die Pfanne geworfen und Nudeln oder Reis oder Ebly oder Couscous dazu.

      Oder aber Baguette, manchmal dünn mit Ayvar bestrichen oder auch einfach mit ’nem bisschen Margarine, mit Schinken oder Salami, Tomaten, gekochtem Ei, Olivenscheibchen belegt, mit Kräutern bestreut und mit Käse überbacken.

      Die unteren beiden funktionieren nicht ohne Einkaufen, sind dann aber auch schnell gemacht.

  5. Ach, du bist ein Engel! Genau die Anregung brauchte ich jetzt gerade. Und Grießpudding ist genau richtig, das erfreut auch das kranke Kind! Dazu das selbstgekochte (bzw. von der Oma gekochte) Apfelmus, und alle sind glücklich.
    Der Schreibtisch biegt sich quasi, da fehlte mir der geistige Freiraum für die heimischen Probleme. Aber ich wusste ja, auf dich kann ich bauen!

    • Lasst’s euch schmecken und gute Besserung für’s kranke Kind!

      Ich kenne das auch, dass einem partout nichts einfallen will. Je drängender man die Idee bräuchte, desto schwieriger wird’s dann auch. Aber zum Glück reicht manchmal dann ja wirklich ein Stichwort auf Zuruf. 🙂

Und jetzt du! Deine Gedanken, Worte, Punkte, Smilies, Bilder, Gesänge... Danke dafür!

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