Von der Sonne rausgelockt

Eigentlich hätte ich gestern furchtbar viel erledigen wollen, aber einer meiner ersten Gedanken heute Morgen nach dem Aufstehen war ‚gut, dass du man nicht hast‘. Statt all den Kram zu machen, den ich nämlich eigentlich machen wollte, habe ich mich lieber von der Sonne rauslocken lassen und mich wieder mal ans Gegend erkunden gemacht. Und das war wirklich gut, weil heute schon wieder alles trüb und grau ist.

In Speyer waren wir und auch wenn auch der Dom, der uns, weil er zum Unesco Weltkulturerbe gehört, hinlockte, und die größte erhaltene romanische Kirche der Welt ist, in weiten Teilen nicht zugänglich war, weil der SWR da einen Probelauf für einen Gottesdienst, der heute übertragen oder zumindest aufgezeichnet werden soll, durchgeführt hat, war der Besuch sehr lohnend. Mir hat die Stadt ungeheuer gut gefallen. Vor dem Dom ist ein großer Platz und diese Weitläufigkeit, die sich auch durch die ganze anschließende Maximilianstraße, die Fußgängerzone ist, zieht, fand ich sehr schön, weil es so wirkte, als seien viel weniger Menschen dort unterwegs als vermutlich tatsächlich dort waren.

Schön da! Ich mag da auf jeden Fall bald nochmal hinfahren, um mich noch ein bisschen ausgiebiger umzustehen und auch noch mehr vom Dom zu Gesicht zu bekommen.

Katja

52 Bücher, Teil 17

Das 17. Thema des 52 Bücherprojektes ist so lang, dass ich’s lieber direkt zitiere. Kürzer kann man das wohl auch gar nicht zusammenfassen.

Wie wär’s also mit Büchern, die man am Anfang so überhaupt gaaaaar nicht lesen wollte, weil beim Lesen des Titels und Klappentextes alle nur erdenklichen Klischees der Welt das Gefühl von Och-nich-noch-so’n-Buch herbeiriefen… sich dann aber – auf Drängen und Nötigungen anderer doch das Lesen aufgezwängt – das Buch als kleiner Schatz entpuppt hat, bei dem es schade gewesen wäre, das man es nicht gelesen hätte.

Das finde ich witzig, deswegen muss ich da mitmachen.

Irgendwann fragte Daniela mich während der Mathevorlesung, ob ich in der Mittagspause mit in die Stadt und in die Ferber’sche wolle. Der dritte Harry Potter wäre an dem Tag endlich rausgekommen und sie wollte sich den direkt kaufen. Eigentlich hätte sie ja nachts in die Buchhandlung in ihrer Stadt gewollt, um ihn sich da schon zu holen, aber dann hätte sie doch schon gepennt.

Ich verstand gelinde gesagt nur Bahnhof. Harry wer? Nachts Buchhandlung was? Aber egal. Ob ich in die Ferber’sche wollte musste man mich noch nie zweimal fragen, das war damals meine Lieblingsbuchhandlung in Gießen, obwohl es dort in den Innenräumen eine fiese Raum-Zeit-Anomalie gab, die dazu führte, dass man nur 10 Minuten drin blieb, aber draussen waren zwei Stunden vergangen.

Auf der Fahrt in die Stadt schwärmte Daniela weiter von diesem Harry und war ziemlich baff, dass ich davon noch nichts mitbekommen hatte, aber ich erklärte ihr lang und breit, dass ich mit Hypes ja so gar nicht konnte. Nee. Und überhaupt? Erwachsene, die sich auf ein Kinderbuch über einen Zauberlehrling stürzen? Albern. Haha. (Also nicht, dass ich damals keine Kinderbücher gemocht hätte, aber Zauberer?)

