Zooschnipsel

  • sie: Guck mal der Strauss.
    er: Das ist ein Pfau.
    Tochter: Die ham ein Fahrrad.
  • Das kleine Mädchen mit 12 (!) Haarspangen, alle in rosa, pink und lila.
  • Gefühlte 2.500 Mal den Satz ‚Bekomm ich jetzt ein Eis?‘ gehört, fast ebenso oft ‚Mir ist langweilig‘ und mich gefragt, ob die nicht lieber mit den Kindern in die Eisdiele hätten gehen sollen.
  • Unglaublich viele Frauen in Pumps im Zoo unterwegs.
  • Mindestens genauso viele Männer in Flipflops und/oder mit Umhängetaschen. Daran, dass mir das auffällt merke ich, dass das auf dem Dorf tatsächlich noch nicht so verbreitet und mir der der Anblick vertraut ist wie es in der Stadt Normalität ist.
  • Und ausserdem wahnsinnig viele recht kleine Kinder, die schon mit eigenen Fotoapparaten und Handys rumgelaufen sind.
  • Beim Beobachten der Affen, die am Rande des Affenfelsens ihre Runden drehten das Bild vom Hofgang in alten Gefängnisfilmen im Kopf gehabt.
  • Auf Bänken oder Mäuerchen im Schatten gegenüber von Tiergehegen sitzen und Tiere und Tiere-guckende Menschen gucken ist interessant.
  • Der einzige Bär, den ich gesehen habe war ein Hirsche-Bär, der eigentlich ein Hirscheber war, aber ich konnte den nur in erster Sprechweise aussprechen.
  • Tierhäuser machen bei dem Wetter keinen Spaß. Zu viele Menschen. Zu warm. Zu viele Menschen, deren Deo versagt. Folglich kaum eines davon besucht. Ich glaube, ich muss da im Winter mal hin.
  • Gestreifte Zebrapopos fotografiert.
  • Viel fotografiert. Viel Puscheligkeit gesehen und fotografiert.
  • Eis bekommen! Und mir war nicht langweilig. Kein bisschen.

Katja

16 Kommentare zu “Zooschnipsel

  1. Keine Bären gesehen? Schnief, dabei wäre ein Bärchenpärchen genau das richtige gewesen, ich habe nämlich nun das Stöckchen endlich mal geschnitzt….
    Aber vielleicht trägst Du ja was mit „Erdbärchenpärchen“ bei, das wäre auch großartig. 🙂

    • Nej, die bauen gerade neue Bärenanlagen. Ich weiss aber nicht, ob es früher dort welche gab und die gerade auf Urlaub sind oder ob sie dann neu einziehen. Mein letzter Besuch dort liegt an die 20 Jahre zurück.

      Aber ich finde sicherlich auch ein anderes dolles Bärchenpärchen! 🙂

  2. Ich stehe Zoos nach wie vor mit gemischten Gefühlen gegenüber, das Bild eines Gefängnisses kommt mir zu oft hoch. Auf der anderen Seite war ich schon als kleines Kind von Tieren fasziniert und kann auch heute noch stundenlang vor den Gehegen sitzen und beobachten (Tiere wie Menschen). Und Tiere in „echt“ zu sehen ist halt doch was ganz anderes als in TV-Dokus. Von den überlebenswichtigen Zuchtprogrammen mal ganz abgesehen.

    • Mir geht das schon ähnlich. Ich glaube aber auch, dass sich da in den letzten Jahren viel getan hat. Im frankfurter Zoo war ich zuletzt vor fast 20 Jahren und mir kam es gestern so vor als gäbe es dort sehr viel weniger Tierarten als früher, dafür aber mit sehr viel besseren und natürlicheren Gehegen mit Rückzugsmöglichkeiten. Viele Tiere haben wir gar nicht zu sehen bekommen.

      Und ich glaube/hoffe/denke, dass durch Tierparks das Bewusstsein für Artenschutz steigt. Es ist nunmal – platt gesagt – was anderes, wenn es um den Schutz des Tigers aus dem Fernseher geht oder um den Schutz dieser aufregenden Tiere, die man in echt beobachtet hat.

      (Zuchtprogramm brauchten die gestern nicht.^^ Ich weiss nicht, ob’s das schöne Wetter war, aber love was in the air. Von poppenden Habichvergessenwiesheisst bis zum Giraffenmann mit Dauerständer. :D)

  3. So ein großer Zoo ist mir einfach zu viel. Da war ich froh, dass es, als die Tochter im entsprechendem Alter war, ein Ministreichelzoo in der Nähe gab. Das hat ihr immer gereicht… ´n paar Wildschweine (ohne Streicheln ;), 2 Lamas, ein Kamel, einige Esel, Ponys dazu, ´n Pfau und anderes Gefieder, Ziegen etc. dazu ein Spielplatz. EIntritt kostete 1 Euro, die Tüte mit Mais zum Füttern 50 Cent.

