Wanted: Inspiration für Feiertagsessen für die schneubigste Esserkombination der Welt

Ich koche wahnsinnig gerne und erst recht für Gäste. Wenn allerdings Besuch meiner gesammelten Familie ansteht, ist die vorherige Suche nach dem passenden Gericht manchmal wirklich schweisstreibend, weil jeder von denen was anderes nicht verträgt oder nicht mag und wenn’s nach dem Lieblingsneffen ginge, gäb’s sowieso immer und ausschließlich Coq au vin, das bei ihm allerdings ‚Schnapshuhn‘ heisst.

Der nächste Besuch steht für einen der Weihnachtsfeiertage an und vielleicht hat ja jemand von euch eine Idee für ein Essen? Vorspeise, Hauptgericht und Dessert sollten es mindestens sein und auch etwas feiertäglich Festliches.

Folgende Einschränkungen fallen mir spontan ein (und ich fürchte, ich hab noch die Hälfte vergessen. Elendige Schneuberbande!) :

  • Es darf keine rohen Tomaten enthalten, gekochte gehen zwar, besser wäre aber ohne.
  • Es darf keine Paprika (und auch nichts aus der Peperoni-Chili-Familie) enthalten und das in keiner Form, noch nicht mal als Gewürzpulver.
  • Es darf nicht scharf sein.
  • Es darf kein Fisch sein.
  • Es sollte Fleisch dabei sein, aber kein Lamm oder Wild.
  • Es darf kein Coq au vin (gab’s dem Lieblingsneffen sei dank schon wirklich oft) sein, kein Burgunderbraten (gab’s letzte Weihnachten erst bei deren Besuch, zusammen mit selbstgemachtem Rotkohl) und kein Schweinefilet (isst die Meute an Heiligabend).
  • Es darf nicht zu exotisch sein, sollte aber auch nicht zu gewöhnlich sein.
  • Es sollte sich möglichst gut vorbereiten lassen (idealerweise schon am vorherigen Tag) und (bei Zubereitung für 6 Personen) den Rahmen einer relativ normal ausgestatteten Küche nicht sprengen. Wenn’s Arbeit macht ist das grundsätzlich schon ok (soviel man eben Weihnachten Lust zu schuften hat), aber eben nicht während die Gäste da sind.
  • Und natürlich alles mit frischen Zutaten, die man zu der Jahreszeit kaufen kann. (Da fällt mir ein, was sie lustigerweise alle essen und wunderbar vertragen ist Tütenessen in allen möglichen Variationen. 🙄 Ich weigere mich aber, da meine Grundsätze über Bord zu werfen.)
  • Ach und es darf nichts besonders Zeitkritisches sein, zumindest nicht, wenn die Zubereitung aufwändiger ist/länger dauert. (Die neigen dazu, sich um bis zu 1,5 Stunden zu verspäten, dann aber mit Bärenhunger anzukommen und zu weinen, wenn das Essen noch länger als 15 Minuten braucht. Meine Bitten, das doch wenigstens über ausreichende Kommunikation von unterwegs zu lösen, sind leider immer vergeblich. 🙄 )
  • Ergänzung: Fondue, Raclette und dergleichen ‚langwieriges‘ Essen scheiden leider aus, weil zu langwierig. *soifz*
  • Ergänzung2: Fleisch, das man üblicherweise englisch, medium oder zumindest rosa isst, geht nicht.

Meine aktuell beste Idee ist eine Antipastimischung aus diversen Gemüsen (Bruschetta?) als Vorspeise, das lässt sich gut am Tag vorher schon vorbereiten und kalt servieren (also das Gemüse) und das hungrige Jammern würde erst mal verstummen und danach Saltimbocca alla Romana, wobei ich mich da ein wenig fürchte, das für 6 Personen zuzubereiten, weil ich nicht weiss, ob ich eine sinnvolle Soßenmenge für so viele Leute hinbekomme. Ich hab letztens mal testhalber probiert eine Weisswein-Balsamico-Reduktion aus einer größeren Menge der Flüssigkeiten zuzubereiten, aber auch das musste einkochen bis es fast fest war bis die Säure raus war. Liess sich dann zwar mit Wasser wieder vom Topfboden loskochen, aber ich weiss nicht, ob ich das dann ausreichend für so viele Personen gestreckt bekäme. Und ich weiss nicht, ob ich tatsächlich zu der Jahreszeit frischen Salbei bekomme. Mein Terassentopf ist leider hinüber.
Zum Nachtisch wollte ich Tanyas bzw. des Sammelhamsters Weihnachtsmousse machen. Lässt sich super vorbereiten, wenig Aufwand, toll weihnachtlich und die Meute kennt’s noch nicht.

Speziell wegen des Soßentests bin ich davon aber nicht so hundertprozentig überzeugt und wäre froh über Ideen und Inspirationen. 🙂
Das Dessert ist relativ gesetzt (sofern das Essen insgesamt nicht zwingend was anderes verlangt), aber Vorspeise und Hauptgang werfe ich für die Idee gerne nochmal über’n Haufen.

Katja

Gegen die Schreibentwöhnung und die Bildgewöhnung

Soviel hab ich im Kopf in diesen Tagen, aber irgendwie gelingt es mir gerade nicht, den Kanal über die Finger in die Tastatur zu nutzen. Ich merke, dass es wirklich eine Übungssache ist, dieses (Auf-)Schreiben, dass es mir schwer fällt, Gedanken zu fassen zu bekommen, wenn ich aus der Übung bin. Und das ist eigentlich doof, weil ich merke, dass es mir nicht gut tut, den ganzen Kram im Kopf zu behalten anstatt ihn rauszulassen. Und ich merke wieder einmal, dass ich mir bewusst die Zeit nehmen sollte, Dinge aufzuschreiben – erst recht dann, wenn ich das Gefühl habe, keine Zeit dafür zu haben.

Die Zeit zieht gerade rasend schnell an mir vorbei. Eben noch war Mitte November und jetzt ist schon der zweite Advent vorbei. Und wie sehr sie rauscht, die Zeit, merke ich daran, dass ich nicht einmal daran gedacht habe, dem Blog für den Dezember einen neuen Hut zu verpassen. Das will ich jetzt aber endlich doch noch tun, obwohl – oder vermutlich gerade weil – ich merke, wie ich mich an den Sonnenuntergang und die warmen Farben gewöhne, wie sich das hier vertraut anfühlt. Aber genau darum ging es ja in meinem kleinen Loslass-Projekt mit dem Headerwechsel. Die Übung darin, Vertrautes aufgeben, loszulassen, Platz für Neues zu schaffen. Und deswegen jetzt auch der neue ‚Hut‘.

Das neue Headerfoto stammt vom Wochenendtrip ans belgische Meer Ende Juni/Anfang Juli, genauer gesagt aus Brügge, dieser wunderschönen Stadt mit ihren Kanälen und Brücken und faszinierenden Häuser, in die ich mich auf den ersten Blick verliebt habe.

Katja

Meine zugehörige Brüggeschwärmerei gab es hier zu lesen. Alle alten Hüte finden sich auf dem Hutständer.