Hm ja ok. Weil ich mich selber nicht leiden kann, wenn ich einfach so aus Prinzip anti bin, ohne das eigentlich so genau wissen und beurteilen zu können (ey mittlerweile habe ich sogar Muscheln probiert, nur damit ich jetzt auch wirklich weiss, dass ich sie nicht mag^^), kaufte ich mir also den ersten Band dieser Serie. Dann hätte ich nach dem Lesen wenigstens Argumente für meine Ablehnung und müsste die nicht mit einem Gestammel über doofe Hypes begründen. Daniela verließ den Laden übrigens ganz geknickt, weil der dritte Band schon am Mittag des Erscheinungstages ausverkauft war. Und das in so ’ner großen Buchhandlung? Öhö. 😯

Das Buch lag dann eine ganze Weile in meinem Regal rum, weil ich ja so gar keine Lust darauf hatte, sowas Blödes zu lesen. Die Semesterferien kamen und dann fiel’s mir wieder ein und ich dachte, dass ich ja dann doch mal reingucken könnte. Tja, es war gut, dass ich es nicht während des Semesters aufgeklappt hatte. Ich hab den ersten Band nämlich erst wieder aus der Hand gelegt als ich ihn komplett durchgelesen hatte. Am nächsten Tag kaufte ich mir Band 2 und Band 3 und ab dann gehörte ich mit zu denjenigen, die es nicht abwarten konnten, bis endlich ein neuer Band erschien.

Danielas Grinsen und ‚ich hab’s dir ja gesagt‘ nahm ich dann übrigens zurückgrinsend hin. Den Spott hatte ich ja verdient. 😀

Über die Bücher selber brauche ich hier vermutlich nichts zu sagen. Die mag man oder auch nicht. Lesen sollte man wenigstens eines davon aber schon, bevor man beschließt sie nicht zu mögen. 😉

Katja

Ich koche mir jetzt einen heissen Kakao und schnapp mir mein Buch. So.

Diese Momente, in denen man knietief im Frust steht, was umso schlimmer ist, weil man das eigentlich ganz anders im Sinn hatte…

Gestern hatte ich angefangen, mein Nähenlernprojekt wieder mal anzupacken und als es dann abends zu spät wurde und ich mich langsam mal um’s Essen kümmern wollte, fehlten mir eigentlich nur noch ein paar wenige Nähte. Heute hab ich zum Glück nicht viel auf dem Zettel, was unbedingt erledigt werden will und nachdem der Anfang beim Nähen gestern echt gut klappte, dachte ich, das sei jetzt fix zu Ende genäht und hab mich darauf gefreut, weil das Rattern der Nähmaschine ja schon irgendwie etwas Beruhigendes hat.

Soweit die Theorie. In der Praxis bin ich gerade auf 180 und völlig entnervt und frustriert, weil ich jetzt fast 2 Stunden dran gesessen habe, das blöde Ding, das ein Mäppchen für meine Stifte werden sollte, nicht fertig ist und auch gerade so aussieht als müsste ich alles, was ich heute daran genäht habe, nochmal auftrennen und von vorne anfangen, aber der eigentlich größte Frust besteht darin, dass ich die Nähmaschine nicht verstehe und ich allen Problemen furchtbar hilflos gegenüberstehe.

Bei meinem letzten Nähversuch, bei dem am Ende dann die durch den Henkel gewendete Tasche herausgekommen ist, hatte ich zwischendrin das Problem, dass all meine Nähte von oben aussahen als wären es die Stichunterseiten. Nur, dass die ja nichtmal anders aussehen, aber dieses Problem wirkte so. Googeln und langes durch Foren lesen ergab, dass mein Oberfadenspannung vermutlich zu straff sei und pling – nach dem Lockern ging alles wunderbar.

Heute hatte ich das Problem, dass mein Oberfaden dauernd reisst. Und das schon nach 2-3 Stichen. Ich habe in den letzten 2 Stunden vermutlich über 100 Mal den Faden neu eingefädelt (das kann ich jetzt nun wirklich ohne Anleitung!) und es hat nichts geholfen. Anfangs dachte ich, dass ich versehentlich den Reissverschluss erwischt hätte und dass der Faden deswegen gerissen sei, aber dann passte ich an der Stelle genau auf und auch dann riss er immer noch.