    Der Besuch im großen Berliner Zoo war dagegen eine Qual und das Kind nach 1,5 Stunden satt vom vielen gucken – da ging nichts mehr, keine pinken Flamingos, keine Elefanten oder Bären, nur noch raus…

    Na, dann freu ich mich mal auf die Zebrapopos 😉

    • Zebrapopos sind wirklich ganz groß! Da muss ich auch im deutlich kleineren Darmstädter Vivarium immer so lange stehen, bis sie sich von hinten zeigen. 😀

      Ich fand das auch anstrengend gestern, weil man – sollte man tatsächlich alles sehen wollen – gar keine Zeit hat, mal geduldig auszuharren. Das finde ich aber viel spannender und wir haben uns vor etlichen Gehegen die Zeit genommen. Da fahre ich lieber einfach eher als erst in 20 Jahren wieder mal hin für den Rest. 🙂

      Bei den Eltern mit Kindern habe ich mich stellenweise gefragt, aus welcher Motivation die da waren. Am vergnügtesten wirkten die Kinder in der Nähe der Eisbuden und am Spielplatz.

  4. Zwei Sachen sind mir gleich ins Auge gesprungen:
    Essen wir noch ein Eis? Das kommt automatisch, sobald ein anderes Kind ein Eis in der Hand hat. Oder ne Waffel. Kannst nix machen 🙂
    Männer mit Flip Flops. Habe ich auch mal probiert, aber meine waren Schmerz-Flops. Haben mich so zwischen den Zehenafgescheuert, dass ich nach ner Stunde lieber Barfuß lief. Frauen spüren wohl an den Füßen keine Schmerzen mehr … 😉

    • Musste beim Kaufen drauf achten bei den Flipflops, dass an dem Steg nix reiben kann. Wenn die irgendwelche Grate haben, lasse ich die Finger davon. Ich hab nämlich sehr wohl Schmerzempfinden an den Füßen. Aber ich trag auch keine Pumps. 😀

  5. Als zusätzlichen Zoo-Schnipsel hätte ich da noch ein Zitat meines Quasi-Opas:

    „Wir waren vor kurzem im Leipziger Zoo. Aber ich weiß nicht… da ist alles total verwildert und so weitläufig und die Tiere verstecken sich, man sieht fast keine!“

    Dann lieber wieder Tiergefängnis wie früher, nöch? Aaargh!!!

    Kinder und Zoo: Schwierig.
    Attraktiv: Besagtes Eis-Essen, überhaupt Essen, Spielplätze, Zoo-Shops.
    Weniger attraktiv: Mutter, wie sie stundenlang Tiere fotografiert, pädagogisch wertvolle Informationen über die einzelnen Tierarten, weitäufige Anlagen (ich kann nicht mehr laufen!).
    Insgesamt sind es wohl einfach zuviele Informationen, zuviel Action, zuviel von allem.

    Flipflops: Gehen gar nicht. Never. Ich würde wahrscheinlich auf der Stelle wahnsinnig, wenn ich sowas anziehen müßte…

    Zoos allgemein: Dieselbe Ambivalenz, die ihr ja teilweise auch schon beschrieben habt…

    Wie auch immer.. schöne Beobachtungen, die du hier für uns festgehalten hast… hihi… besonders mag ich den Straußen-Pfau mit dem Fahrrad… (Autsch!)

    😀

    • Jetzt echt, Mensch. Können die den Leipziger Zoo nicht ein bisschen besser pflegen? Englischer Rasen wäre ja wohl das mindeste, was man bei den Löwen verlangen kann.

      Flipflops: Dachte ich auch immer. Etwas zwischen den Zehen? Nienienie. Letztes Jahr habe ich mir dem allem zum Trotz ein Paar gekauft nachdem der doofe Mitesser so über meine Sandalen gelästert hatte, es aber vollkommen in Ordnung fand, wenn Menschen in Badelatschen (! das waren die damals noch für mich :D) rumliefen. Erstaunlicherweise hatte ich mich da innerhalb kürzester Zeit dran gewöhnt und finde die mittlerweile sehr bequem und trag dauernd welche. Meine Sandalen hab ich aber auch noch! Und wenn ich sie aus purem Trotz behalte und trage. :mrgreen:

      Der Straußen-Pfau war ganz groß! Der saß übrigens auf dem Vordach des Affenhauses. Und der bescheidwissende Vater (sicherlich mindestens Endfünfziger) trug Flipflops. 😀

  6. Das ist ja genauso interessant wie wenn du in den Supermarkt gehst 🙂
    Wenn ich es hier irgendwann in Hamburg einmal in den Zoo schaffe, dann werde ich überprüfen ob es hier genauso ist… Und ein Eis möchte dann unbedingt auch haben!

    • Eis gehört ja auch unbedingt dazu!

      Und: Danke! *Knicks mach* (Und ich glaube ja immer noch, dass man solche Beobachtungen überall anstellen kann, wenn man sich drauf einlässt, hinzugucken bzw. zu hören. :))

Und jetzt du! Deine Gedanken, Worte, Punkte, Smilies, Bilder, Gesänge... Danke dafür!

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