Kochbuchkochen 4/36

Ein Dienstagsessen musste noch her, als ich Montag vorm Einkaufen den Einkaufszettel schrieb. Dienstags ist der Spanischkurs und da braucht es etwas, das sich problemlos vorbereiten lässt, so dass der Mitesser abends nur noch aufwärmen oder überbacken muss, damit wir, wenn ich dann vom Kurs zurück bin, direkt losmampfen können.

Beim kurzen Sichten des Kochbuchstapels, aus dem er schon Kochbuchkochenrezepte ausgesucht hat, blieb ich direkt beim Rezept für Kartoffel-Bohnensuppe im ‚Kartoffeln, 50 Rezepte, gesund und vielfältig‘ aus dem Lingenverlag hängen.

Bei der aktuellen Kälte, geht ja kaum was über ’ne heisse Suppe im Magen und Suppe ist auch wunderbar dienstagstauglich.

Ein bisschen nach Verfügbarkeit und Vorräten abgewandelte Zutaten:

6 kleine Kartoffeln
1 Stange Lauch
4 kleine Möhren
1 kleine Fenchelknolle (nach Rezept eigentlich 2 Stangen Staudensellerie, aber ich hatte keinen bekommen und mir war dann nach Fenchel)
1 Dose weisse Bohnen (240 g Abtropfgewicht)
1 große Zucchini
150 g grüne Bohnen
8-10 Cocktailtomaten (oder 1-2 normale)
150 g gewürfelter Schinken
Olivenöl
1 l Hühnerbrühe
2-3 Knoblauchzehen, kleingeschnippelt
frischgemahlenes Salz und Pfeffer
2 TL getrocknete Kräuter der Provence
4-5 EL tiefgekühlten Basilikum (oder 1/2 Bund frischen, gewaschen und klein geschnitten)
50 g frisch geriebener Parmesan

Kartoffeln und Möhren schälen und in ca. 1 cm große Würfel bzw. Stücke schneiden, Lauch putzen und in dünne Ringe schneiden, Fenchel putzen und in kleine Würfel schneiden.
Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und die bis dahin geputzten Gemüsesorten im Öl anschwitzen. Mit Brühe angießen, Knoblauch, Kräuter der Provence und die weissen Bohnen dazu geben, alles zum Kochen bringen und dann bei schwacher Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit Zucchini, grüne Bohnen und Tomaten waschen, putzen und klein schneiden. In den Topf geben und nochmal etwa 15 Minuten kochen lassen bis das Gemüse weich ist. Bei mir war nach der Zeit alles weich ausser den grünen Bohnen. Also hab ich nochmal fast 10 Minuten länger kochen lassen. Beim nächsten Mal würde ich die grünen Bohnen schon anfangs mit Kartoffeln und Co. in den Topf geben.

Den Basilikum in einer Schüssel mit dem Parmesan vermengen, mit Pfeffer und Salz würzen und dann die Mischung in die Suppe geben und noch 2 Minuten damit aufkochen lassen. Evtl. noch mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Ich fand’s durch die Kräuter und den Schinken aber schon überaus würzig.

Probieren und direkt lauthals fluchen, weil man sich den Gaumen verbrannt hat. Oder es natürlich klüger als ich anstellen und lange genug warten bis man probiert. 😀

Schon wieder so’n lecker Zeug. Und durch die verwendeten Kräuter viel mediterraner als meine übliche Gemüse- oder Kartoffelsuppe. Wenn das so weitergeht mit Gerichten, die wir alle nochmal wieder essen möchten, dürften die Wiederholungen mit der Zeit rar werden.

Katja (gerade ziemlich koch- und fotolastig bloggend, was meist entweder bedeutet, dass unterschwellig ganz viel in meinem Kopf passiert, was ich aber nicht in Worte fassen kann oder dass (ausnahmsweise) die Dinge einfach mal OK sind. Erstaunlicherweise bekomme ich gerade selber nicht zu fassen, was davon aktuell zutrifft.)

 

9 Kommentare zu “Kochbuchkochen 4/36

  1. die ‚was essen wir heute‘-diskussion gab’s gestern auch bei uns, da ich montag bis mittwoch erst um ca. 21 oder sogar 21.3o zu hause bin… allerdings ist ja ER der koch bei uns ;), ich/wir finden es bloß doof, wenn er dann allein verantwortlich ist, etwas zu zaubern, so zeitlich meine ich. nja, ist noch nicht ganz durch, aber vorbereiten ist ’ne gute anregung! [auf die ich/wir lustigerweise noch gar nicht gekommen sind. -.-]

  2. @yogahamster: Lustig. Dann muss ich bei dir mal verstärkt auf Dienstagsessen achten. 🙂

    @hühnschn: Ich hätte um die Zeit keinen Nerv mehr, mit Kochen anzufangen, mir ist ja fast schon zu viel, mir dann ein Brot zu schmieren. 😀 Daher geht nur was, was sich vorbereiten lässt. Aufläufe oder Quiches sind da auch sehr dankbar. Oder ich koche Montags häufiger was, was dann eben für 2 Tage langt und sich aufwärmen lässt. Das sind dann eben häufig so Eintopfdinge.

    @Flimmersee: Und ist eigentlich auch ganz fix gemacht. 🙂

  3. Das klingt richtig gut und ich denke, dass ich das auch essen kann. Mein Abo steht und ich hoffe nun, noch ganz viele weitere Anregungen von dir zu erhalten…

    Gute Nacht wünscht Mandy!

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