Ich habe die Unterfadenspule zweimal neu eingesetzt und den Faden eingefädelt, die Oberfadenspannung fester eingestellt und auch lockerer, ich habe die Nadel gewechselt, die Maschine angebettelt und vor Zorn geheult. Nichts. Ich habe alle möglichen Ursachen abgearbeitet, die mein Nähmaschinenhandbuch dafür hergibt. Und der Faden reisst und reisst und reisst wieder. Mittlerweile bin ich so zornig, dass meine Hände zu sehr zittern, um den blöden Faden auch nur noch einmal durch das verfluchte Nadelöhr dieser verdammten Maschine zu fädeln. Und es hätte, bevor ich vorhin in einem Wutanfall an der falschen Stelle was aufgetrennt habe, nur noch eine einzige Naht gefehlt, weil zwischendrin funktionierte es ja immer mal wieder für eine halbe Naht.

Und ich weiss natürlich, dass weder der Faden, noch das Nadelöhr was dafür können und auch nicht die Maschine, sondern dass ich an irgendeiner Stelle einen Fehler mache, den ich aber einfach nicht herausfinden kann. Und das macht es noch schlimmer, weil ich nicht mal guten Gewissens auf jemand anderen als mich selber schimpfen kann.

Und das, was mir heute Nachmittag eigentlich Spaß und Entspannung bringen sollte, frustriert mich zutiefst und sorgt dafür, dass ich mich wieder mal für eine Vollversagerin halte, die nicht mal so was Simples hinbekommt, wie eine Nähmaschine zu bedienen.

Vermutlich ist das Nähenlernprojekt in Wahrheit ein Geduld (mit mir selber) lernen Projekt.

Katja

(Übrigens sind das so Momente, wo ich meine Oma wahnsinnig vermisse. Die hätte keine 2 min an der Maschine gebraucht und aus dem Gefühl raus gewusst, woran es liegt.)

Kochbuchkochen 8/36

Klein und köstlich waren die Polentahappen mit Zucchini und Schinken und auch die Crostini mit Käse und geröstetem Knoblauch aus ‚Tapas, Bruschetta & Co., Kleine Köstlichkeiten, 50 Rezepte‘ aus dem Lingenverlag. Da hat der Name also Wort gehalten und der Mitesser wieder mal gute Rezepte ausgewählt.

Für die Polentahappen braucht’s:
100 g Polenta
200 ml Brühe
200 ml Milch
2 TL getrockneten Thymian nach Belieben
1 Zucchini
ca. 50 g Serranoschinken
ca. 7-8 Stück in Öl eingelegte getrocknete Tomaten
Butter
Olivenöl
frischgemahlener schwarzer Pfeffer
Zahnstocher oder andere Pieksspießchen

Das sind schon meine abgewandelten Mengen, die Mengenzusammensetzungen aus dem Originalrezept waren für mich gar nicht nachvollziehbar.

Die Tomaten in ein Sieb geben, damit sie ausgiebig lange abtropfen können. Die Brühe zusammen mit der Milch aufkochen und die Polenta nach Packungseinweisung darin kochen bzw. ziehen lassen. (Ich hab das Gefühl, die Anweisungen sind da je nach Herstellerfirma total unterschiedlich. Mal 15 min ziehen, mal 2 min kochen und dann 5 min ziehen lassen – also macht’s einfach so wie’s auf der Packung steht. Den Thymian fein mörsern (sofern man einen Mörser hat) und unterziehen. Die Polenta etwa 1 cm dick auf ein mit Backpapier belegtes Brett streichen (das geht am besten mit einem Messer mit breiter Klinge, die man zwischendurch immer vollständig in kaltes Wasser tunkt, dann klebt nix) und für mind. 2 Stunden fest werden lassen.
(Im Originalrezept wird die Polenta nur in Salzwasser gekocht und es kommen auch keine Kräuter dazu, aber so mag ich sie gar nicht.)

Später dann aus der Polenta Kreise ausstechen, die etwas größer sind als der Durchmesser der Zucchini. Die Zucchini in 3-4 mm dünne Scheiben schneiden und nebeneinander liegend in einer großen Pfanne in etwas Olivenöl und Butter bräunen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und ein bisschen Pfeffer drüber mahlen. Dann die Polentakreise in der gleichen Pfanne von beiden Seiten bräunen.

