Kochbuchkochen 3/36

Es gab Bratnudeln mit Gemüse und Tofu aus ‚Vollwertig kochen‘ aus dem Lingenverlag.

Ein bisschen angepasste Zutaten:

1 Packung chin. Wok-Eiernudeln (ich hab dooferweise die Packung weggeworfen, ich glaube 200 oder 250 g waren darin)
2 Handvoll grüne Bohnen
4 Karotten
Tofu nach Belieben (auf den könnte ich beim nächsten Mal gut verzichten)
50 g Pinienkerne
frisch gemahlenes Salz und Pfeffer
Sesamöl
Sojasoße
heller Balsamico (weil ich keinen Reisessig bekommen habe)

Die Karotten putzen und mit dem Sparschäler in dünne Streifen schneiden. Die Bohnen waschen, putzen und der Länge nach halbieren, den Tofu würfeln.

Die Nudeln 5 min (oder je nach Angabe auf der Packung) in Salzwasser sprudelnd kochen. Während das Nudelwasser zum Kochen gebracht wird Tofu in Sesamöl scharf anbraten, aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Bohnen und Karotten 5 min in der Pfanne brutzeln lassen. Dann die Pinienkerne dazugeben und sobald sie fertig sind die Nudeln und den Tofu dazu. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Sojasoße und Essig abschmecken.

Ging sehr fix und war lecker. Einzig den Tofu hätte ich nicht drin gebraucht. Der ist mir einfach zu geschmacksneutral als dass ich ihn mögen würde. Mit reichlich Sojasoße ging’s zwar, aber eben nicht so, dass er für uns eine Bereicherung des restlichen Gerichts gewesen wäre. Hauptsächlich die Pinienkerne haben für mich ein rundes Aroma dabei ausgemacht. Mal sehen, ohne Tofu gibt’s das bestimmt irgendwann wieder. Vielleicht auch mit anderen Gemüsesorten. Wenn’s mal schnell gehen soll, auf jeden Fall eine gute Alternative. 🙂

Katja

19 Kommentare zu “Kochbuchkochen 3/36

    • Ich hatte direkt noch ’ne Packung geräucherten Tofu gekauft, weil ich jetzt schon häufiger gehört habe, der wäre nicht so geschmacksneutral. Bin mal gespannt, ob wir den eher mögen.
      Hast du den schonmal probiert?

  1. Hm, klingt lecker.
    Tofu is aber so gar nicht meins…
    Die Pinienkerne würd ich auch weglassen, dafür das Tofu durch Geflügelstreifen erstezen. Dann stell ich mir das richtig, richtig lecker vor…

    • Die Pinienkerne fand ich gerade toll drin, aber ich mag die auch ziemlich gerne. Könnt’s mir aber auch gut mit Cashews stattdessen vorstellen.

      Tofu und ich werden wohl auch keine Freunde werden. Aber der Tofu im Rezept war der Hauptgrund, weswegen der Mitesser gerade das Gericht aus dem Buch ausgesucht hatte – weil wir den endlich mal probieren wollten. Mein letzter Versuch liegt sicher 15 Jahre zurück und ich konnte mich da nicht wirklich dran erinnern.

  2. Mit verschiedenen Abwandlungen gibt es diese Nudeln bei uns regelmäßig, mal mit Ei, mal mit Fleisch, mit irgendwelchem Gemüse, das ich gerade da habe (allerdings nie, niemals, auf gar keinen Fall mit Tofu *bäh*). Ich bin aber noch nie auf die Idee gekommen, Essig oder sonst etwas säuerliches dazuzugeben. Wie wirkt sich der denn so geschmacklich aus? Merkt man den? Braucht man den?

    • (Wer ist das eigentlich, wer den Tofu kauft und mag?^^ Wir scheinen uns da ja alle einig zu sein.)

      Auf die Idee mit dem Essig wäre ich auch nicht gekommen. Aber ich wollte die Rezepte ja so originalgetreu wie möglich aus den Kochbüchern nachkochen. Wie es mit Reisessig gewesen wäre, weiss ich nicht – was ich im Web gefunden hatte ist, dass der recht mild ist, deswegen hatte ich den hellen Balsamico genommen, der ja auch sehr mild ist.
      (Bis vor 3 Jahren etwa gab’s in meiner Küche übrigens Essig nur zum Zweck der Entkalkung, erst seitdem esse ich welchen.)

      Wie er sich auswirkt? Er macht’s ein kleines bisschen säuerlich und gibt ’nen frischen Hauch. Da ich Sojasoße immer als recht hmmm schwer/platt/drückend (mir fällt leider kein wirklich passendes Attribut ein) empfinde, hat mir das gut gefallen mit dem bisschen Säure.

