Rummelluftduft

Durch die ganze Wohnung zieht gerade ein Duft wie auf dem Rummel bzw. zu dieser Jahreszeit wohl eher Weihnachtsmarkt. Schuld daran sind die gebrannten Mandeln, die gerade in der Küche abkühlen. Das Rezept hatte ich mir vor Jahren mal von irgendwo auf einen losen Zettel notiert und seitdem wollte ich das eigentlich längst ausprobiert haben. Letztes Jahr hatte ich schon die Zutaten besorgt und dann scheiterte das an meiner akuten Unlust nach soviel Keksebacken noch mehr Süßkram herzustellen. Nachdem ich aber am Samstag am Weihnachtsmarkt versprochen hatte, das Rezept mal rauszukramen und per Mail zu verschicken, musste ich das natürlich heute ausprobieren. Ich mag es nämlich nicht, Rezepte weiterzugeben, die ich nicht selber ausprobiert habe. Und dann dachte ich gerade so, nachdem ich probiert hatte, dass ich das eigentlich schon vor Jahren mal wem hätte versprechen sollen. Yummi! (Und der Duft!1elf)

Und so geht’s:

Mandeln, Zucker und Wasser sollten im Verhältnis 2:2:1 enthalten sein. Ich hatte je 200 g Mandeln und Zucker und 100 ml Wasser. Ausserdem braucht man 1-2 Vanilleschoten und wer mag gibt noch andere Gewürze dazu, bei mir war das eine gute Prise Zimt.

Zucker, Wasser, das Mark aus der Vanilleschote und Zimt in einem Topf zum Kochen bringen. Der Topf sollte möglichst so groß sein, dass die Mandeln den Boden bedecken, aber nicht zu hoch drin stehen.

Wenn’s kocht, die Mandeln unterrühren und den Topf bei voller Hitze und unter Rühren weiterkochen lassen und zwar so lange bis das Wasser verdampft ist und der Zucker wieder fest wird und dann noch einen kleinen Augenblick weiter, bis der Zucker gerade so wieder schmilzt. Bei mir hat das alles in allem mit der angegebenen Menge etwa 25-30 Minuten gedauert – mal so als grober Richtwert. Ich hätte das wohl auch noch etwas länger drin lassen können, damit die Mandeln deutlicher glänzen, aber ich hatte Angst, der Zucker könnte mir verbrennen, weil ich auch nicht mehr so fit beim Rühren war. ( 😀 ) Es dauert eine Weile bis der Zucker wieder fest wird, aber das geschieht dann irgendwann sehr plötzlich. Daher immer schön dabei bleiben und rühren.

Die Mandeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech oder Brett geben, voneinander trennen und erkalten lassen.

Und bitte alles äusserst vorsichtig und auf keinen Fall die Mandeln anfassen und auch bitte nicht probieren ohne sie ein bisschen abkühlen zu lassen, das ist wirklich schweineheiss.

Und falls noch wer ausser mir so auf diesen Geruch von gebrannten Mandeln steht: Bei der Drogeriekette R*ssm*nn gibt es von deren Handelsmarke Is*na gerade als Winteraktionsdingens Duschgel mit Gebrannte-Mandeln-Duft. Also ich mag’s. 😀

Katja

13 Kommentare zu “Rummelluftduft

  1. OMG mir laeuft grad das Wasser im Mund zusammen!
    Das Gute am extrem hohen Preis von Mandeln hier ist, dass ich somit nur ein klitzekleine Menge zubreiten werde – mein Guertel wirds mir danken 😉

  2. Zufällig hat meine Ma mir erst letzte Woche erzählt, dass sie gebrannte Mandeln selbst machte und spätestens jetzt hab ich deines Artikels wirklich Lust, das auch mal zu probieren 😀 Danke!

  3. *grübel* *plan* 😀

    Hm… macht das’ne arge Sauerei? Ist das Steven-verträglich??
    Vielleicht doch erstmal das Duschbad… Verflixt… hier gibt’s die ja gar nicht. Hm…

  4. Es muss wunderbar duften… ich hab´s schon mal in der Simpelversion gemacht, sprich einfach Cashew-Nüsse (die mag ich lieber) in den heißen Wok geben, ganz leicht rösten und Zucker drüberstreuen, unter rühren karamellisieren lassen und damit nicht alles in einem großen Klumpen zusammenklebt, ggf. etwas Zucker nachstreuen.

    Köstlich auch die Variante mit kernigen Haferflocken, die leicht im Wok geröstet werden, gern andere Nüsse dazugeben, Seesamsaat, Sonnenblumenkerne etc., etwas Zucker drüber streuen und karamelliesieren lassen. Dann alles in eine Porzellanschüssel geben und rühren, wis der Kram erkaltet ist. Diese Leckerei schmeckt herrlich zu Joghurt oder über Eis gestreut… haben wir schon als Kinder selbst gebrutzelt :o)

  5. @Michael: Und wie!

    @Frau Leo: Im Zweifel weisst du, wo du ein Carepaket anfordern kannst. 🙂 Ich könnt’s mit Puddingpulver polstern. 😀

    @Hannah: Das geht auch echt einfacher als ich dachte. Viel Spaß beim Zubereiten und Knuspern. 🙂

    @Corina: Im Grunde braucht’s nur einen Topf und einen Löffel und wenn man die direkt hinterher mit Spülmittel einweicht und auf die noch warme Platte stellt, ist der Topf schon fast wieder sauber bis man ihn sich dann vorknöpft.
    *Duschbadbestellung aufgenommen* 🙂

    @Rabea: Yummie! Muss ich ausprobieren. Das klingt auch nicht so sehr zuckerlastig wie mein Rezept das ist. Ich hoffe ja, dass das auch in der Pfanne hinhaut, Wok hab ich nämlich keinen.

  6. Was die Haferflocken-Knusperei betrifft, funktioniert es garantiert in der Pfanne – die haben wir schließlich schon Jahrzehnte bevor der Wok hierzulande Einzug gehalten hat gebrutzelt. Und sicher klappt es auch mit den Cashews 🙂

      • Und ob ich Erfahrungswerte habe: die Haferflocken-Knusperei habe ich immer in Schraubgläser (die großen von den Joghurts) gefüllt – ersatzweise geht sicher auch eine dichtschließende Tup perdose. Dann halten die sich im dunklen Schrank wochenlang. Nur darauf achten, dass sie beim Abfüllen wirklich erkaltet sind, dann klebt auch nichts zusammen. Und knusprig bleiben sie auf jeden Fall.

        Zuweilen sitze ich mit einem Glas halb gefüllt mit dieser Knusperei und „löffel“ sie gleich so in mich hinein – da brauche ich nicht einmal mehr Joghurt oder Quark dazu… dann halten sie kaum länger als 3 Tage 🙂

      • Super! Dann verlieren sich ein paar einzelne Nüsse bzw. Flocken nicht so in der Pfanne.
        Ich kann mir das auch zu Pudding, Eis, Pfannkuchen, Obstsalat und Co. toll vorstellen. (Und gerade während mir das Wasser im Mund zusammenläuft ärgert’s mich ein bisschen, dass ich heute beim Einkaufen vergessen habe, was zum Aufknuspern einzupacken. :D)

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