Währenddessen den Schinken und die Tomaten in kleine Streifchen schneiden und dann alles zusammen aufstapeln und mit einem Zahnstocher fixieren. Meine Aufpieks-Reihenfolge war Polenta, Zucchini, Tomate, Zucchini, Schinken, Tomate.

Sieht schick aus und ist sehr lecker, allerdings macht’s recht viel Arbeit, dafür wie schnell es hinterher weggehapst ist. Aber das ist ja häufig der Fall. 🙂

Die Zubereitung der Crostini ist dafür ultraeinfach und schnell.

Man braucht:

schräggeschnittene Baguettescheiben
pro Scheibe eine Scheibe Camembert
getrockneten Thymian
Butter oder Olivenöl
und eigentlich ausserdem eine Knolle jungen Knoblauch, von dem ungeschält nur oben und unten ca. 1 cm abgeschnitten werden, dann wird er auf Alufolie gelegt, mit Olivenöl beträufelt, mit Pfeffer und Salz bestreut und kommt eingewickelt für ca. 1 Std. bei 190° in den Backofen, muss abkühlen und die einzelnen Zehen werden dann rausgedrückt und pro Baguettescheibe wird eine unter den Käse gelegt ohne zerdrückt zu werden. Weil ich aber schon ziemlich lange fast nur mit konfierten Knoblauch* koche, habe ich pro Scheibe einfach eine Zehe davon genommen.

Der Knoblauch wird wie oben beschrieben vorbereitet (oder man nimmt konfierten).

Die Baguettescheiben werden nach Belieben entweder gebuttert oder mit Olivenöl bestrichen und kommen bei 190° in den Backofen bis Butter oder Öl gut eingezogen sind. Dann kommt auf jede Scheibe eine Knoblauchzehe und darüber der Käse. Das Ganze mit Thymian bestreuen und im Backofen überbacken – eigentlich bis es gut gebräunt ist, ich hab’s aber aus dem Ofen geholt bevor der Käse komplett vom Brot runtergelaufen war.

Fertsch, mampfen!

*Wie man Knoblauchkonfit macht, habe ich vor langer Zeit bei Steph gelesen und seit ich den zum ersten Mal gemacht hatte, mag ich gar nicht mehr mit frischem kochen. Der konfierte ist zum einen viel bekömmlicher, zum anderen extrem praktisch, weil man die Zehen ganz einfach mit einer Gabel zerdrücken kann und das kleinschnippeln entfällt komplett.

Kurzfassung: (Ich konfiere immer 5-6 Knollen auf einmal, damit es sich lohnt.)
Knoblauchzehen vereinzeln, mit kochendem Wasser übergießen und nach einer min in Eiswasser abschrecken. So lässt er sich am einfachsten schälen, wenn er ein bisschen abgekühlt ist. Ich halbiere die Zehen immer noch und hole den grünen Keim heraus, weil der Knobi so bekömmlicher ist. In einen Topf geben, mit neutralem Öl komplett bedecken und bei niedriger Temperatur sieden lassen bis die Zehen leicht bräunlich werden. Das dauert bei mir insgesamt etwa eine Stunde und die Herdplatte steht nicht wärmer als Stufe 3-4 von 10.
Den Knoblauch heiss in kleine Schraubgläser füllen, mit Öl bedecken, verschließen und für ein paar Minuten auf den Kopf stellen (wie beim Marmeladekochen, damit sich ein Vakuum bilder). Angebrochene Gläser bewahre ich nur im Kühlschrank auf, da halten sie sich problemlos mehrere Monate, so lange der Rest immer gut mit Öl bedeckt bleibt. Das Öl hat einen herrlichen Knoblauchgeschmack. Das übriggebliebene fülle ich in Flaschen und verwende es gerne für Salatdressings, dann braucht’s gar keinen zusätzlichen Knoblauch.

