Ich gehöre jetzt

…ganz offiziell zu den Menschen, denen es schon gelungen ist den Mount Everest zu besteigen eine genähte Tasche komplett durch einen winzigen, engen, genähten Taschenträger zu stülpen, um die Tasche zu wenden.

Klick macht groß!Ich habe zum ersten Mal mit einem Schnittmuster gearbeitet (und es auch direkt ein bisschen verändert) und nach 3 Nachmittagen hatte ich sie stolz zum ersten Mal über die Schulter hängen und bin – in ‚Ich habe eine Wassermelone getragen‘-Tonfall ‚Ich habe eine Tasche genäht!‘ vor mich hinbrabbelnd durch die Wohnung gehüpft.

Vermutlich ist das für erfahrene Näher ein Klacks, der sich mal eben in ’ner Stunde nebenbei erledigen lässt, aber ich hab da wirklich 5-6-7 Stunden oder so drüber geschwitzt. Dafür war das mein allererstes Nähdingens, bei dem ich überhaupt keine Naht wieder auftrennen musste. Sogar die Träger habe ich direkt richtig zusammengenäht (benachbarte nicht gegenüberliegende!), wobei das vermutlich der hervorragenden Anleitung, die auf genau dieses Problem hinweist, geschuldet ist. Die gibt es übrigens hier. (Und vermutlich ist die in meinen Bookmarks gelandet, weil Tanya sie mal verlinkt hatte.) Auf jeden Fall ist sie so simpel, dass sogar blutige Näh(anleitungs)anfänger damit klar kommen.

Einige meiner Nähte sind ganz schön krumm und an den Trägern sind die beiden Taschen nicht exakt gleichbreit und bündig, aber mein Vorsatz war ja, das erst mal zu übersehen. Das wichtigste ist mir gerade die Übung (auch und gerade die meiner Geduld [auch und gerade jener mit mir selber]).

Und Spaß hat’s auch gemacht. 🙂

Katja

(Klick zur Projektübersicht)

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10 Kommentare zu “Ich gehöre jetzt

  1. Bravo!!!! Schoen ist sie geworden!
    Taschen stehen bei mir 2 auf dem Plan: eine fuer mich und eine fuer meine Strickprojekte.
    Und uebrigens: Scher Dich nicht um Zeitangaben bei Mustern/Anleitungen, kommt doch nicht auf Schnelligkeit sondern den Spass und das Endergebnis an 🙂

  2. coooles ding. der stoff ist schön, und ich bewundere dich für die everest-kletterei!!1elf nähen ist gar nicht meins, ich häkele lieber. und perlen und basteln und so. stricken könnte ich mal angehen, aber über solche dinge denke ich erst nächstes jahr nach ;).

  3. Herzlichensten Glückwunsch, ganz ehrlich 🙂
    Taschen sind nicht nur tolle Projekte um gerade Nähte zu üben, Taschen kann man doch sowieso niiee genug haben 😀
    Taschen nähen ist toll! Und für mich sieht die wirklich ordentlich aus.

    Tanya, die Sache mit dem Nippel durch die Lasche aka Tasche durch den Henkel ziehen auch ganz fürchterlich fummelig findend

  4. Hachz! Danke euch allen. 🙂

    @Sucherin: Es war im Nachhinein erstaunlicherweise einfacher als ich befürchtet hatte. Bei vorherigen Versuchen fand ich’s immer komplizierter, aber diese Anleitung war wirklich sehr detailliert.

    @Frau Leo: Hihi, du handarbeitest für deine Handarbeiten? 😀
    Da stand keine Zeitangabe dabei. Ich kam mir nur so immens langsam vor. *g*
    Ich glaube, eines der Dinge, die ich bevor ich die Nähmaschine hatte, überhaupt nicht bedacht und auf’m Schirm hatte war, dass man den geringsten Zeitanteil tatsächlich den Fuß auf dem Nähmaschinenschalter hat, weil Zuschneiden, Festpinnen etc. so viel Anteil daran haben. Deswegen kommt mir das vermutlich auch immer so langsam vor, im Vergleich dazu, dass ich ja quasi kaum mal wirklich nähe.

    @rebhuhn: Die Stoffe stammen beide vom Möbelschweden. Häkeln kann ich gar nicht mehr. Das will ich auch gerne wieder lernen. Kommt aber auch nicht direkt auf irgendeinen der Pläne, weil ich sonst langsam den Überblick verliere. Ist ja erst Januar. 😀

    @Andrea: *Knicks mach*

    @Tanya: Ich hatte da auch zum ersten Mal nicht mehr das Problem, dass mir dauernd der Faden riss oder verknotete. Ich glaube, bisher hatte ich nie die richtige Fadenspannung eingestellt. Aber ich war aus Versehen und Unbemerkt an das Rädchen gekommen und meine Nähte sahen aus als hätte ich die Unterseite oben – ganz merkwürdig. Ließ sich zum Glück googeln und dann hab ich zum ersten Mal dort bewusst was eingestellt und auf einmal ging alles viel leichter und ich hatte nicht mehr das Gefühl, gegen die Maschine ankämpfen zu müssen, sondern den Stoff locker durchlaufen lassen zu können. War also wirklich das erste echte Erfolgserlebnis ohne garstiges Gefluche. 🙂

    Und ja: Taschen! Ich hab, glaube ich, dutzende Anleitungen in den Bookmarks.

  5. Mein [Wort] sagt immer, wenn ich gerade mal wieder besonders pingelig perfektionistisch an etwas rumnähe „Das muss ein bisschen krum sein, sonst glaubt Dir ja niemand das es selbst genäht ist“.

    Tanya, in diesem Sinne, schmunzelnd.

    • Och, ich denke, das glaubt man mir dann doch noch ’ne ganze Weile lang.
      Und das sieht bei mir nicht nur aus als könnte ich’s selber machen (yeah!), sondern als wäre ich noch dazu in der Lage, im betrunkenen Zustand zu nähen. Irgendwo müssen diese Schlangenlinien ja herkommen. :mrgreen:
      Voll professionell also.

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