      Ob man das braucht? *Schultern zuck* Versuch macht kluch, hm? 🙂

      • (Wer ist das eigentlich, wer den Tofu kauft und mag?^^ Wir scheinen uns da ja alle einig zu sein.)
        mein bürokollege, der vegetarier mit aussetzern ist ;). er isst mittlerweile wieder so 1-3x im monat fleisch, oft weil ich ihn dazu anstifte/ihm das vorlebe. der kauft sich tatsächlich sehr oft tofu. ich mag das aber auch nicht.

      • Ich hatte den vagen Verdacht, dass der Essig dem Tofu Geschmack verleihen soll. Vielleicht probiere ich das mal in zwei getrennten Pfannen aus.

  3. Also, ich bin bestimmt NICHT diejeniege welche Tofu kauft – daher kann ich auch nicht sagen, ob ich ihn mag 🙂 Und wie Armin schon sagte, auch ich hätte lieber Geflügelstreifen genommen und sie zuvor in Sojasauce mariniert…

    Und Sojasoße, so sagen wir hier im Rabenhaus immer, ist das Maggi der Asiaten 🙂

  4. Mir sind inzwischen schon Leute begegnet, die steif und fest behaupten, Tofu habe einen (noch dazu leckeren) Eigengeschmack. Vielleicht ist das irgendwie genetisch bedingt, und unsere Geschmacksknopsen sind einfach nicht dafür eingerichtet?

  5. @hühnschn: Mag der ihn auch oder isst er ihn primär als Eiweissquelle und aus Mangel an Alternativen?

    @Guinan: Berichte doch dann bitte mal, ob ihr Unterschiede ausmachen konntet. 🙂

    @Rabea: Sagt ihr das, weil die Soße so Allroundwürzmittel ist oder schmeckt das wirklich ähnlich? (Ich kann mich an den Maggigeschmack null erinnern.)

    @Joan: Ha! Vielleicht lohnt es sich hier, den Zusammenhang zu untersuchen und das sind auch jene Menschen, die Geschenke ordentlich verpacken können.
    Davon nehme ich nämlich auch an, dass es ein Gendefekt ist, der dazu führt, dass alles, was ich eingewickelt habe, aussieht, als hätte sich nach dem Verpacken ein Pandabär drauf gesetzt.

    • Was lange währt…
      Ich habe das jetzt endlich mal ausprobiert, natürlich wie immer mit Abwandlungen, so ganz nach Rezept klappt das bei mir ja nie.
      In der einen Pfanne mit Bohnen, Möhren, Schinkenwürfeln und Essig,
      in der anderen Pfanne mit Bohnen, Bambus, Hühnerbrust und ohne Essig.
      Fazit: Die feine Säure macht wirklich das gewisse Etwas aus, das probiere ich jetzt öfter.

      • Oh super. Vielen Dank für’s Austesten und die Rückmeldung! 🙂
        (Ich hab gerade gestern aus dem Bauch raus einen eher faden Eintopf mit einem Schlückchen Balsamico aufgefrischt und -gepeppt.)

  6. joah, der findet das ‚lecker‘. ist allerdings auch nachweislich kein gourmet, keine ahnung; meine vermutung auch, daß er nicht so gut kochen kann ;)… ich frage ihn morgen abend [instituts-abteilungs-party] mal, ob er schon geräucherten tofu ausprobiert hat.

  7. @hühnschn: Viel Vergnügen heute Abend! 🙂

    @Rabea: Eigentlich lustig, dass die asiatische (zumindest die chinesische) jede Menge Natriumglutamat verwendet, aber ausgerechnet die Würzsoße, die bei uns damit verseucht ist, ohne auskommt. 😀

  8. @alle, die das mit dem Räuchertofu interessiert:
    Den gab’s heute bei uns. Zusammen mit Kartoffeln, Mangoldgemüse in Tomatensud und Gratin aus den Mangoldstielen.
    Den Tofu hatte ich zubereitet, wie Anke Gröner es hier beschreibt. Nujaaa. Also er war sehr viel besser und vor allem würziger als der ungeräucherte und passte auch gut als Kontrast zum Gratin. Aber wieder mal galt: den hätten wir nicht unbedingt dazu gebraucht. So wirklich aufgewertet hat’s die beiden sehr leckeren Mangoldgemüsedinge nicht.

    Aber einen Versuch ist die Räuchervariante schon wert, finde ich. Ich könnte mir den auch gut zusammen mit den gerösteten Zwiebeln auf Kartoffelpü vorstellen.

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