Und wo ich gerade dabei bin: Das für uns beste Knoblauchbrot überhaupt erhält man, wenn man ein paar (ruhig großzügig dosieren) konfierte Knoblauchzehen zerdrückt und mit der Gabel mit weicher Butter vermischt. Baguettescheiben auf beiden Seiten damit bestreichen und in einer Pfanne bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldgelb braten.

Katja

(Was es mit dem komischen Titel auf sich hat: hier, Projektübersicht: hier, was ich dieses Jahr noch so alles mache: hier und warum: hier)

Mit Bärchenpärchen ist alles klärchen #2

Manchmal klingelt’s an der Tür und kurze Zeit später quiekt’s in der Wohnung. Heute war so ein Tag, denn heute hab ich ein ganz wunderbares Bärchenpärchen per Post bekommen.

Die beiden sind gehäkelte Weihnachtsbaumbärchenkugeln und ich verdanke sie der Tatsache, dass Tanya mein Quieken an früherer Stelle – nämlich als sie darüber bloggte, dass sie die Anleitung bequietscht habe – zum Anlass genommen hat, die beiden für mich zu häkeln. :]

Strahlendes Dankeschön an Tanya! 🙂 Heute ist bei mir wirklich alles klärchen!

Ich weiss jetzt gar nicht mehr, weswegen überhaupt jemals irgendwo jemand seinen Weihnachtsbaum mit etwas anderem als Häkelbärchenpärchen geschmückt hat. Und wenn wir alle jetzt direkt anfangen zu häkeln haben wir bis Weihnachten bestimmt ausreichend viele Häkelbärchenpärchen für ein puscheliges Weihnachtsfest.

Bin gerade zu faul die genauen Links rauszukramen, aber den Ursprung hat das Bärchenpärchen-Stöckchen beim Fellmonster, die absolut fleissigste (!) Bärchenpärchenaufstöberin und Bärchenpärchenvorzeigerin im Dienste der Puscheligkeit ist Corina und das frischeste Bärchenpärchen mit wärmender Erinnerung gab’s gerade erst bei Frau Leo. Ausserdem gibt’s mittlerweile natürlich auch ansonsten noch jede Menge Bärchenpärchen im Netz und ich hoffe, dass es noch viel viel mehr werden. Denn nur mit Bärchenpärchen ist alles klärchen! 🙂

Katja

52 Bücher, Teil 15 und 16 im Doppelpack

Nur heute, zwei Teile monsterhaftes Buchprojekt zum Preis von einem – wenn das nicht überaus monströs ist!

Beim 15 Teil ging es darum, jenes Buch zu schnappen, das im Moment vor der eigenen Nase liegt bzw. am dichtesten dran. Und das ist bei mir sogar immer noch das gleiche, wie zu der Zeit als ich das Motto zuerst gelesen habe. Auf dem Schreibtisch direkt neben der Tastatur liegt jetzt nämlich seit über 2 Wochen mein neuer Spanisch Komplettkurs von Hueber. Und der liegt da nicht mal nur rum, sondern ich nutze ihn sogar regelmäßig. Yeah. Mir beim Spanischlernen eine feste Vorgabe zu setzen, wie lange ich mich da pro Woche drum kümmern muss/will, war eine gute Idee. So viel hab ich in den letzten 2 Jahren nie für den Kurs gemacht. 😀

Und weil das völlig unspektakulär und langweilig ist gibt es direkt noch das Buch zum 16. Thema, das da ‚Romantisches Gedöns‚ lautet.

Zugegebenermaßen interpretiere ich das ein bisschen freier, weil das Buch an sich eigentlich gar nicht romantisch ist. Es geht darin um einen Teddybären und eine Clownspuppe, die sich anfreunden und denen auf einem ungewollten Ausflug nach London allerlei passiert.

Das Buch heisst ‚Oddy-Bär und Anderswo auf Abenteuer in London‚ und stammt von James Roose-Evans.

