141144

Als ich 14 war, verwandelte dich der Krebs von einem gewalttätigen Menschen, vor dem ich mehr Angst hatte als vor allem anderen, in meinen Vater.

Ich war gerade alt genug, deine Erklärungen und Entschuldigungen, die höchstens baten, aber nie Vergebung forderten, zu verstehen und jung genug, nicht schon vorher eine unüberwindbare Mauer aus Bitterkeit errichtet zu haben.

Als ich 16 war, hat der Krebs mir dich genommen. Diese 2 Jahre, in denen ich einen Vater hatte und du eine Tochter, die konnte er mir nicht nehmen.

Manchmal wenn all die hätte, wäre, wenns auftauchen, muss ich mich zwingen, mich auf diese beiden Jahre zu konzentrieren, alles beiseite zu schieben und einfach für diese Zeit und die Liebe und Nähe, die zwischen uns noch entstehen konnte, dankbar zu sein.

Das bleibt und hat mich vermutlich mehr geprägt als alle anderen Begegnungen meines Lebens.

Happy Birthday, Dad. Du fehlst. Immer noch.

Katja