nichts passiert

Und dann denkst du, oh Gott, hab ich das gerade wirklich getan? Und dir wird erst kalt, dann heiss, dann wieder kalt und so bleibt es dann auch, besonders die Hände und Füße. Und bevor die Schnappatmung einsetzt, redest du dir selber gut zu, dass du nichts zu verlieren hast und dich auch erst mal zu überhaupt gar nichts verpflichtet hast und du wiederholst mantramäßig, dass du dir jetzt schonmal noch gar keine Sorgen um irgendwelche Schritte zu machen brauchst, weil die ohnehin einer nach dem anderen folgen, falls überhaupt, und nicht kopfüber und nicht durcheinander und nicht alles auf einmal.

Auch wenn sich das gerade so anfühlt.

Und dann bist du froh über das Telefonat vorhin und darüber, dir gerade das Grübeln verboten und stattdessen einfach mal gemacht zu haben. Und vielleicht ist ja das Spannendste, das passiert, dass gar nichts passiert. Aber wenigstens einen Versuch hast du jetzt endlich gestartet anstatt dir immer nur selber im Weg rumzustehen.

Uffff.

Katja

7 Kommentare zu “nichts passiert

  1. Ohne überhaupt zu wissen um was es konkret geht- hab ich was verpasst?-, klatsche ich Beifall. Das Gefühl kenne ich so gut! Und das Unverständnis seiner eigenen Angst gegenüber, wo man doch weiß, es kann nichts passieren, dass es nur die Angst ist, die uns abhält Dinge zu probieren, die wir gerne versuchen wollen. Liebe Grüße von einer die eigentlich wissenschaftlich schreiben müsste und Angst davor hat.

  2. @Rüdiger: Zumindest für einen Moment erfolgreich die Angst ignoriert, ja. 🙂

    @Maryam: Nej, du hast nichts verpasst. Falls jenes Angst ignorieren und erst mal machen und gucken überhaupt zu etwas führen wird, erzähle ich bestimmt noch davon. Und ja: ich glaube, nichts anderes steht mir so sehr im Weg wie ich selber mit meiner Angst. Immer und immer wieder. *soifz*
    Liebe Grüße zurück von einer, die überzeugt davon ist, dass dir das wissenschaftliche Schreiben wunderbar gelingen wird, wenn du es einfach machst. 🙂

  3. Natürlich stehen wir uns selbst im Weg….die Angst sind ja wir selbst…. wir geben ihr die Macht, unser Leben zu bestimmen, so ist es doch, wenn man ehrlich ist 😦 Ich habe mal einen Spruch gelesen: „Der einzige Gefängniswärter in deinem Leben bist Du selbst.“ Und das ist so verdammt wahr. Bei Angstpatienten erst recht.

    • ‚…die Angst sind wir ja selbst…‘

      Irgendwann habe ich angefangen umzudenken vom ‚Angst bekämpfen‘ hin zum ‚lernen mit der Angst umgehen lernen‘. Seitdem hat sie an vielen Stellen ihre Macht verloren. Hinsehen statt weglaufen ist das, was mir hilft.

      Den Gefängniswärterspruch mag ich auch. 🙂

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