Erschienen ist die deutsche Ausgabe schon in 1974 und so alt ist auch das Buch, das ich gerade neben mir liegen habe. In die romantische Kategorie passt es, weil es eines der romantischsten Geschenke ist, die der Mitleser mir je gemacht hat. 🙂

Er hatte jenes Buch (nicht meines) als Kind und damals war es eines seiner Lieblingsbücher und wohl auch eines der sehr frühen, die er gelesen hat. Und irgendwann vor einiger Zeit erinnerte er sich wieder an Oddy und Anderswo und suchte für mich genau jene Ausgabe mit genau jenem Schutzumschlag wie er es damals besessen hat. An den genauen Inahlt konnte er sich gar nicht mehr erinnern, nur noch daran, dass er das Buch als Kind so gerne mochte. Und weil’s ein Stück seiner Kindheit ist (von der er meist nur recht spärlich spricht), ist das Buch für mich so ein besonderes Geschenk.

Weil ausserdem natürlich mein Herz für Teddybären schlägt, kann ich nachvollziehen, weswegen er es als Kind so mochte. Es ist wirklich wunderschön und stellenweise hochdramatisch.

Der Klappentext verrät:

Oddy-Bär ist ein ganz besonderer kleiner Bär. Und Anderswo ist ein ganz besonderer Clown. Wenn ein so besonderer Bär und ein so besonderer Clown Freunde werden, dann müssen sie natürlich auch ganz besondere Abenteuer erleben. Und das tun sie. Oder hat etwa schon mal jemand einen Bär [sic!] und einen Clown an einem Regenschirm hoch über London dahintrudeln sehen? Oder weiß jemand, was alles passieren kann, wenn ein Bär in der Untergrundbahn einen Arm verliert? Und was ein Clown anstellt, wenn er sich langweilt und einen glitzernden gläsernen Kronleuchter in greifbarer Nähe entdeckt? Und daß es selbst in der vornehmen Königlichen Puppenklinik höchst abenteuerlich zugehen kann, wenn Oddy und Anderswo auftauchen?

Ha, wer’s nicht glaubt, soll es selber lesen. Oder sich vorlesen lassen.

Keine Bange übrigens. Am Ende wird alles gut und natürlich bekommt Oddy seinen Arm zurück!

 

Katja

Little Confessions #26

Wenn ein Wort auf den ersten Blick keinen Sinn ergibt, lese ich automatisch sofort das Wort von hinten nach vorne, um zu sehen, ob’s einfach umgedreht wurde.

Ich dachte immer, das würden alle so machen, aber ich bin immer wieder erstaunt, wenn jemand, der mich schon lange kennt und meine Mailadresse schon lange hat, irgendwann dann feststellt, dass da ja mein Name rückwärts enthalten ist.

Als ich den ersten Harry Potter Band zum ersten Mal las, wusste ich natürlich direkt bei der Überschrift, was den Spiegel Nerhegeb ausmacht.

Vielleicht liegt dieses Rückwärtsleseautomatismus bei mir daran, dass wir das als Kinder häufig übten, ein Wort – ohne es aufzuschreiben, nur im Kopf – umzudrehen und korrekt rückwärts auszusprechen. Aus meinem Nachbarn wurde dabei irgendwann der Knackfloh – der sich wesentlich leichter aussprechen ließ (und ausserdem viel lustiger war) als der Gnagflow. 😀

Ganz klar, dass mich auch Palindrome sehr faszinieren, zB das Maetressenhuhnesserteam oder eines der für mich schönsten, weil es so poetisch klingt: Nebelleben. Total abgefahren finde ich ganze Palindromsätze. Ich frage mich wirklich, wie man wohl darauf kommt. Ein Beispiel: Emma rede, sei lieb, nett und nun lese die Novelle von Eid, Eseln und Nutten bei Liese, der Amme.
(Klick für eine ganze Liste von Palindromen bei Wikipedia.)

Darauf gekommen bin ich übrigens gerade, weil ich auch Palindromzahlen gerne mag und die mir immer ins Auge fallen.

Und heute ist wieder mal ein Palindromdatum.

21022012

Das nächste davon gibt es erst wieder in 8 Jahren am 02.02.2020.

Katja